Parolen zum Nationalfeiertag vor der Philharmonie

Künstlerkollektiv: Es war nur Kreide

Dieses Foto wurde der Redaktion vom Künstlerkollektiv zur Verfügung gestellt.
Dieses Foto wurde der Redaktion vom Künstlerkollektiv zur Verfügung gestellt.

(ml) – Die sechs jungen "Sprayer" die den Platz vor der Philharmonie für ein politisches Statement genutzt haben, wehren sich gegen die Darstellung der Polizei, sie hätten die Philharmonie „mit linken Parolen beschmiert“.

Die Gruppe aus Mitgliedern von Studentenorganisationen und Jugendparteien, sagte am Mittwoch dem „Luxemburger Wort“, bei ihrer Aktion zum Nationalfeiertag hätten sie keineswegs das übliche Farbspray sondern Kreide und Kreidespray benutzt. Dadurch hätte ihr Kunstwerk nur eine kurze Lebenszeit gehabt. „Es war nicht unser Ziel, Vandalismus zu betreiben“, sagte einer der Aktivisten. Polizisten hatten die sechs Sprayer auf frischer Tat ertappt.

Nach Darstellung der Polizei wurden die jungen Leute aufgefordert, ihr "Kunstwerk" auf dem Boden vor der Philharmonie und dem Eingang des Parkhauses schnell zu entfernen. Dabei wurde ihnen ein Eimer Wasser sowie ein Besen zur Verfügung gestellt. Da die Parolen laut Polizei nicht mit Wasser abgingen, musste sich die Feuerwehr der Sache annehmen. Die Straftäter wurden protokolliert.

Das Künstlerkollektiv spricht in einer ersten Reaktion von einer Überreaktion der Polizei und breiter Fehlinformation. Nach eigenen Angaben hatten die Aktivisten Auszüge aus der Luxemburger Nationalhymne verfremdet und auf den Ausgang des Referendums bezogen. So waren zum Beispiel folgende Parolen zu lesen „Wou d'Uelzecht duerch d'Wisen zitt - Den Auslänner kee Stemmrecht kritt. Duerch d'Fielsen d'Sauer brécht - D'CSV am Brongen fëscht“ oder auch „Wou d'Rief laanscht d'Musel dofteg blitt - De Flüchtling zereck an d'Krichsgebitt.“

Hier eine Stellungnahme des Künstlerkollektivs auf Facebook.