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LuxFilmFest: Große Namen und solides Autorenkino
Kultur 4 1 3 Min. 11.02.2020

LuxFilmFest: Große Namen und solides Autorenkino

Politprominenz bei der Präsentationspressekonferenz des Filmfestivals, das am kommenden 5. März beginnen wird.

LuxFilmFest: Große Namen und solides Autorenkino

Politprominenz bei der Präsentationspressekonferenz des Filmfestivals, das am kommenden 5. März beginnen wird.
Foto: Guy Jallay
Kultur 4 1 3 Min. 11.02.2020

LuxFilmFest: Große Namen und solides Autorenkino

Marc THILL
Marc THILL
Luxemburg steht vom 5. bis zum 15. März wieder ganz im Zeichen des Films. An zehn Tagen werden um die hundert Filme gezeigt – Fiktionen, Dokumentarstreifen und Animationsfilme. Drei Wochen vor Festivalbeginn ist das Programm so gut wie in trockenen Tüchern.

Mit dem Film „Promising Young Woman“ der amerikanischen Schauspielerin und Filmregisseurin Emerald Fennell, der seine Weltpremiere soeben erst beim Sundance Film Festival hatte, wird das Luxemburger Filmfestival am 5. März seine Jubiläumsausgabe eröffnen. Zum zehnten Mal wird der rote Teppich ausgerollt, und aus diesem Anlass gönnt sich das Festival zum einen einige große Namen, zum anderen wie gewohnt solides Autorenkino.

Der offizielle Trailer zum Festival 2020:

Stolz ist die Festivalleitung darauf, dass der griechisch-französische Filmemacher Costa-Gavras am 14. März in die Cinémathèque kommen wird. Am Vortag des Treffens mit dem Festivalpublikum wird er seinen letzten Film „Adults in the Room“ im Utopia zeigen. Dieser Film schildert die griechische Staatsschuldenkrise und die fragwürdige Rettung des Landes durch die Partner der Eurozone basierend auf dem gleichnamigen Buch von Yanis Varoufakis.

Marjane Satrapi als Juryvorsitzende

Für die Jury hat das Festival die iranisch-französische Filmemacherin und Comiczeichnerin Marjane Satrapi gewinnen können. Sie wird den Vorsitz der Festivaljury im Hauptwettbewerb einnehmen. Ihr Animationsfilm „Persepolis“ hat 2007 den Jurypreis bei den Filmfestspielen in Cannes gewonnen; beim Festival zeigt sie in einer Luxemburg-Vorpremiere ihren Biopic „Radioactive“ über die polnisch-französische Physikerin Marie Curie, der 2019 erschienen ist. Dieser Film läuft außerhalb des Wettbewerbes.

In der Jury werden zudem der amerikanische Filmregisseur Mike Newell (unter anderem “Harry Potter and the Goblet of Fire” und “Four Weddings and a Funeral”) sowie der Schauspieler Luc Schiltz sein – weitere Namen will die Festivalleitung erst später bekannt geben.

Stark repräsentiert ist diesmal der Animationsfilm. Der Film „Le Voyage du Prince“, von Jean-François Laguionie, eine Koproduktion von Mélusine Productions, wird dabei als Luxemburg-Premiere gezeigt. Zudem findet eine Retrospektive auf das Werk des französischen Filmemachers statt; er und seine Partnerin, die Drehbuchautorin Anik Le Ray, werden zudem Aufschluss über ihre cineastische Arbeit in zwei  Masterclassen geben. Ebenfalls wird der irische Zeichentrickfilmer Tomm Moore („Song of The Sea“, „The Secret of Kells“) für eine Masterclass nach Luxemburg kommen und über seinen neuesten Film „Wolfwalkers“, eine Koproduktion von Mélusine Productions, diskutieren.

Offizieller Wettbwerb: Zehn Filme

Im offiziellen Wettbewerb laufen Filme aus allen Herren Länder:

  • „Atlantis“ des Ukrainers Valentyn Vasyanovych
  • „About Endlessness“ des Schweden Roy Andersson
  • „Babyteeth“ der Australierin Shannon Murphy
  • „Bait“ des Briten Mark Jenkin
  • „Effacer l’Historique“ der beiden französischen Comedy-Künstler Benoît Delépine und Gustave Kervern
  • „Ema“ des Chilenen Pablo Larrán
  • „Mosquito“ des Portugiesen João Nuno Pinto
  • „Moving On“ der Koreanerin Yoon Dan-Bi
  • „Song Without a Name“ des Peruaners Melina León
  • „Valley of Souls“ des Kolumbianers Nicolás Rincón Gille.

Außerdem konkurrieren sechs Dokumentarfilme in einer eigenen Kategorie, darunter die einzige Luxemburger Koproduktion im Wettbewerb, der von Samsa koproduzierte Film „Collective" von Alexander Nanau, der in vielen Festivals bereits ausgezeichnet wurde.

Zwölf Werke mit Luxembourg-Touch

Die Sparte „Made in/with Luxembourg“ umfasst diesmal zwölf Filme, die von Luxemburger Filmgesellschaften produziert und korpoduziert wurden:

  • „Between Heaven and Earth“ von Majwa Najjar (Paul Thiltges Distributuion)
  • „Dreamland“ von Bruce McDonald (Calach Films)
  • „Eng Äerd“, Dokumentarfilm von Tom Alesch (CNA und CNL)
  • „I Will Cross Tomorrow“ von Sepideh Farsi (Tarantula Films)
  • „Jumbo“ von Zoé Wittock (Les Films Fauves)
  • „Norie“ von Yuki Kawamura (Les Films Fauves)
  • „Red Fields“ von Keren Yédaya (Amour Fou)
  • „River Tales“, Dokumentarfilm von Julie Schroell (Calach Films)
  • „The Scarecrows“ von Nouri Bouzid (Samsa Film)
  • „Skin Walker“ von Christian Neuman (Calach Films)
  • „Tune Into The Future" von Eric Schockmel (Samsa Film)
  • "The Swallows of Kaboul“ von Zabou Breitman und Éléa Gobbé-Mévellec (Mélusine Productions).

Zudem werden etliche Filme als „Carte Blanche“ der einzelnen Sponsoren gezeigt. Es finden ferner auch zwei Kurzfilmabende und drei Ausstellungen statt, und der Luxembourg Film Fund zeigt Produktionen in virtueller Realität, zwar diesmal nicht im Casino Forum d’Art Contemporain sondern in Neimënster. Das Headquarter des Festivals bleibt dafür aber im Casino. Dort finden Konferenzen und Treffen statt, dort wird man auch Tickets (7 Euro) und Festivalpässe (35 Euro) kaufen können.

Zur “Awards Night” am 14. März wird der sehr engagierte iranische und von der Luxemburger Filmgesellschaft Amour Fou koporduzierte Film „Yalda, a Night for Forgiveness“ von Massoud Bakhshi über die Theamtik Todesstrafe im Iran gezeigt. Der Abschlussfilm des Festivals am 15. März ist „True History of the Kelly Gang“ des australischen Filmregisseurs Justin Kurzel.


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