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Menn Bodson ist tot
Kultur 2 25.06.2019

Menn Bodson ist tot

Menn Bodson (r.) mit seinem einstigen Freund und Arbeitskollegen Romain Goerend auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2001.

Menn Bodson ist tot

Menn Bodson (r.) mit seinem einstigen Freund und Arbeitskollegen Romain Goerend auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2001.
Foto: LW-Archiv/Teddy Jaans
Kultur 2 25.06.2019

Menn Bodson ist tot

Im Alter von 75 Jahren ist der Regisseur und einstige RTL-Mitarbeiter am Sonntag verstorben.

(TJ/sop) -Er hat die Luxemburger Fernsehwelt als Regisseur und Filmemacher geprägt und blieb doch stets diskret im Hintergrund: Menn Bodson ist am Sonntag im Alter von 75 Jahren für immer entschlafen.  Er hinterlässt seine Frau und drei Kinder.

Bodson startete seine Karriere 1977 bei RTL und gehörte bis 1996 zusammen mit Figuren wie Jean Octave und Pilo Fonck zu den Vätern des "Hei Elei". Anschließend wechselte er bis zu seiner Pensionierung zur „Unité de production audiovisuelle“ des Kulturzentrums Abtei Neumünster. Zusammen mit Romain Goerend, mit dem ihn eine tiefe Freundschaft verband, produzierte er dort hochwertige Dokumentationen. Bei Kinofilmen wie "De falschen Hond", "E Liewe lang" und "E Fall fir sëch" saß Bodson auf dem Regisseurstuhl. Auch "Di zwee vum Bierg" trägt die Handschrift von Menn Bodson, Marc Olinger und Gast Rollinger.

„Er war ein äußerst ehrgeiziger Fernsehregisseur und ein sehr guter Arbeitskollege und Freund“, erinnert sich Pilo Fonck und ergänzt, „er war neuen Themen immer sehr aufgeschlossen und interesierte sich bis zuletzt für Wissenschaft, Informatik und Religionswesen". Mit Jean Octave sei Bodson die treibende Kraft des Programmes „Hei elei, kuck elei” gewesen, so Fonck, der zudem davon berichtet, wie sich die ehemaligen Kollegen in einem größeren Kreis auch noch 20 Jahre später regelmäßig trafen und engen Kontakt hielten.

 

Sehen Sie hier ein Interview mit Menn Bodson und Jean Octave über die Anfangszeiten des sonntäglichen "Hei Elei":

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Bodson hatte neben seinen vielfältigen beruflichen Engagements auch ein Herz für notleidende Mitmenschen. Als Vizepräsident der Fondation Follereau Luxembourg setzte er sich mit Leib und Seele zur Bekämpfung der Lepra-Seuche und ihrer Leiden ein, für Chrëschte mam Sahel bereiste er Burkina Faso, wo er mit Christophe Olinger eine 40-minütige Dokumentation über die schwierigen Lebensumstände der dort lebenden Menschen realisierte.

Seiner Familie entbietet das Luxemburger Wort ein tief empfundenes Beileid.

Sehen Sie hier den Film "Au pays des hommes intégrés" aus Burkina Faso:

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