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Oscar-gekrönter Schauspieler: Daniel Day-Lewis zieht Schlussstrich
Kultur 1 21.06.2017

Oscar-gekrönter Schauspieler: Daniel Day-Lewis zieht Schlussstrich

Day-Lewis bereitete sich wie kaum ein anderer Schauspieler auf seine Rollen vor.

Oscar-gekrönter Schauspieler: Daniel Day-Lewis zieht Schlussstrich

Day-Lewis bereitete sich wie kaum ein anderer Schauspieler auf seine Rollen vor.
AFP
Kultur 1 21.06.2017

Oscar-gekrönter Schauspieler: Daniel Day-Lewis zieht Schlussstrich

Teddy JAANS
Teddy JAANS
„Lincoln“, „There Will Be Blood“,„Gangs of New York“: Daniel Day-Lewis ist aus Hollywood nicht wegzudenken. Mit drei Oscar-Trophäen schreibt er Filmgeschichte. Doch nun soll Schluss sein.

(dpa) - Er spielte mächtige Präsidenten, brutale Bandenführer und skrupellose Geschäftsmänner - mit einer umwerfenden Intensität, die ihm drei Oscars einbrachte. So viele Goldjungen als bester Hauptdarsteller bekam kein anderer Schauspieler.

Und nun will Daniel Day-Lewis mit 60 Jahren einen Schlussstrich ziehen? Die Ankündigung schlägt wie ein Blitz in Hollywood ein. „Daniel Day-Lewis wird nicht länger als Schauspieler arbeiten“, teilte die Sprecherin des britisch-irischen Stars am Dienstag mit.

Dies sei eine persönliche Entscheidung und es werde von ihm oder seinen Vertretern keine weitere Erklärung dazu geben, hieß es in dem Statement. „Er ist all seinen Kollegen und den Zuschauern über die vielen Jahre hinweg ungeheuer dankbar“, ließ Sprecherin Leslee Dart noch ausrichten.

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Großes Talent

Fest steht: Mit Day-Lewis geht eines der größten Filmtalente aller Zeiten. Er hatte vor allem ein Markenzeichen: Bis zur Erschöpfung bereitete sich der Schauspieler auf seine Rollen vor. Er ließ kaum eine Möglichkeit aus, um so glaubhaft wie möglich seine Figuren zu verkörpern. In seiner langen Karriere schrieb er mit drei Oscar-Trophäen Geschichte.

Für seine Rolle des verkrüppelten irischen Künstlers und Schriftstellers Christy Brown in dem Film „Mein linker Fuß“ (1989) soll Day-Lewis selbst monatelang nur mit einem Fuß geschrieben, getippt und gemalt haben. Für diese Leistung erhielt er den ersten Oscar. Der zweite folgte für die Rolle als raffgieriger Ausbeuter in dem düsteren Öldrama „There Will Be Blood“ (2007). Für seine Präsidenten-Darstellung in Steven Spielbergs Historiendrama „Lincoln“ nahm er 2013 den dritten Preis entgegen.

Bis in die Bartspitzen eignete er sich die Figur des Abraham Lincoln an. Gleich nach dem Oscar-Gewinn stellte der Schauspieler Backstage aber eine Pause in Aussicht: „Ich will eine Weile gar nichts machen“, sagte Day-Lewis. Erst recht keine historische Figur spielen, setzte er grinsend hinzu.

Stattdessen ging es zurück zu seiner Familie auf eine Farm in Irland. Seit 1996 ist er mit der Filmemacherin Rebecca Miller verheiratet, der Tochter des amerikanischen Autors Arthur Miller. Das Paar hat zwei Söhne. Auch aus seiner Beziehung zu der Schauspielerin Isabelle Adjani hat er einen Sohn.