Nach Ableben von Chris Cornell

Todesursache steht fest

Die Anteilnahme nach dem Tod von Chris Cornell ist groß.
Die Anteilnahme nach dem Tod von Chris Cornell ist groß.
FOTO: AFP

(ham/tom/AFP) - Im Alter von 52 Jahren war in der Nacht zum Donnerstag in den USA der bekannte Rockmusiker Chris Cornell gestorben. Der Tod sei "unerwartet und plötzlich" gewesen, so ein Sprecher des Künstlers in einem ersten Statement an "The Associated Press".

Die Familie sei zutiefst betroffen, die Todesursache war zunächst noch ungeklärt. Am Donnerstagabend dann neue, tragische Erkenntnisse: Die Gerichtsmedizin des Bezirks Wayne County kam nach einer Obduktion zu dem Schluss, dass Cornell sich erhängt habe, so ein Gerichtssprecher.

Nach der Show im Fox Theater in Detroit war Cornell ins Hotel gefahren. Als letztes Lied hatten Soundgarden den Song "Slaves and Bulldozers" gespielt. Cornell hatte, so ist es auf Handyvideos von Fans zu sehen, dazwischen Textzeilen aus Led Zeppelins "In My Time of Dying" gesungen. Das mag aber Zufall sein, denn es war schon öfter vorgekommen. Cornell habe auch keine Anzeichen von Schwermut oder Selbstmordabsichten gezeigt, so die Nachrichtenagentur AFP. Am Freitag sollte Soundgarden in Columbus, Ohio, auftreten.

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"Black Hole Sun" und "Spoonman" gehören wohl zu den bekanntesten Songs von Soundgarden. Daneben war Cornell aber auch als Frontmann bei diversen Projekten aktiv, darunter Audioslave (mit Mitgliedern von Rage Against The Machine) und Temple of the Dog.

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Soundgarden arbeitete gerade an ihrem siebten Studioalbum, das noch dieses Jahr erscheinen sollte. Nur wenige Stunden vor seinem Ableben hatte Cornell noch via Twitter ein Foto des Konzertsaals in Detroit geteilt.

Cornell, der auch als Interpret des James-Bond-Titelsongs "You know my name" (Casino Royale) in Erscheinung trat, war mit seinen verschiedenen Projekten auch immer wieder ein gern gesehener Gast in Luxemburg. So war er u.a. im Juli 2007 als Solo-Künstler beim kurzlebigen Rockhal-Festival "Red Rock" zu sehen. Soundgarden mussten 2012 indessen ein Konzert in der Rockhal absagen, um Metallica beim "Werchter Boutique Festival" in Belgien zu unterstützen. Der Auftritt wurde aber im Juni 2014 nachgeholt.


Wer Suizidgedanken hat, sollte mit vertrauten Menschen darüber reden. Oft hilft bereits ein Gespräch, die Situation, zumindest für den Moment, zu verbessern.  Wer darüber hinausgehende Hilfsangebote in Anspruch nehmen will, oder sich um nahestehende Personen sorgt, kann sich an SOS Détresse unter 00352-454545 wenden.