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"Komm... ech filmen dech!"

Die Pioniere des Luxemburger Films

22.10.2021

Die luxemburgische Regisseurin Geneviève Mersch hat in Archiven des CNA gestöbert, um alten Familienaufnahmen neues Leben einzuhauchen. Das Resultat ist nun in fünf Kurzfilmen zu sehen.

Von Sibila Lind und Christophe Olinger

Seit mehr als 25 Jahren sammelt das Centre national de l'audiovisuel (CNA) Amateurfilme aus Luxemburg – vor allem jene aus der Epoche, als es hierzulande weder Fernsehen noch Kinos gab. „Amateurfilmer sind die Pioniere des Kinos in Luxemburg“, sagt CNA-Mitarbeiterin Viviane Thill. 

Um die bislang ungehobenen Archiv-Schätze der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde die Regisseurin Geneviève Mersch 2017 damit beauftragt, die Sammlung in einem künstlerischen Projekt zu verarbeiten. 

Die luxemburgische Filmemacherin sah sich mehr als acht Stunden Amateurfilme an, die zwischen 1920 und 1940 gedreht wurden. „Am Anfang hatte ich das Gefühl, mitten in einem Labyrinth zu sein. Aber nach und nach sah ich die gleichen Gesichter, vertraute Orte und Handlungen, die sich wiederholten“, sagt Mersch. 

„Was mir am häufigsten auffiel, war, dass die Menschen von 1930 sich genauso verhielten wie wir heute. Da hatte ich sofort Lust, nicht über 'die', sondern über 'uns' zu sprechen“, sagt Geneviève. „In der Tat sind wir seit 1926 dieselben geblieben.“

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Illustration Journal 10mai1940 Mathieu Lange Archives Luxemburger Wort  Christophe Olinger