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Louise Glück gewinnt Literaturnobelpreis 2020
Kultur 2 Min. 08.10.2020

Louise Glück gewinnt Literaturnobelpreis 2020

2014 gewann Louise Glück den National Book Award für Lyrik.

Louise Glück gewinnt Literaturnobelpreis 2020

2014 gewann Louise Glück den National Book Award für Lyrik.
Foto: Robin Marchant/AFP
Kultur 2 Min. 08.10.2020

Louise Glück gewinnt Literaturnobelpreis 2020

Die US-amerikanische Dichterin Louise Glück wird mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Das gab die Schwedische Akademie in Stockholm am Donnerstag bekannt.

(dpa/jt) - Die US-Autorin Louise Glück erhält den Nobelpreis für Literatur. Das teilte die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm am Donnerstag mit.  

Die 77-Jährige werde „für ihre unverkennbare poetische Stimme“ ausgezeichnet, mit der sie „mit strenger Schönheit die individuelle Existenz universell“ mache, sagte der Ständige Sekretär der Akademie, Mats Malm.

Zu den bekanntesten Werken der 1943 in New York City geborenen Dichterin zählen „The Triumph of Achilles“, „Faithful and Virtuous Night“ und „The Wild Iris“. Für letzteres Werk erhielt Glück 1993 den Pulitzer-Preis für Dichtung. Der Lyrikband wurde sowohl ins Deutsche als auch ins Französische übersetzt.  

Der damalige US-Präsident Barack Obama überreichte Louise Glück im September 2016 die National Humanities Medal.
Der damalige US-Präsident Barack Obama überreichte Louise Glück im September 2016 die National Humanities Medal.
Foto: AFP/Saul Loeb

Preisgeld von 950.000 Euro

Die Nobelpreise sind diesmal mit zehn Millionen Schwedischen Kronen (rund 950.000 Euro) pro Kategorie und damit einer Million Kronen mehr als im Vorjahr dotiert. Damals hatte die Akademie gleich zwei Preise vergeben, weil die Vergabe 2018 wegen eines umfassenden Skandals um das mittlerweile ausgetretene Akademiemitglied Katarina Frostenson und ihren Ehemann Jean-Claude Arnault zunächst ausgefallen war.

Deshalb war die Polin Olga Tokarczuk im vergangenen Jahr nachträglich als Preisträgerin 2018 bestimmt worden, während der Österreicher Peter Handke die Auszeichnung für das Jahr 2019 erhielt (mehr dazu hier). Wegen Handkes umstrittenen Haltungen zum Jugoslawien-Konflikt hatte seine Auswahl in der Folge zu Kritik und auch Protesten geführt.

Preisverleihung fällt dieses Jahr deutlich kleiner aus

Offiziell gewürdigt werden die Nobelpreisträger traditionell am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter und Dynamit-Erfinder Alfred Nobel. Die prunkvollen Preiszeremonien, auf denen die Geehrten dann üblicherweise ihre Medaillen und Diplome erhalten, finden in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht statt.


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Die Preisverleihung im Konzerthaus von Stockholm soll durch eine im Fernsehen übertragene Vergabe im Rathaus der Stadt ersetzt werden, auf der die Preisträger aus ihrer Heimat zugeschaltet werden sollen. Auch die Verleihung des Friedensnobelpreises, der als einziger in Oslo und nicht in Stockholm vergeben wird, wird coronabedingt deutlich kleiner ausfallen.

Seit Anfang der Woche sind bereits die Nobelpreisträger in den wissenschaftlichen Kategorien Medizin, Physik und Chemie verkündet worden. Am Freitag wird der diesjährige Friedensnobelpreisträger benannt, zum Abschluss folgt dann am Montag noch der Wirtschaftsnobelpreis, der als einziger nicht auf Nobels Testament zurückgeht.

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