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Netflix: Was für ein Weltraumschrott!
Kultur 1 2 Min. 18.08.2019

Netflix: Was für ein Weltraumschrott!

Katee Sackhoff mimt die Kommandantin der "Salvare".

Netflix: Was für ein Weltraumschrott!

Katee Sackhoff mimt die Kommandantin der "Salvare".
Foto: Netflix
Kultur 1 2 Min. 18.08.2019

Netflix: Was für ein Weltraumschrott!

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Die Netflix-Serie „Another Life“ schickt Astronauten auf die Suche nach dem Ursprung eines Alien-Artefakts - und scheitert dabei grandios.

In der Zukunft stellt ein gigantischer, regenbogenschillernder Glitzerbrocken die Menschheit vor viele Fragen. Sein Ursprung liegt nämlich im Weltraum, Außerirdische haben das Artefakt auf die Erde geschickt – wozu und warum weiß aber niemand. Um herauszufinden ob Aliens Kontakt zu den Menschen aufnehmen oder sie lediglich ihren Weltraumschrott loswerden wollen, wird eine Raumschiffbesatzung in die Tiefen des Alls geschickt. 


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Sie soll zum Ursprung des mysteriösen Brockens fliegen und seine Besitzer kontaktieren. Doch ganz so einfach ist dies allerdings nicht, wie in der Netflix-Serie „Another Life“ schnell deutlich wird. Denn im Weltraum läuft immer etwas schief: Entweder kommt das Schiff vom Kurs ab, die Crew steckt sich mit einer Weltraumseuche an, meutert oder ein Alien-Insekt sorgt für einen Kurzschluss, der das Raumschiff beinahe explodieren lässt.

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Das Reisen im Weltraum, besonders als Besatzungsmitglied der „Salvare“, ist eben nichts für schwache Nerven. Für den Zuschauer ist die Reise allerdings weitaus weniger aufregend. Zwar reiht sich in jeder Folge eine Katastrophe an die nächste, die Serie verliert dadurch allerdings schnell an Spannung. Denn die Handlung wird eigentlich nur durch die Ereignisse vorangetrieben. 


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Die Figuren selbst spielen nur eine Nebenrolle, bleiben zum Großteil eindimensional und ersetzbar. Der Großteil der Besatzung besteht aus verwöhnten und sich selbst überschätzenden 20-Jährigen, die hoffnungslos mit jeder Stresssituation überfordert sind. Wirklich mitfiebern kann man mit ihnen nicht. 

Auf der Erde nichts Neues 

Auch die Hauptfigur, die Kommandantin Niko Breckinridge, kann das nicht wieder gut machen, was wohl auch an der doch etwas zu sehr dick aufgetragenen Spielart von Katee Sackhoff (Battlestar Galactica) liegt. Die Serie verweilt aber nicht nur in den Tiefen des Weltalls, sondern erzählt auch die Geschichte von Nikos Familie. Ihr Mann Erik Wallace (Justin Chatwin) ist Wissenschaftler und versucht auf der Erde gleichzeitig seine Tochter bei Laune zu halten und das Rätsel rund um den Glitzerbrocken aus dem Weltall zu lüften.


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Wirklich spannender wird die Geschichte dadurch allerdings nicht. Der Plot von „Another Life“ bleibt somit ziemlich schlicht. Bemerkenswert ist eigentlich nur, dass die Serienmacher die üblichen Rollenmodelle auf den Kopf gedreht haben: Die Mutter fliegt ins Weltall, während der Vater sich um Kind und Kegel kümmert. 


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Ansonsten kann man sich aber nicht wirklich etwas Neues von der Serie erwarten. Vielmehr besteht jede Folge aus einem Mischmasch aus verschiedenen Elementen, die bereits in anderen Sci-Fi-Klassiker verwendet wurden. Dies kann man durchaus als Hommage verstehen – gut gelungen ist sie in diesem Fall allerdings nicht. Alle zehn Folgen sind auf Netflix aufrufbar.


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