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Luxemburgfieber bei der Berlinale
Gruppenbild bei der Zeremonie: (v.l.n.r.) Jean Pütz, Tom Hillenbrand, Erbgroßherzogin Stéphanie, Erbgroßherzog Guillaume, Premierminister Xavier Bettel, Ranga Yogeshwar und Luxemburgs Botschafter in Berlin, Jean Graff.

Luxemburgfieber bei der Berlinale

Foto: Daniel Conrad
Gruppenbild bei der Zeremonie: (v.l.n.r.) Jean Pütz, Tom Hillenbrand, Erbgroßherzogin Stéphanie, Erbgroßherzog Guillaume, Premierminister Xavier Bettel, Ranga Yogeshwar und Luxemburgs Botschafter in Berlin, Jean Graff.
Kultur 16 2 Min. 19.02.2018

Luxemburgfieber bei der Berlinale

Daniel CONRAD
Daniel CONRAD
Eine Ehrung für drei Persönlichkeiten, die Premier Bettel als "Vermittler" für Luxemburg bezeichnete, ging dem Berlinale-Empfang in der Luxemburger Botschaft voraus. Im Laufe des Tages hatte der Regierungschef sich mit Kanzlerin Merkel und Bundestagspräsident Schäuble getroffen.

Bereits vor dem großen Abendempfang im Rahmen der Berlinale in der Luxemburger Botschaft in Berlin wurden in einer kleinen Zeremonie die beiden Wissenschaftsjournalisten Jean Pütz und Ranga Yogeshwar sowie der Autor Tom Hillenbrand, Schöpfer der  Figur des Luxemburger Kochs und Detektivs Xavier Kieffer mit Ehrenorden des Großherzogtums in Anwesenheit des erbgroßherzoglichen Paares ausgezeichnet. 


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Premierminister Bettel hob bei seiner Rede insbesondere die Vermittlerrolle der drei hervor. Ob mit ihren Fernsehsendungen für den WDR, ihrem pädagogischen Engagement oder mit den Krimis, in denen sich die Lebensart der Luxemburger widerspiegelt, hätten Pütz Yogeshwar und Hillenbrand Herausragendes für das Großherzogtum geleistet.

Wie der Iris Productions-Chef Nicolas Steil schon vor dem Empfang gegenüber dem "Luxemburger Wort" mitteilte, sind gleich mehrere Projekte mit Hillenbrand geplant. Die Verfilmungsrechte für den Kieffer-Krimi "Teufelsfrucht" lägen jetzt bei Iris  -  und wie wir bereits meldeten, soll der deutsche Starschauspieler Moritz Bleibtreu die Rolle als Luxemburger Koch mit Detektivambitionen übernehmen. Zudem soll aus Hillenbrands Roman "Drohnenland" eine Fernsehserie entstehen.

Zum zehnten Mal

Der Empfang  in der Luxemburgischen Botschaft gehöre inzwischen als fester Bestandteil zur Berlinale dazu, so Botschafter Jean Graff beim anschließenden Stelldichein der Luxemburger Filmschaffenden in seinem Amtssitz. Zum zehnten Abend dieser Art waren 500 Gäste von der Botschaft und dem Luxemburger Filmfund eingeladen worden. Zur Jubiläumsausgabe gab es hohen Besuch. Nicht nur das erbgroßherzogliche Paar und Premierminister Xavier Bettel, sondern auch der Regierende Bürgermeister Berlins, Michael Müller mischten sich unter die Feiernden. Feierlaune war auch angesagt, denn, so Daleiden, „soviel Luxemburg bei der Berlinale wie in der Ausgabe 2018 gab es noch nie.“

Arbeitsbesuche am Nachmittag

In dem gut einstündigen Gespräch mit der Bundeskanzlerin im Vorfeld des informellen EU-Gipfels am 23. Februar 2018 in Brüssel hatte der luxemburgische Premierminietsr am Nachmittag vor allem um  die Zukunft der Europäischen Union und die nächsten Schritte der Brexit-Verhandlungen sowie die Folgen des Brexit für die EU diskutiert.

Bettel und Merkel bei der abschließenden Pressekonferenz.
Bettel und Merkel bei der abschließenden Pressekonferenz.
AFP

So haben sich Xavier Bettel und Angela Merkel über den mehrjährigen EU-Finanzrahmen, aber auch über institutionelle Fragen wie die transnationalen Wahllisten oder die Debatte um die Spitzenkandidaten bei den Europawahlen ausgetauscht. Premier Bettel sprach sich für die Nominierung eines  Spitzenkandidaten und für transnationale Listen aus.  

Auch beim Treffen mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble ging es um die Herausforderungen, mit denen die Union konfrontiert ist. 


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