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Luxemburger Cyrus Neshvad im Oscar-Rennen
Kultur 3 4 Min. 24.01.2023
Oscar-Nominierungen 2023

Luxemburger Cyrus Neshvad im Oscar-Rennen

Cyrus Neshvad, hier im Jahr 2019, konnte immer wieder mit Kurzfilmen auf sich aufmerksam machen.
Oscar-Nominierungen 2023

Luxemburger Cyrus Neshvad im Oscar-Rennen

Cyrus Neshvad, hier im Jahr 2019, konnte immer wieder mit Kurzfilmen auf sich aufmerksam machen.
Foto: Sibila Lind
Kultur 3 4 Min. 24.01.2023
Oscar-Nominierungen 2023

Luxemburger Cyrus Neshvad im Oscar-Rennen

Daniel CONRAD
Daniel CONRAD
Mit seinem Film „La Valise Rouge“ hat es Cyrus Neshvad in die letzte Runde der diesjährigen Oscars geschafft. „Corsage“ mit Vicky Krieps gelang der Sprung nicht.

Neshvads Film ist nur 18 Minuten lang, aber hat offenbar die Academy-Mitglieder in der Kategorie „Live Action Short“ stark überzeugt. Der Film wurde ausschließlich in Luxemburg gedreht, hat seine schriftstellerischen Impulse aus den persischen Wurzeln des Regisseurs, der im Alter von fünf Jahren mit seinen Eltern aus dem Iran nach Luxemburg geflohen ist.


Luxemburger Kurzfilm für den Oscar vornominiert
Der iranisch-luxemburgische Cineast Cyrus Neshvad hat "La valise rouge" über das Leben einer verschleierte iranischen Teenagerin gedreht.

Der Film, für den er zusammen mit Guillaume Levil das Drehbuch geschrieben hat, spielt am Luxemburger Flughafen: „Spät am Abend. Ein verschleiertes 16-jähriges iranisches Mädchen hat sichtlich Angst, ihren roten Koffer über das automatische Laufband zu tragen. Sie schiebt den Moment, durch den Ausgang zu gehen, immer weiter hinaus und scheint immer mehr Angst zu haben.“ 

Der Film mit den Darstellern Nawelle Evad, Sarkaw Gorany, Céline Camara, Anne Klein, Jérôme Burelbach, Denis Jousselin und Oscar Garcia Martin wurde vom Film Fund mit 120.000 Euro an Produktionshilfen unterstützt.

Foto: Filmfund

Immer wieder konnte Neshvad in den letzten Jahren mit Kurzfilmen auf sich aufmerksam machen – zuletzt mit seiner Arbeit „Portraitiste“.

Für sein erstes Langspielfilmprojekt „Le Refuge“ hat Neshvad bereits Zusagen für Unterstützungen des Luxemburger Film Fund bekommen. Auch dort ist Guillaume Levil als Drehbuchautor beteiligt. Nach Auskunft des Film Funds sollen die Dreharbeiten und die Produktionsarbeit seiner Gesellschaft Cynefilms dazu bald beginnen. 

Mit der Nominierung darf Neshvad auch bei der großen Oscarzeremonie am 12. März in Hollywood dabei sein und kann live darauf hoffen, sich gegen die vier Konkurrenzprojekte durchzusetzen.

Die Luxemburgerinnen und Luxemburger werden Gelegenheit haben, den Streifen zu sehen: Der Kurzfilm wird beim nächsten Luxembourg City Film Festival im März 2023 gezeigt.


„Corsage“ mit Vicky Krieps ist im Oscar-Rennen
Marie Kreutzers Sisi-Drama gehört zu den 15 nominierten Produktionen in der Kategorie „Bester internationaler Film“.

Ein weiterer möglicher Oscar-Kandidat, „Corsage“ von Marie Kreutzer mit Vicky Krieps, wurde leider in der Kategorie „International Feature“ nicht zurückbehalten. Zwar war der Film eingereicht worden, aber konnte nicht unter die letzten fünf Beiträge, unter denen die diesjährige Auszeichnung vergeben wird, kommen. Geschafft in dieser Kategorie haben es „Im Westen nichts Neues“ (Deutschland), „Argentina, 1985“ (Argentinien), „Close“ (Belgien), „EO“ (Polen) und „The Quiet Girl“ (Irland).

Der Science-Fiction-Film „Everything Everywhere All at Once“ ist derweil mit elf Nominierungen der diesjährige Oscar-Favorit. Das Werk von Dan Kwan und Daniel Scheinert geht unter anderem in den Kategorien bester Film, beste Regie und beste Hauptdarstellerin ins Rennen um die begehrten 95. Academy-Awards im März. 

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In dem Film geht es um eine Waschsalonbesitzerin (Michelle Yeoh) mit einem chaotischen Alltag, die sich beim Finanzamt wegen ihrer Steuererklärung mit der Steuerprüferin (Jamie Lee Curtis) anlegt. Zudem hat sie Probleme mit ihrer Tochter, und ihr Ehemann (Ke Huy Quan) will sich scheiden lassen. Dabei wird ihr Universum völlig auf den Kopf gestellt, sie wirbelt durch Parallelwelten, in denen auch Action und Kung-Fu-Elemente zum Einsatz kommen.


„Im Westen nichts Neues“ offenbart aufwühlende Kriegsbilder
Die Verfilmung des gleichnamigen Romans aus den 1920er-Jahren hinterlässt einen bitteren Beigeschmack, büßt aber nichts an Aktualität ein.

Neben dem deutschen Beitrag „Im Westen nichts Neues“ bekam auch die Tragikomödie „The Banshees of Inisherin“ neun Nominierungen. Sieben Mal schaffte es Steven Spielbergs jüngstes Werk „The Fabelmans“, das autobiografische Züge hat, auf die Liste. „Top Gun: Maverick“ kam auf sechs Nennungen, „Black Panther: Wakanda Forever“ auf fünf. James Camerons „Avatar“ ist vier Mal auf der Liste.


A chacun selon ses capacités, à chacun selon ses besoins !", disait autrefois Karl Marx. Ruben Östlund a réalisé une satire sociale amère sur les inégalités - les acteurs Zlatko Burić et Carolina Gynning.
Eine Kreuzfahrt als Gesellschaftsparabel
Östlunds „Triangle of Sadness“ war neben Vicky Krieps der große Gewinner des Europäischen Filmpreises. „Close“ von Lukas Dhonts' Coming-of-Age-Drama ging leider leer aus.

Die als bester europäischer Film des Jahres ausgezeichnete Satire „Triangle of Sadness“ über eine Luxuskreuzfahrt geht in drei Kategorien ins Rennen – darunter beste Regie und bester Film. Die vom Schweden Ruben Östlund erzählte Geschichte setzt sich kritisch, aber auch komisch mit dem Kapitalismus und der modernen Gesellschaft auseinander.  

Hier die Kategorien-Nominierungen in der Übersicht:

BESTER FILM

  • „Im Westen nichts Neues“
  •  „Avatar: The Way of Water“
  • „The Banshees of Inisherin“
  • „Elvis“
  •  „Everything Everywhere All at Once“
  • „The Fabelmans“
  • „Tár“
  • „Top Gun: Maverick“
  • „Women Talking“
  • „Triangle of Sadness“

BESTE REGIE

  • Steven Spielberg („The Fabelmans“)
  • Martin McDonagh („The Banshees of Inisherin“)
  • Daniel Kwan, Daniel Scheinert („Everything Everywhere All at Once“)
  • Ruben Östlund („Triangle of Sadness“)
  • Todd Field („Tár“)

BESTE HAUPTDARSTELLERIN

  • Cate Blanchett („Tár“)
  • Michelle Yeoh („Everything Everywhere All at Once“)
  • Ana de Armas („Blond“)
  • Andrea Riseborough („To Leslie“)
  • Michelle Williams („The Fabelmans“)

BESTER HAUPTDARSTELLER

  • Colin Farrell („The Banshees of Inisherin“)
  • Austin Butler („Elvis“)
  • Brendan Fraser („The Whale“)
  • Bill Nighy („Living“)
  • Paul Mescal („Aftersun“)

BESTE NEBENDARSTELLERIN

  • Angela Bassett („Black Panther: Wakanda Forever“)
  • Kerry Condon („The Banshees of Inisherin“)
  • Jamie Lee Curtis („Everything Everywhere All at Once“)
  • Stephanie Hsu („Everything Everywhere All at Once“)
  • Hong Chau („The Whale“)

BESTER NEBENDARSTELLER

  • Brendan Gleeson („The Banshees of Inisherin“)
  • Barry Keoghan („The Banshees of Inisherin“)
  • Ke Huy Quan („Everything Everywhere All at Once“)
  • Judd Hirsch („The Fabelmans“)
  • Brian Tyree Henry in „Causeway“

BESTER INTERNATIONALER SPIELFILM

  • „Im Westen nichts Neues“ (Deutschland)
  • „Argentina, 1985“ (Argentinien)
  • „Close“ (Belgien)
  • „EO“ (Polen)
  • „The Quiet Girl“ (Irland)

BESTE FILMMUSIK

  • Volker Bertelmann („Im Westen nichts Neues“)
  • John Williams („The Fabelmans“)
  • Justin Hurwitz („Babylon“)
  • Carter Burwell („The Banshees of Inisherin“)
  • Son Lux („Everything Everywhere All at Once“)

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