Nach Ausraster: "Affäre Lunghi" schon wieder beendet
(mth) - Der Skandal um Mudam-Direktor Enrico Lunghi scheint schon wieder vorbei zu sein, bevor er richtig begonnen hatte.
Laut einem Bericht von RTL am Mittwochnachmittag habe Lunghi sich bei der Journalistin Sophie Schram entschuldigt, diese habe im Gegenzug ihre Strafanzeige fallen gelassen.
Der Mudam-Direktor hatte am 13. September während eines Interviews die Fassung verloren. Lunghi hatte versucht, der RTL-Journalistin das Mikrofon aus der Hand zu reißen und ihr verbal damit gedroht, "nie mehr mit ihr zu reden".
Krankenschein mit Verzögerung und Armbinde
Ganze zehn Tage nach dem Vorfall hatte sich Schram dann ein ärztliches Attest ausstellen lassen, da sie angeblich bei dem Vorfall Prellungen davongetragen hatte - warum sie dies nicht sofort nach dem Vorfall tat, verriet sie nicht.
RTL hatte die Story dann am Montag öffentlich gemacht, untermalt von Bildern der Journalistin mit Verband am Arm und Ausschnitten des Vorfalls, der von einem Kameramann gefilmt, aber nie veröffentlicht worden war.
Premier- und Kulturminister Xavier Bettel hatte am Dienstag Lunghis Benehmen als "unannehmbar" bezeichnet und ein Disziplinarverfahren angekündigt. Ob es trotz Entschuldigung und fallen lassen der Klage trotzdem zu dem Verfahren kommen wird, ist derzeit unklar.
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