Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Museumsnacht: Höher, schneller, weiter
Kultur 4 Min. 11.10.2019

Museumsnacht: Höher, schneller, weiter

Das Mudam bei Nacht

Museumsnacht: Höher, schneller, weiter

Das Mudam bei Nacht
Archivfoto: Lex Kleren
Kultur 4 Min. 11.10.2019

Museumsnacht: Höher, schneller, weiter

Daniel CONRAD
Daniel CONRAD
„Be Moved“ – das Thema innerlicher und äußerlicher Bewegung durchzieht in diesem Jahr die Museumsnacht der sieben hauptstädtischen Kulturhäuser.

"Les musées étant des plates-formes ouvertes à tous les mouvements: physique, émotionnel et intellectuel", so die Veranstalter.

Durchaus hat ja der breite Museumsstreifzug von der Villa Vauban im Zentrum bis zum Mudam in Kirchberg – das zeigt die Erfahrung aus den Vorjahren – schon mal etwas Sportliches. "Und? Wie viele Museen hast du schon durch? Schaffst du die Strecke zu Fuß? Geht es bei der Kälte und dem Regen?" 

Herausforderungen aller Art

Hartgesottene Kulturnächtler haben sich ein taffes Programm aufgesetzt, wollen neben den Ausstellungen die eigens anberaumten Konzerte und Performances nicht verpassen – oder stellen sich mit allen Kräften trotz des Rummels der Herausforderung, tiefer in ganz neue Gedankenspiele einzutauchen; eine Pause an den kulinarischen Verpflegungsstationen inklusive. 

Es gibt ja auch die ein oder andere Belohnung: die berühmte After-Party im Casino – Forum d'art comtemporain zum Beispiel, bei der sich die Heroen der Nacht ihrer Taten rühmen und feiern können. 

Aber damit ist es diesmal nicht genug: Sieben frühere und aktuelle Athleten bestreiten diesmal die „Coups de cœur“ – die ganz persönlichen Blicke in die Ausstellungen und Sammlungen der Museen. Profi-Sportler und Kultur? Was kann der doch im französischen Marseille für Tokio 2020 trainierende Schwimmer Raphaël Stacchiotti schon über sein Lieblingswerk im Mudam erklären? Täuschen sollten sich die Unkenrufer da mal nicht. Schon Juvenal wusste: „Mens sana in corpore sano.“ Vielleicht kommen ja sogar Aspekte zutage, die selbst Kunsthistoriker noch überraschen.

Ab 18.30 Uhr – eine halbe Stunde nach dem offiziellen Startschuss der Kulturnacht – startet der Reigen dieser sehr persönlichen Führungen mit Marie Muller, Liz May, Colette Flesch, Claude Wagener Marc Oberweis, Yannick Lieners und eben zuletzt Raphaël Stacchiotti. Sonstige Besonderheiten im Vergleich zu den Vorjahren jenseits der neuen Ausstellungen wie die Vogelschau im Naturgeschichtsmuseum oder die Eröffnung der Mudam-Expo rund um Anri Sala? Das Festungsmuseum Dräi Eechelen wird wieder zum besonders erleuchteten Kulturtempel: Der englische Künstler Bryan Tweedle und Studierende der Uni Maastricht schaffen um die Anlagen des Baus meterhohe Lichtinstallationen. Also: „Auf die Plätze! Feeeeertig! ...“. 

_______
Geöffnet sind die sieben Kulturhäuser am Samstag, dem 12. Oktober, für die Museumsnacht von 18 bis 1 Uhr nachts – die After Party im Casino ist bis offiziell 3 Uhr anberaumt. Der übliche Bustransfer zwischen den Museen ist wieder eingerichtet. 

Der Vorverkauf vergünstigter Tickets läuft in allen teilnehmenden Museen, beim Tourist Office der Hauptstadt und vielen weiteren Anlaufstellen bis Samstag, 12. Oktober, 14 Uhr. An der Abendkasse kosten die Tickets für Erwachsene über 26 Jahre 15 Euro, für Jugendliche bis 26 Jahre 7 Euro, Kulturpass-Tickets 1,50 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist der Eintritt frei. www.museumsmile.lu


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Rauschende Museumsnacht
Bereits zum 18. Mal fand am Samstag die Nuit des Musées statt. Sieben Museen hatten ihre Türen bis spät in die Nacht geöffnet. Viele Besucher kamen, sahen und staunten.
MUDAM exposition Peintures des annees 1980 et 1990, Mudam Collection, La nuit des musees 2018, Luxembourg City, Ville de Luxembourg, Kirchberg, 13.10.2018, Foto: Laurent Ludwig