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Luxemburg feiert Unesco-Erbe
Kultur 2 Min. 06.06.2020 Aus unserem online-Archiv

Luxemburg feiert Unesco-Erbe

Prädikat wertvoll: Seit dem 17. Dezember 1994 ist die Altstadt und Festung Luxemburgs Teil der Unesco-Welterbestätteliste des Weltkulturerbes.

Luxemburg feiert Unesco-Erbe

Prädikat wertvoll: Seit dem 17. Dezember 1994 ist die Altstadt und Festung Luxemburgs Teil der Unesco-Welterbestätteliste des Weltkulturerbes.
Foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
Kultur 2 Min. 06.06.2020 Aus unserem online-Archiv

Luxemburg feiert Unesco-Erbe

Besuchsprogramm für Altstadt und Festungsanlagen sowie über Springprozession und zur Steichen-Ausstellung.


Seit 2005 organisiert die Deutsche Kommission für die Zusammenarbeit mit der Unesco den Welterbetag. Die Schweiz, Spanien und die Niederlande haben diese Initiative in ihren jeweiligen Ländern aufgegriffen, und seit 2015 feiern auch afrikanische Länder jedes Jahr den afrikanischen Welterbetag. Der 25. Jahrestag des Eintrags der Luxemburger Altstadt und seiner Festungsanlagen in das Unesco-Welterbe-Register ist für die Luxemburger Unesco-Kommission und das Kulturministerium aktuell der Anlass, den Welterbetag erstmals auch im Großherzogtum einzuführen. Für den kommenden Sonntag, den 7. Juni, wurde deshalb ein Veranstaltungs- und Besuchsprogramm in Einklang mit den Gesundheitsbestimmungen ausgearbeitet.

Audioguide für drei Unesco-Routen

Die drei Unesco-Routen durch die Altstadt und die Festungsanlagen können mit Hilfe eines mit dem Smartphone aufrufbaren Audioguide individuell erkundet werden. Dazu gibt es eine passende App von izi.travel, die man aus dem Apple-Store und über Google Play herunterladen kann. Die Kommentare sind in Französisch, Deutsch, Englisch, Luxemburgisch und Niederländisch und sind mit zusätzlichen Bildern und Tondokumenten angereichert illustriert.

Die „Unesco-Promenade“ ist 2,5 Kilometer lang und führt zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Die „Unesco Bike Tour“ kann mit einem privaten Fahrrad oder einem gemieteten Fahrrad an einem der Vel'Oh!-Bahnhöfe durchgeführt werden. Diese 9,5 Kilometer lange Tour geht durch das Petrusstal, Grund, Clausen, Pfaffenthal und die Parks der Oberstadt. Ein Abstecher führt zur Kopie der „Arche von Palmyra“ im Hof von Neimënster. Diese Arche ist als Friedensbotschafter anlässlich des 25. Jubiläums der Unesco-Titel-Vergabe an Luxemburg dort errichtet worden. Die dritte „Unesco-Visite“ für alle ist derweil 1,9 Kilometer lang und speziell für Besucher mit Kinderwagen und Menschen mit körperlichen oder visuellen Behinderungen gedacht. Im Park Dräi Eechelen kann zudem ein neues Kunstwerk, „L’ordre présent est le désordre du futur“ von Ian Hamilton, besichtigt werden. Diese Installation wurde zum 25. Jahrestag der Aufnahme Luxemburgs in das Unesco-Welterbe angeschafft.


Seit 2015 ist Simone Beck Präsidentin der „Commission nationale pour la Coopération avec l’Unesco“.
Unesco-Weltkulturerbe: "Wir sollten ,houfreg‘ sein"
Die Präsidentin der „Commission nationale pour la Coopération avec l’Unesco“, Simone Beck, über lebendiges Welterbe und leidige Baustellen.

Das Lëtzebuerg City Museum, das mittlerweile wieder geöffnet hat, bietet die Gelegenheit, das Unesco-Besucherzentrum zu besichtigen (am Sonntag von 10 bis 18 Uhr).

Die von Edward Steichen kuratierte Ausstellung „The Family of man“ mit 503 Fotos von 273 Fotografen aus 68 verschiedenen Ländern, die 2003 in das Weltkulturerbe-Register „Memory of the World“ aufgenommen wurde, kann im Schloss in Clerf besichtigt werden. Anlässlich des Welterbetages ist der Eintritt dort frei.

Die Echternacher Springprozession wurde 2010 von der Unesco in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Das Besucherzentrum in einem der überdachten Innenhöfe der Basilika ist am Sonntag von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

Im Innenhof der ehemaligen Abtei sind ebenfalls die Sammlungen des Abteimuseums von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr zugänglich. Dieses Museum ist der Geschichte des ehemaligen Skriptoriums der Abtei gewidmet. Sie brachte einige der außergewöhnlichsten Manuskripte hervor, die im Mittelalter geschrieben und illuminiert wurden.

Im Internet findet der Besucher ebenfalls eine Fülle an Informationen. Auf der eigens eingerichteten Webseite findet sich ein Katalog mit 365 digitalisierten alten Postkarten von den schönsten Ansichten Luxemburgs. Die Webseite www.iki.lu präsentiert derweil das Inventar des immateriellen Kulturerbes Luxemburgs – mit Bildern, Filmen, Texten und Soundtracks, die zum Beispiel an die Vergangenheit der Springprozession erinnern. C./mt

www.patrimoinemondial.lu 

www.iki.lu 

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