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Luxemburg trifft L.A. auf neuer Platte
Kultur 2 3 Min. 06.08.2019

Luxemburg trifft L.A. auf neuer Platte

Dranbleiben und lieben, was man tut, lautet die Devise von Dorian Miche.

Luxemburg trifft L.A. auf neuer Platte

Dranbleiben und lieben, was man tut, lautet die Devise von Dorian Miche.
Foto: Breejette Bradley
Kultur 2 3 Min. 06.08.2019

Luxemburg trifft L.A. auf neuer Platte

Sophia SCHÜLKE
Sophia SCHÜLKE
Der Franko-Luxemburger Dorian Miche alias Cherokee geht mit seiner dritten Platte „Californism“ in Richtung Pop, sein Videoclip „Someone in L.A.“ fand sogar den Weg auf die Internetseite des Branchenblatts Billboard.

„Ich wollte jenen Geisteszustand beschreiben, in dem sich europäische und amerikanische Einflüsse treffen.“ Gesagt, getan. Vier Titel und eine EP später kann Dorian Miche alias Cherokee sein aktuelles Projekt vorzeigen. „Californism“ mischt Pop, Funk, französischen House sowie R&B-Einsprengsel. 

Miche macht seit 2001 Musik und erzielte mit Remixes, unter anderem von Daft Punk und Mika, im Netz Klicks im Millionenbereich. Inzwischen kann der Musiker rund 190.000 monatliche Hörer auf Spotify verzeichnen und regelmäßige Auftritte in Kalifornien und Frankreich, am Samstag sorgt er im Szeneclub Razzmatazz in Barcelona für Musik.

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Mit „Californism“ bringt der 26-jährige Franko-Luxemburger nun eine EP heraus, die sich wie eine Liebeserklärung an seine Wahlheimat jenseits des Großen Teiches anhört. Miche, der sich „schon immer“ von den USA angezogen fühlte, pendelt seit vier Jahren zwischen Kalifornien und Luxemburg. „Los Angeles ist sehr dynamisch und der Dreh- und Angelpunkt der Musikindustrie, es ist sehr einfach, Leute mit gleichen Interessen zu treffen und mit ihnen zusammenzuarbeiten.“

L.A. verändert den Geschmack

Mit der Zeit hat der Aufenthalt in der US-amerikanischen Metropole auch Miches Musikgeschmack verändert. „Man fährt viel Auto und hört viel Radio, was mir die Augen für Pop geöffnet hat.“ 

Kein Wunder, dass auch seine Musik nun mehr Einflüsse des Pop aufweist. „Vorher war meine Musik instrumenteller und mehr im Geist von House und Lounge“, erklärt Cherokee und ergänzt, „aber nun sind auf vier Stücken drei verschiedene Sänger zu hören.“

Cherokee: „Californism“, vier Titel, unabhängig produziert.
Cherokee: „Californism“, vier Titel, unabhängig produziert.

Dass er sich mehr in einen anderen, noch ungewohnten Stil vorwagte, hängt möglicherweise auch mit dem musikalischen Umfeld zusammen. Dieses nimmt Cherokee als sehr ermutigend wahr. „Die Leute in Kalifornien sind offener für Ideen der anderen und urteilen weniger“, meint er. 

Allerdings kann man als Künstler in der überbevölkerten Stadt auch leichter untergehen. „Es ist sehr viel schwieriger, sich Gehör zu verschaffen oder die Aufmerksamkeit der Medien an meinem Projekt aufrechtzuerhalten“, räumt Cherokee ein. Dranbleiben und lieben, was man tut, lautet seine Devise.

Musik unter Freunden

Die Idee, mehr Pop zu wagen, setzte Cherokee auch mithilfe dreier Künstler um, die er auf seinen Tourneen kennenlernte: Vor allem stimmliche Verstärkung kommt von dem niederländischen Electronic-Produzenten Knight One in dem Song „Someone in L.A.“, die Stimme der südkoreanischen K-Popsängerin Yeseo ist in „Long Distance“ zu hören und mit dem französischen Produzenten und Sänger Goto arbeitete Miche für „So Good“ zusammen.

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„Californism“ ist Cherokees dritte EP. Sein Debüt „American Spirit“ erschien 2012, gefolgt von „Teenage Fantasy“ drei Jahre später, das bei dem Pariser Label Roche Musique veröffentlicht wurde. Daraufhin fragte die US-amerikanische United Talents Agency an und Miche bekam erste Shows und kleinere Touren angeboten. So ist er beim angesagten „Ultra Korea“-Electro-Festival aufgetreten, zu eher seltenen Einladungen nach Luxemburg gehören das Sonic-Visions-Festival 2014 und die „24 heures électroniques“ 2017 der Rockhal.


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Die aktuelle Platte hat Miche diesmal selbst produziert. Eine künstlerische Freiheit, die er genießt. Musik vom Künstler direkt zum Publikum, wie er es formuliert. Dazu gehört neben der Musik auch, dass Cherokee den von dem US-amerikanischen Kurzfilmregisseur und Werbefilmer Eno Freedman Brodmann gedrehten Videoclip finanziert und das Cover der EP gestaltet hat.

Aufmerksamkeit garantiert

Angesichts der Veröffentlichung seiner aktuellen Single wollte Cherokee auf Nummer sicher gehen, damit sie auch Gehör findet. Um ihr zum Start Aufmerksamkeit zu garantieren, beauftragte er die Werbeagentur Planetary Group, die auch mit Katy Perry, Moby oder Air arbeiten. 


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Ziel war, den Song auf einer Plattform mit starker Reichweite vorstellen zu können. Am Ende fiel „Someone in L.A.“ dem Fach- und Branchenblatt Billboard auf, das den Clip auf seiner Internetseite als Premiere veröffentlichte.

„Der Song verkörpert, dank seiner sommerlichen Synthesizer und seines gehauchten Refrains, die schimmernde Essenz der Stadt“, schrieb das Blatt dazu. Dieser Erfolg ist für Cherokee das Ergebnis von Teamarbeit, bei der ihn auch das Exportbüro Music:LX „Hand in Hand“ unterstützt hat.


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