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Prix Révélation vergeben: "Sturm und Drang" des Yann Annicchiarico
Kultur 05.11.2015

Prix Révélation vergeben: "Sturm und Drang" des Yann Annicchiarico

Stürmisch, aber präzise zugleich: Yann Annicchiarico überzeugte unter anderem mit diesem Werk.

Prix Révélation vergeben: "Sturm und Drang" des Yann Annicchiarico

Stürmisch, aber präzise zugleich: Yann Annicchiarico überzeugte unter anderem mit diesem Werk.
Foto: CAL
Kultur 05.11.2015

Prix Révélation vergeben: "Sturm und Drang" des Yann Annicchiarico

Yann Annicchiarico überzeugte mit seinen Tusche-Arbeiten. Der 32-Jährigen ist der Gewinner des Prix de Révélation, den der CAL im Rahmen seines Herbstsalons vergeben hat. Auch schon der Prix Grand-Duc Adolphe ist entschieden - zumindest in der Vorauswahl.

(dco) - Vor der Vernissage am ersten Abend der "Luxembourg Art Week" sei die Entscheidung gefallen: "Wir waren uns, um genau zu sein, recht schnell einig. Yann Annicchiaricos Arbeit ist gerade im aktuellen Salon recht augenfällig, aber die Passion zum Künstlerdasein, die sich widerspiegelt, war ausschlaggebend", so CAL-Präsident Jean Petit zu den Beratungen der Jury um den diesjährigen Prix Révélation.

Foto: CAL

Die unter 35-Jährigen in der diesjährigen Salonauswahl standen zur Wahl, Annicchiarico ist 1983 geboren und arbeitet nach seinem Kunststudium in Lyon wieder in der Haupstadt.

Yann Annicchiarico überzeugte in diesem Fall mit Tusche-Arbeiten -  auch wenn er sein Spektrum eigenen Aussagen nach, weit darüber hinaus ansiedelt. "Es ist die Vielschichtigkeit dieser Bilder, die einerseits einen gewissen ,Sturm und Drang‘ und die Jugendlichkeit ausstrahlen. Sein Umgang mit Tusche, Kreiden und dem Papier selbst ist eindrücklich. Beispielsweise verdünnt er die Tusche so, dass sie graue Schlieren bildet, zum Teil setzt er weiter mit Kreiden besondere Akzente. Und das hat auch die Künstler in den Reihen der Jury überzeugt", so Petit.

Einigen Versierten wird der Name schon etwas sagen: Annicchiarico war unter anderem Teil der "Making Of"-Schau des Casino Luxembourg im Jahr 2012, die die Arbeit von Nachwuchstalenten in den Vordergrund rückte.

2.500 Euro -  gestiftet vom Kulturministerium - fließen nun dem Künstler zu. "Was er damit macht, ist ganz ihm überlassen", betont Petit - auch wenn der an der "École nationale supérieure des beaux-arts"  in Lyon ausgebildete Annicchiarico bereits angekündigt hat, den gesamten Betrag in seine Arbeit einfließen zu lassen.

Prix Grand-Duc Adolphe entschieden

Foto: CAL

Auch ein weiterer Preis ist bereits entschieden –  zumindest der Vorschlag an den großherzoglichen Hof: Intern steht der Name des diesjährigen Preisträgers des  "Prix Grand-Duc Adolphe" schon fest "Normalerweise folgt der Hof der Entscheidung, aber noch wollen wir nichts in der Öffentlichkeit bekanntgeben", sagt Petit.

Bei diesem Preis – einem der wichtigsten Auszeichnungen im Kunstbereich des Landes – sei die Wahl allerdings nicht so leicht gefallen. Sechs Stunden hätten die Jurymitglieder aus den Reihen des CAL, des Hofes und des Kulturministeriums getagt. Wann genau der Preis  vergeben wird, steht noch nicht fest -  dem Vernehmen nach, soll aber die Vergabe möglichst zeitnah am aktuellen Herbstsalon in der Halle Victor Hugo stattfinden.