LuxFilmFest vom 22. Februar bis 4. März: Vicky Krieps als Aushängeschild
Vicky Krieps in einem Interview beim Filmdreh von "Gutland". rty

LuxFilmFest vom 22. Februar bis 4. März: Vicky Krieps als Aushängeschild

FOTO: GERRY HUBERTY
Vicky Krieps in einem Interview beim Filmdreh von "Gutland". rty
Kultur 3 Min.01.02.2018

LuxFilmFest vom 22. Februar bis 4. März: Vicky Krieps als Aushängeschild

Marc Thill
Marc Thill

Viel Vicky Krieps beim LuxFilmFest: "Phantom Thread" als Vorpremiere heute abend - das Festival beginnt aber offiziell erst am 22. Februar - und der Film "Gutland", ebenfalls mit Vicky Krieps, läuft im offiziellen Wettbewerb.

(mt) - Vom 22. Februar bis 4. März steht Luxemburg erneut unter dem Zeichen des Films: Und die bereits 8. Auflage des Luxembourg City Film Festivals kann mit unter anderem dem kanadisch-armenischen  Filmemacher Atom Egoyan und der portugiesischen Schauspielerin Leonor Silveira einige renommierte Gäste begrüßen. Am Donnerstag Vormittag wurde das offizielle Programm vorgestellt.

Ein paar Brocken Luxemburgisch im Film "Phantom Thread"

Eins vorweg: Man könnte dieses Filmfest auch als ein Jubelfestival für die Luxemburger Schauspielerin Vicky Krieps bezeichnen. Als Vorpremiere zum Filmfestival wird an diesem Donnerstag um 19 Uhr im Kinepolis der Film "Phantom Thread" mit Vicky Krieps in der weiblichen Hauptrolle gezeigt.  Diese Hollywood-Produktion mit dem Schauspieler Daniel Day-Lewis darf sich sich über sechs Oscar-Nominierungen freuen.  Auch im Film "Gutland", der im offiziellen Wettbewerb läuft, ist Vicky Krieps mit dabei (siehe unten).

Vicky Krieps sagte in einem kurzem Statement, dass sie ein paar Brocken Luxemburgisch in den Film "Phantom Thread" hätte einschmuggeln können. Es sei an den Zuschauern diese  zu entdecken.

Auf die Kinofans warten vom 22. Februar bis zum 4. Mai erneut elf hochkarätige Veranstaltungstage,  einschließlich zwei kompletter Wochenenden. Austragungsorte sind die Kinosäle der Hauptstadt, das Ausstellungs- und Begegnungszentrum Cercle Cité, das Hauptquartier ist diesmal im Casino Luxembourg - Forum d'art contemporain eingerichtet - eine Premiere nach zwei  Jahren im Festzelt auf der Place de la Constitution. 

Sehr internationale Jury

Die Jury 2018 setzt sich zusammen aus den beiden kanadischen Filmregisseuren Atom Egoyan und Bruce McDonald, der französischen Szenenbildnerin Anne Seibel, der portugieisischen Schauspielerin Leonor Silveira, die in vielen Filmen von Manoel de Oliveira gespielt hat, und dem belgischen Fimproduzenten Stéphan Roelants, der zuletzt den für die Oscar-Filmpreise 2018 nominierten Animationsfilm "The Breadwinner" der Luxemburger Produktionsgesellschaft Mélusine Productions koproduziert hat. 

Präsidiert wird die Jury von Atom Egoyan, einer der bekanntesten und renommiertesten Regisseure Kanadas. Er wurde 1998 für "Das süße Jenseits" mit zwei Oscar- Nominierungen für Regie und Drehbuch gewürdigt. 1988 wurde er bei den Filmfestspielen für "Traumrollen" in Berlin prämiert. Zwei Jahre später gelang ihm  der internationale Durchbruch mit dem Film Der Schätzer (1991). Er konnte 1994 und 1997 vier Auszeichnungen beim Cannes Film Festival gewinnen.

Film "Gutland" im Wettbewerb

Der Film "Gutland" des Luxemburger Regisseurs und Drehbuchautors Govinda Van Maele  wird im offiziellen Programm des Festivals laufen. Die Produktion der Differdinger „Les Films Fauves“ – ein Unternehmen von Van Maele, Gilles Chanial und Jean-Louis Schuller - war bereits für den Max-Ophüls-Preis nominiert worden. 

Der Film erzählt von dem jungen Deutschen Jens (Frederick Lau), der nach einem Raubüberfall über die Grenze in ein luxemburgisches Dorf flieht. Dort lebt er sich zunächst gut ein, verliebt sich sogar, bis er auf ein dunkles Geheimnis stößt. Die weibliche Hauptrolle spielt die Luxemburgerin Vicky Krieps.

Seine Welturaufführung hat der Film Gutland übrigens beim Toronto International Film Festival.

Zwei Folgen der Serie Bad Banks

Zwei Folgen der Serie "Bad Banks" mit Désirée Nosbusch und Marc Limpach  werden derweil außerhalb des Wettbewerbs vorgeführt. Die Serie, die im März auf arte und im ZDF zu sehen sein wird und eine Koproduktion der Luxemburger Iris Production mit  ZDF und arte ist, zeigt Innenansichten einer skrupellosen, profitorientierten Finanzwelt. Gier, Egoismus, Erfolgsdruck und Machismo bestimmen den Arbeitsalltag einer jungen Frau zwischen Frankfurt und Luxemburg. 

Übrigens wird "Bad Banks" auch bei der Berlinale in der Sparte „Berlinale Series“ neben sechs anderen Serien-Highlights gezeigt.





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