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Luxemburgs Start auf der Biennale 2017: Cookies und Blumen zum Empfang
Kultur 20 11.05.2017 Aus unserem online-Archiv

Luxemburgs Start auf der Biennale 2017: Cookies und Blumen zum Empfang

"Thank you so much": In seinem Kostüm bedankt sich Mike Bourscheid für die Blumen, die ihm die Eröffnungsbesucher in die Künstlerwohnstube bringen  - und diese unter anderem in der Vase auf dem Kopf platzieren.

Luxemburgs Start auf der Biennale 2017: Cookies und Blumen zum Empfang

"Thank you so much": In seinem Kostüm bedankt sich Mike Bourscheid für die Blumen, die ihm die Eröffnungsbesucher in die Künstlerwohnstube bringen - und diese unter anderem in der Vase auf dem Kopf platzieren.
Foto: Daniel Conrad
Kultur 20 11.05.2017 Aus unserem online-Archiv

Luxemburgs Start auf der Biennale 2017: Cookies und Blumen zum Empfang

Daniel CONRAD
Daniel CONRAD
Nein, diesmal keine Erdnüsse à la Robert Garcia. Mike Bourscheid versüßt sein Opening des Luxemburger Pavillons mit Kunst-Gebäck. Dabei spielen Blumen eine entscheidende Rolle. Und kulturpolitisch verkündet Kulturstaatssekretär Guy Arendt den Wechsel des Pavillon ins Arsenale.

Von Daniel Conrad (Venedig)

Es ist geschafft: Mit der ersten öffentlichen Performance im Palazzo Ca'del Duca ist der Luxemburger Pavillon der Biennale 2017 in Venedig eröffnet. Am Canal Grande hat sich eine große Zahl von Kunstfreunde und Vertretern aus der Kunstszene des Großherzotums eingefunden, um die Eröffnung mitzufeiern.

Diskussionsstoff: Die Eröffnung des Pavillons zog zahlreiche Kulturfreunde  und Szenekenner an.
Diskussionsstoff: Die Eröffnung des Pavillons zog zahlreiche Kulturfreunde und Szenekenner an.
Foto: Daniel Conrad

Offensichtlich wird es die letzte Feier Luxemburgs am aktuellen Standort. Wie Kulturminister Guy Arendt nochmals und nun in aller Öffentlichkeit betonte, sind die Zeiten am Canal Grande vorbei. Der Pavillon des Großherzogtums soll in das Arsenale, einer der zentralen Biennale-Standorte in der Lagunenstadt, wechseln. Die Finanzierung sei machbar, er führe noch letzte Gespräche in Rahmen seines Biennale-Besuchs.

Dankesworte: Kulturstaatssekretär Guy Arendt (v.r.n.l.), Künstler Mike Bourscheid, Kurator Kevin Muhlen und der Casino-Kunstforum-Verwaltungschefin Nancy Braun.
Dankesworte: Kulturstaatssekretär Guy Arendt (v.r.n.l.), Künstler Mike Bourscheid, Kurator Kevin Muhlen und der Casino-Kunstforum-Verwaltungschefin Nancy Braun.
Foto: Daniel Conrad

Doch vordringlich war die Präsentation der Arbeiten von Mike Bourscheid. Der Andrang zur Einweihung war groß -  offenbar zahlte sich das aus, was Kevin Muhlen, Kurator des Pavillons und Direktor des  Casino - Forum d'art contemporain,  im Gespräch mit dem Luxemburger Wort als Ergebnis der langen Vorarbeit gewertet sehen wollte. "Wir haben Mike in den unterschiedlichsten Medien vorgestellt -  und das Echo aus der Kunstwelt war schon vor der Eröffnung groß", sagte er. Bourscheid habe sich zu einem "Geheimtipp" der Biennale entwickelt.

Staunend vor dem Werk: Viele Besucher ließen die Performance erst einmal auf sich wirken.
Staunend vor dem Werk: Viele Besucher ließen die Performance erst einmal auf sich wirken.
Foto: Daniel Conrad

Und die, die kamen, wurden überrascht von Bourscheids Abrechnung mit der Gemütlichkeit: Cookies und Blumen  -  in seiner Bildsprache zwischen den Geschlechtern geformte hölzerne Cookie-Formen als Wandbehang und das aus ihr erarbeitete Endergebnis zum Verkosten. Zentral  die Arbeit "Thank you so much for the flowers". Fast über eine Stunde saß Bourscheid in einer seiner besonderen Kostümhüllen vor den Besuchern und dankte für die überreichten Blumen.

Ein Stück Gebäck gefällig -  häusliche Gemütlichkeit formt Mike Bourscheid in ein neues Gewand.
Ein Stück Gebäck gefällig - häusliche Gemütlichkeit formt Mike Bourscheid in ein neues Gewand.
Foto: Daniel Conrad

Der Pavillon spielt intensiv die Themen Bourscheids nach vorne. In seinem Kosmos aus surrealen Einzelwelten in den fünf Räumen mischt er Mode-Elemente mit der Genderdebatte, Selbsterfahrung und Konnotationen. Hier eine Bildergalerie aus dem Pavillon:



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