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Von einem anderen Stern
Kultur 2 Min. 20.11.2014 Aus unserem online-Archiv
Mando Diao im Interview

Von einem anderen Stern

Björn Dixgård (l.) und  Gustaf Norén (r.) haben ihrem Sound einen neuen Dreh verpasst.
Mando Diao im Interview

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Björn Dixgård (l.) und Gustaf Norén (r.) haben ihrem Sound einen neuen Dreh verpasst.
Foto: Diktator AB
Kultur 2 Min. 20.11.2014 Aus unserem online-Archiv
Mando Diao im Interview

Von einem anderen Stern

Elektronik statt Rock, Extravaganz statt Jeans: Die schwedische Band Mando Diao hat sich verändert und ist am 28. November in der Escher Rockhal zu Gast. Im Vorfeld stand Bandmitglied Björn Dixgård wort.lu Rede und Antwort.

Interview: Michael Juchmes

Elektronik statt Rock, Extravaganz statt Jeans: Die schwedische Band Mando Diao hat sich verändert – musikalisch und optisch. Davon können sich die Fans aus Luxemburg beim Konzert am 28. November in der Rockhal in Esch/Belval überzeugen. Im Vorfeld stand Bandmitglied Björn Dixgård der Redaktion Rede und Antwort.

Die Festivaltour ist vorbei. Wie haben Ihre Fans auf die Songs des Albums „Ælita“ reagiert?

Die Unterschiede zu den vorherigen Songs werden teilweise überbewertet, obwohl sich das Album im Grunde nicht sehr von früherem Material unterscheidet. Wir sehen jetzt anders aus und daher denken viele, dass wir jetzt auch anders sind. Die Reaktionen waren aber grundsätzlich positiv, vor allem im Hinblick auf die Single „Black Saturday“.

Warum schaffen es einige Fans nicht, sich an den neuen Sound zu gewöhnen?

Es ist nicht unsere Aufgabe, ihnen zu sagen, dass sie unsere Songs mögen sollen. Die Fans haben ihren eigenen Kopf.

Ælita – das ist der Name eines russischen Synthesizers, der Sie in vielerlei Form zum aktuellen Album inspiriert hat. Was wäre gewesen, wenn dieser unentdeckt geblieben wäre?

Der Synthesizer ist nur ein Teil des Produktionsprozesses, er ist auf der Platte nicht dominant. Die Aufnahmen liefen wie üblich ab: Drum, Bass und jede Menge Gitarre, abgemischt nicht nur mit Ælita, sondern auch mit modernen Synthesizern und Software. Ælita brachte uns dazu, anders über Musik zu denken, denn der Synthesizer macht nicht unbedingt das, was man ihm sagt. Er kreiert von sich aus einen außergewöhnlichen Sound, beinahe eine eigenständige Philosophie.

Bald geht es wieder auf Tour. Nach so vielen Jahren Bühnenerfahrung: Ist Lampenfieber noch ein Thema?

Ich habe keine Angst, bin aber immer sehr nervös. Es ist unser Job, auf der Bühne etwas abzuliefern. Man versucht daher, sein Bestes zu geben. Nach dem ersten Song gewöhne ich mich allmählich an die Situation.

Ihre Fans mögen nicht nur die Musik, sondern auch die Outfits, die Sie und Gustaf tragen. Es heißt, Sie sind selbst für diese verantwortlich.

Wir arbeiten mit meinem Cousin, einem Stylisten. Im Grunde ist es aber unsere eigene Vision von „Ælita“. Wir wollen aussehen wie von einem anderen Planeten, gleichzeitig fühlen wir uns auch wie Neo-Hippies. Künstler wie James Brown und Michael Jackson haben ihr Anderssein bewusst gezeigt und sich wie Schauspieler verhalten. Und für mich ist das Auftreten eine Art Schauspiel. Man fühlt sich auch anders, wenn man sich anders kleidet. Bereits früher hatten wir diese Ideen, sind dann aber schlussendlich doch wieder bei Jeans und T-Shirt gelandet.

Die Band Mando Diao gastiert am 28. November in der Rockhal Box. Die Show beginnt um 20.30 Uhr, Tickets: 35 Euro. Mehr Infos gibt es hier.

Neuer Look: Die Fans mussten sich erst an die neue optische Linie der Band gewöhnen.
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