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Der begehrte Kunstpreis geht an Miikka Heinonen
Kultur 18.01.2018 Aus unserem online-Archiv
Prix Grand-Duc Adolphe

Der begehrte Kunstpreis geht an Miikka Heinonen

Am Donnerstag überreichte Großherzog Henri den "Prix Grand-Duc Adolphe" an Miikka Heinonen. Rechts im Bild der Staatssekretär im Kulturministerium Guy Arendt.
Prix Grand-Duc Adolphe

Der begehrte Kunstpreis geht an Miikka Heinonen

Am Donnerstag überreichte Großherzog Henri den "Prix Grand-Duc Adolphe" an Miikka Heinonen. Rechts im Bild der Staatssekretär im Kulturministerium Guy Arendt.
Foto: Cour grand-ducale / tous droits réservés
Kultur 18.01.2018 Aus unserem online-Archiv
Prix Grand-Duc Adolphe

Der begehrte Kunstpreis geht an Miikka Heinonen

Marc THILL
Marc THILL
Der Fotograf und Visual Artist Miikka Heinonen wurde mit dem Prix Grand-Duc Adolphe ausgezeichnet. Seit 1996 ist der Finne künstlerisch tätig in Luxemburg.

(mt) - Der Fotograf und Visual Artist Miikka Heinonen wurde mit dem "Prix Grand-Duc Adolphe" ausgezeichnet. Dieser Preis besteht seit 1902 und wird seit 1995 im Zwei-Jahres-Rhythmus verliehen.

Der 1969 im finnischen Turku geborene Miikka Heinonen kam 1996 nach Luxemburg und wollte ursprünglich nur für ein Jahr hier arbeiten. Inzwischen hat er dennoch Wurzeln in Luxemburg geschlagen. Sein Atelier befindet sich in der „Schläifmillen“ in der Stadt Luxemburg. Bereits 2007 hatte er den "Prix Grand-Duc Adolphe" bekommen.

Belief System type 2: Das Bild von Miikka Heinonen zeigt die Synagoge in der Stadt Luxemburg. Mehrere Aufnahmen fließen in dieses Bild ein. Es entsteht hierbei ein Effekt wie bei Röntgenaufnahmen.
Belief System type 2: Das Bild von Miikka Heinonen zeigt die Synagoge in der Stadt Luxemburg. Mehrere Aufnahmen fließen in dieses Bild ein. Es entsteht hierbei ein Effekt wie bei Röntgenaufnahmen.

Der Künstler wurde nun für die im Salon des "Cercle Artistique de Luxembourg" ausgestellte Fotografie „Belief System Type 2“ prämiert. Das Bild zeigt die Synagoge von Luxemburg, die der Fotograf mehrfach abgelichtet hat. Die einzelnen Abzüge wurden aufeinander gelegt. "Ein einziges Bild wäre ein schwaches Bild, die vielen Aufnahmen aber geben Kraft - und genauso ist es mit dem Glauben", meint Miikka Heinonen.  "Wenn viele etwas glauben, dann wird  etwas daraus."

Der Glauben in die Finanzwelt

Heinonen hat nicht nur religiöse Stätten abgelichtet, sondern auch das alte Arbed-Gebäude. "Das Bild zeigt den Glauben der Luxemburger an die Wirtschaft, heute an die Finanzwelt", so der Künstler.

Heinonen arbeitet  auch mit Figuren in Aquarien und kreiert so „Unterwasserszenen“, die er mit seiner Kamera festhält. Diese Werke tragen recht sozialkritisch klingende Titel wie „Scenes of Domestic Bliss“ (ein Mann sitzt mit verschränkten Armen am Esstisch, während die Frau mit Schürze am Herd steht), „Appearances Are Everything“ (ein elegant gekleidetes, älteres Paar blickt völlig ausdruckslos ins Nichts).

„Ein gutes Kunstwerk muss drei Punkte erfüllen: Es muss einen gewissen ästhetischen Wert haben, es muss den Betrachter intellektuell anregen, und es muss ihn emotional fordern“, sagt der Fotograf. „Kunstwerke haben die wichtige Aufgabe, einen Denkprozess in Gang zu setzen“, betont Heinonen weiter. 



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