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Neue Schau voller entspannter Nackedeis
Kultur 9 4 Min. 03.04.2019
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Neue Schau voller entspannter Nackedeis

Lovis Corinths Werk „Bacchanale“ ist einer der Höhepunkte der Schau, das Gemälde zeigt die Betrunkenen torkelnd und enthemmt.

Neue Schau voller entspannter Nackedeis

Lovis Corinths Werk „Bacchanale“ ist einer der Höhepunkte der Schau, das Gemälde zeigt die Betrunkenen torkelnd und enthemmt.
Foto: Pierre Matgé
Kultur 9 4 Min. 03.04.2019
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Neue Schau voller entspannter Nackedeis

Sophia SCHÜLKE
Sophia SCHÜLKE
Weg mit dem klassischen Schönheitsideal vom idealisierten Menschen: Lovis Corinth und Max Slevogt gaben ihren Akten mehr Natürlichkeit, Paul Cézanne und Édouard Manet loteten neue Grenzen aus. Dem konnten sich, wie die neue Ausstellung "Plakeg!" in der Villa Vauban zeigt, auch Luxemburger Maler wie Jospeh Kutter, Corneille Lentz und Jean Schaack nicht entziehen.

Die Brust ist nackt wie der restliche Körper, wird am Kissen platt gedrückt und hängt ein bisschen. Ihre Trägerin ist weder eine entrückte Venus noch eine sündige Eva, sondern eine normale, aber ganz individuell charakterisierte Frau mit kurzen Beinen, etwas Doppelkinn und Bauchansatz, die ohne Grund und in einer alltäglichen Pose nackt ist. 

Was uns heute nicht sehr erwähnenswert scheint, war 1910, als der Saarländer Albert Weisgerber seine „Liegende (Miss Robinson)“ malte, etwas Besonderes.

Wie sich mit der Moderne der Akt in der Kunst wandelte, zeichnet die Villa Vauban nun in einer neuen Schau, in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesmuseum Hannover, dem Landesmuseum Mainz und der Albert-Weisgerber-Stiftung St ...

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