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Lust und Liebe auf der Leinwand: Das schaut Eros
Kultur 5 4 Min. 14.02.2020

Lust und Liebe auf der Leinwand: Das schaut Eros

Am Valentinstag schlagen Herzen höher.

Lust und Liebe auf der Leinwand: Das schaut Eros

Am Valentinstag schlagen Herzen höher.
Foto: AFP
Kultur 5 4 Min. 14.02.2020

Lust und Liebe auf der Leinwand: Das schaut Eros

Die Kulturredakteure des „Luxemburger Wort“ präsentieren zum Valentinstag ihren Filmtipp – mit und ohne Happy End.

Willkommen im wahren L(i)eben

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Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Manchmal lässt sie ihn gar sich umdrehen – aber mit den sprichwörtlichen Schmetterlinge hat dies rein gar nichts zu tun! Allen, die heute ein romantisches Candlelight-Dinner planen, darf ich als passende Mise en Bouche folgende Szene servieren. „Niemand, der ein Pâté so gut zubereiten kann, kann ganz schlecht sein“, meint darin Oliver zu seiner Ehefrau, worauf Barbara antwortet: „Das hängt davon ab, voraus der Pâté ist ...Wuff.“ Seit 1989 hat der Dialog und das Werk, aus dem er stammt, Kultstatus: „The War of the Roses“. In knapp zwei Stunden tischt er dem Zuschauer die einzelnen Gänge der Evolutionsgeschichte der Liebe auf: verliebt, verlobt, verheiratet – und verfeindet bis aufs Blut. Die Darsteller Kathleen Turner und Michael Douglas präsentiert sich dabei als praxisorientierte Lehrmeister, was man in Herzensangelegenheiten so alles tun, und wovon lieber absehen sollte. Lassen Sie es sich also nach dem Film gut munden – und sagen Sie später nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt!  Vesna Andonovic

Weniger über als voller Liebe

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Carl und seine Jugendliebe Ellie teilen die selbe Leidenschaft: Sie wollen exotische Orte bereisen und große Abenteuer erleben. Ohne Kommen-sie-zusammen-oder-nicht-Firlefanz und ohne tränenselige Liebesschwüre oder lästige Missverständnisse, die das in den meisten Liebesfilmen unausweichliche Happy End hinauszögern und versüßen sollen, zeigt der Animationsfilm „Up“ aus den Pixar-Studios das Leben der beiden. Carl und Ellie heiraten, renovieren ein altes Haus, werden zusammen alt. Jedoch ohne ihre Träume von Kindern und Abenteuern erfüllen zu können. „Up“ erzählt die Story über Liebe und Verlust einfach, unaufgeregt, mit Sentiment aber ohne Sentimentalität und berührt einen gerade deswegen umso mehr. Regelrecht mit Haus und Hof macht sich Carl schließlich, vermeintlich allein (den achtjährigen Russell, ein blinder Passagier, entdeckt er erst später), auf den Weg nach Paradise Falls. Carl verwirklicht auf diese Weise die gemeinsamen Träume, sozusagen als Hommage an seine Frau Ellie. Mireille Meyer

Chaud, chaud, le matin

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Au cinéma, il existe l’amour à l’eau de rose et aussi l’amour brut, sauvage, libre et insouciant. Zorg, homme à tout faire, et Betty, jolie jeune femme sortie de nulle part, vont tenter de vivre leur grand amour. Porté par Jean-Hughes Anglade et Béatrice Dalle, «37°2 le matin» de Jean-Jacques Beineix est un road-movie mené tambour battant par deux êtres paumés, vivant hors de toutes normes ou contraintes, donc libre. Le couple n’arrivera pourtant pas à maintenir en vie son amour sensuel et passionnel des premières heures. La fin sera destructrice, car, au-delà du miracle d’une température matinale de 37,2°C impossible pour Betty, l’euphorie et la folie auront une courte vie. Véritable film culte dès sa sortie en 1986, l’adaptation au grand écran du roman éponyme de Philippe Djian a marqué les esprits. Pamphlet à l’insouciance et au non-conformisme, ce cri de liberté est aujourd’hui aussi un hymne à la passion de toute une génération perdue. Et la preuve que l’amour, qu’il soit fou, brisé ou déchu, laisse toujours des traces ou des cicatrices. Thierry Hick

Liebe ist ... einfach pures Chaos

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Außenseiter – oder auch neudeutsch „Nerds“ – haben es nicht leicht: Oft sind sie in ihren Fachbereichen absolute Spitzenreiter, doch im Alltag zum Scheitern verurteilt. Und das Thema Liebe? Das ist gar ein Buch mit sieben Siegeln. Das gilt nicht nur für die Herren aus „Big Bang Theory“. Der Musikwissenschaftler Howard Bannister, gespielt von Ryan O’Neal, hat in „What’s Up, Doc?“ scheinbar sein Glück gefunden. Bis er Judy Maxwell (Barbra Streisand) begegnet; und das Chaos und die Irrungen und Wirrungen in der Liebe ihren Lauf nehmen. Ganz nebenbei ist diese Screw-Ball-Komödie von Peter Bogdanovich aus dem Jahr 1972 schlicht eine absolute Verneigung des „New Hollywood“ an die gute alte Zeit des Films. Wer im Englischen sehr schnellen Dialogwitz mitverfolgen kann, dem sei die Originalfassung ans Herz gelegt. Aber auch die deutsche Fassung, „Is’ was, Doc“, hat eine große Fangemeinde. In jedem Fall ist die Komödie ein Garant für gemeinsames Lachen – und das soll ja ganz besonders verbinden. Daniel Conrad

Weil sie schön ist, gilt sie als schuldig

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Offenes Haar, nackte Schultern, sinnlich geschminkte Lippen, lange Wimpern und ein schwarzes Satinkleid – Rita Hayworth verkörpert als ebenso glamouröse wie giftige Gilda in dem gleichnamigen Film von Charles Vidor die „femme fatale“. Der zeitlose Klassiker aus dem Jahr 1946 ist ein „film noir“ mit doppeldeutigen Dialogen und verschlüsselten Symbolen. Der richtige Film zum Valentinstag? Ja, denn das richtige Liebesleben ist genauso kompliziert wie die gezeigte Dreiecksbeziehung. Über Gilda hängt dabei ständig der Verdacht der Unanständigkeit. Deshalb singt sie beim „Handschuh-Strip“ „Put the Blame on Mame“ und schreibt damit Filmgeschichte – dabei zieht sie nur einen Handschuh aus. Doch es ist nicht die fast unwirkliche Weiblichkeit, die Gilda bezaubernd macht, vielmehr ihre Menschlichkeit. Schauspielerin Rita Hayworth ging übrigens an diesem Film zugrunde. Er hat ihre Liebesaffären verdorben. Jeder Mann, den sie kennen lernte, verliebte sich in Gilda, wachte am Morgen aber neben Rita Hayworth auf. Marc Thill

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