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Nominierung für "Song of the Sea": Wieder Oscar für Luxemburg?
Song of the Sea

Nominierung für "Song of the Sea": Wieder Oscar für Luxemburg?

Foto: Studios 352
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Kultur 3 5 Min. 15.01.2015

Nominierung für "Song of the Sea": Wieder Oscar für Luxemburg?

Unter die Nominierungen für die kommende Oscar-Verleihung hat es auch die irisch-luxemburgische Koproduktion "Song of the Sea" als bester "Animated Feature Film" geschafft.

(dco/dpa) - Da werden in Contern die Korken geknallt haben: Unter die heute bekannt gegebenen Nominierungen für die kommende Oscar-Verleihung hat es auch die irisch-luxemburgische Koproduktion "Song of the Sea" geschafft. Hinter dem Film stecken die "Studios 352" und die Produktionsfirma Melusina. Für Regisseur Tomm Moore ist es bereits die zweite Nominierung für einen Oscar in der Kategorie "Animated Feature Film".

Gegenüber wort.lu sagte der Melusina-Produzent Stefan Roelants kurz nach der Entscheidung: "Wir freuen uns unbändig!! Unsere harte Arbeit wird allein schon durch diese Nominierung mehr als belohnt. Was herausragend ist, dass wir dieses Jahr wirklich eine Chance haben, einen Oscar gewinnen zu können." Im vergangenen Jahr wurde die Produktionsfirma Melusina mit "Ernest und Célestine" zwar auch in die Nominierungsliste aufgenommen, aber der Disney-Streifen "Frozen" war von Anfang an großer Favorit.

Konkurrenten in der Kategorie in diesem Jahr sind unter anderem der zweite Teil von "How to Train Your Dragon" und "The Boxtrolls".

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Der Film wird auf Lëtzbuergesch bei dem kommenden "Luxembourg City Film Festival" vorgestellt werden und ist aktuell noch in den Kinos unter seinem französischen Titel "Chant de la mer"  zu sehen.

Der Luxemburger Vorschlag für den besten nicht-englischsprachigen Film, Paul Cruchtens "Never Die Young", wurde nicht zurückbehalten. Bisher konnte nur die Produktion "Mr. Hublot" als bester animierter Kurzfilm einen Oscar erringen. Die beiden Verantwortlichen  Laurent Witz und Alexandre Espigares schrieben mit der Entgegennahme der goldenen Statue im vergangenen Jahr Luxemburger Filmgeschichte.

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Der Film „The Grand Budapest Hotel“ und die Komödie „Birdman“ gehen als Favoriten in die Oscar-Verleihung am 22. Februar. Beide Filme bekamen bei der Bekanntgabe in  Los Angeles jeweils neun Nominierungen für den wichtigsten Filmpreis der Welt. Dahinter folgt mit acht Nennungen „The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben“. „Boyhood“, Richard Linklaters hochgelobtes, über zwölf Jahre gedrehtes Porträt einer Jugend, kam auf sechs Nominierungen, ebenso wie Clint Eastwoods „American Sniper“.

Im Lieblingsfilm der Kritker bei den vergangenen Golden Globe-Preisen spielt Michael Keaton einen alternden Schauspieler, der Probleme mit dem wirklichen Leben bekommt. Der Film des mexikanischen Regisseurs Alejandro González Iñárritu hatte bei den Golden Globes sieben Nominierungen, gewann aber nur zwei Preise.

„Boyhood“ hatte drei Globes gewonnen und bekam nun sechs Oscar-Nominierungen, fast alle in den Hauptkategorien, unter anderem für den besten Film und die beste Regie.

Keine Überraschungen bei den Hauptdarstellern

Julianne Moore (54) und Reese Witherspoon (38) können in diesem Jahr den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewinnen. Moore ist mit ihrem Alzheimerdrama „Still Alice - Mein Leben ohne Gestern“, Witherspoon mit dem Selbstfindungsepos „Der große Trip - Wild“ im Rennen.

Benedict Cumberbatch und Eddie Redmayne haben Chancen auf den diesjährigen Oscar als beste Hauptdarsteller. Die beiden Darsteller gehören zu den fünf Nominierten in dieser Kategorie, Cumberbatch als Alan Turing in „The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben“, Redmayne als Stephen Hawking in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“.

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Robert Duvall und Ethan Hawke gehören zu den fünf Nominierten für den Oscar als beste Nebendarsteller. Duvall wurde für seine Rolle in „Der Richter - Recht oder Ehre“, Hawke im vielgelobten Film „Boyhood“ genannt.ichard Linklater und Wes Anderson haben Chancen auf den Regie-Oscar. Linklater wurde für sein vielgelobtes Kindheitsporträt „Boyhood“ genannt, Anderson für seine britisch-deutsche Groteske „The Grand Budapest Hotel“. Das gab die Oscar-Akademie am Donnerstag bekannt.

Keira Knightley und Meryl Streep haben Chancen auf den Oscar als beste Nebendarstellerin. Streep wurde für ihre Rolle als Hexe in „Into the Woods“ genannt, Knightley für „The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben“. Bei den Männern gehören Robert Duvall und Ethan Hawke zu den fünf Nominierten für den Oscar als beste Nebendarsteller.

Snowden-Doku nominiert

Der Film „Citizenfour“  über Edward Snowden, der US-Regisseurin Laura Poitras, geht ins Rennen um die Trophäe als beste Dokumentation.

Die Oscar-Trophäen werden am 22. Februar in Los Angeles zum 87. Mal vergeben. Als Moderator wird dann erstmals der US-Schauspieler Neil Patrick Harris auf der Bühne stehen. Im vergangenen Jahr gewann das Historiendrama „12 Years a Slave“ als bester Film. Bester Schauspieler wurde Matthew McConaughey („Dallas Buyers Club“), beste Schauspielerin Cate Blanchett („Blue Jasmine“).

Hier noch einmal die Übersicht über die Nomierungen in den wichtigsten Sparten:

Bester Film: - „American Sniper“ - „Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“ - „Boyhood“ - „The Grand Budapest Hotel“ - „The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben“ - „Selma“ - „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ - „Whiplash“

Beste Regie: - Wes Anderson („Grand Budapest Hotel“) - Alejandro G. Iñárritu („Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“) - Richard Linklater („Boyhood“) - Morten Tyldum („The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben“) - Bennett Miller („Foxcatcher“)

Bester Hauptdarsteller: - Steve Carell („Foxcatcher“) - Benedict Cumberbatch („The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben“) - Michael Keaton („Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“) - Eddie Redmayne („Die Entdeckung der Unendlichkeit“)  - Bradley Cooper („American Sniper“)

Beste Hauptdarstellerin: - Marion Cotillard („Zwei Tage, Eine Nacht“) - Felicity Jones („Die Entdeckung der Unendlichkeit“) - Julianne Moore („Still Alice - Mein Leben ohne Gestern“) - Rosamund Pike („Gone Girl - Das perfekte Opfer“) - Reese Witherspoon („Der große Trip - Wild“)

Bester Nebendarsteller: - Ethan Hawke („Boyhood“) - Edward Norton („Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“) - Mark Ruffalo („Foxcatcher“) - J.K. Simmons, („Whiplash“) - Robert Duvall („Der Richter“)

Beste Nebendarstellerin: - Patricia Arquette („Boyhood“) - Keira Knightley („The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben“) - Emma Stone („Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“) - Meryl Streep („Into the Woods“) - Laura Dern („Der große Trip - Wild“)


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