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Massenware und maßgeschneiderte Acts
Kultur 23 13.07.2015 Aus unserem online-Archiv
Rock um Knuedler 2015

Massenware und maßgeschneiderte Acts

Rock um Knuedler 2015

Massenware und maßgeschneiderte Acts

Kultur 23 13.07.2015 Aus unserem online-Archiv
Rock um Knuedler 2015

Massenware und maßgeschneiderte Acts

Anastacia als Hauptact, "Mutiny on the Bounty" als Luxemburger Band - wenn auch nicht jeder Musikfan auf seine Kosten kam, so schlug "Rock um Knuedler" wieder einmal die Brücke zwischen Musik für die Masse und maßgeschneiderten Acts.

von Jeff Schinker

Das diesjährige „Rock um Knuedler“ versuchte erneut, das Gleichgewicht zwischen massentauglichen Popgruppen und anspruchsvollerer Musik zu erreichen, was aber nur bedingt gelang. Am Ende waren es einige lokale Bands, die das Festival animierten.

Mit Anastacia als Hauptact war das Festival "Rock um Knuedler" für Kritiker ein gefundenes Fressen: Auch in diesem Jahr sei es seinem Ruf treu geblieben, ein wenig zeitgemäßes Festival zu sein, hieß es. Es kam auch die Frage auf, wie denn eine "Pop"-Sängerin mit dem Anspruch eines "Rock"-Festivals vereinbar sei.

Anastacia erwies sich dann doch als Publikumsmagnet, enttäuschte aber durch einen recht belanglosen Auftritt. Mit Guns N' Roses- und Foo-Fighters-Zitaten versuchte sie offenbar, einen Mangel an überzeugenden Eigenkompositionen zu verstecken.

Ansatacia war nicht zum ersten Mal in Luxemburg. Sie betonte im Interview, dass es für sie wie "ein Besuch bei Freunden sei":

Anastacia machte auf der Bühne ein Selfie-Video und postete es auf Facebook:

#Selfievideo from beautiful Luxembourg! You rocked the HOUSE tonight guys. Such an amazing, welcoming, special crowd. Thanks for letting me SPROCK with ya'll! Until next time! ❤️ A x #live #sprock #rock #showtime #selfie #video #selfievideo #resurrectiontour2015 #video #crowd #fanily #concert #singer #lifeontour #lifeontheroad #funny #loveyouguys

Posted by Anastacia on Sunday, July 12, 2015

Toller Auftritt von "Mutiny on the Bounty"

Wenn „Rock um Knuedler“ weiterhin interessant ist, dann aufgrund des Barometers, das dieses Festival hinsichtlich der Luxemburger Musikszene darstellt.

Hier finden sich zunächst einige organisatorische Absurditäten. Es bleibt zum Beispiel unverständlich, wieso die wahrscheinlich grandioseste Band dieses Landes auf der kleinsten Bühne auftreten musste.

Der Auftritt von „Mutiny on the Bounty“ war nichtdestotrotz überragend und zeigte, dass diese Band ihre internationale Anerkennung verdient hat. Ihr durchgehend instrumentales Set, das die Songs des neuen Albums absolut hervorragend widerspiegelt, beeindruckte ohne Abstriche.

Von diesem Highlight abgesehen konnte man auf der „Holy Ghost Stage“ den recht dürftigen Auftritt von „Communicaution“, den energischen aber doch etwas klischeelastigen Rock der „Barcodes“ sowie  auch den präzise gespielten, aber etwas unspektakulären Auftritt von „Porn Queen“ sehen.

Auf der Hauptbühne bereiteten andere lokale Bands den Auftritt des Popstars Anastacia vor: So folgten auf den zu früh programmierten Auftritt von „My Own Ghost“ die Jungs von „Tuys“, deren jugendlicher Energie es noch etwas an guten Kompositionen fehlt. „Seed to Tree“ und „Irina“ sorgten anschließend für melancholischere Auftritte.


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