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"Land of Mine" räumt drei Preise ab
Kultur 7 2 Min. 04.03.2016 Aus unserem online-Archiv
Finale des LuxFilmFest

"Land of Mine" räumt drei Preise ab

Martin Zandvliet (rechts) und sein Film "Land of Mine" wurden mit gleich drei Preisen geehrt.
Finale des LuxFilmFest

"Land of Mine" räumt drei Preise ab

Martin Zandvliet (rechts) und sein Film "Land of Mine" wurden mit gleich drei Preisen geehrt.
Foto: Christophe Olinger
Kultur 7 2 Min. 04.03.2016 Aus unserem online-Archiv
Finale des LuxFilmFest

"Land of Mine" räumt drei Preise ab

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
"Land of Mine“ triumphiert bei der sechsten Ausgabe des LuxFilmFest. Der Film von Martin Zandvliet gewann drei Preise, darunter den Grand Prix, überreicht von der internationalen Jury.

(psch) - "Land of Mine“ triumphiert bei der sechsten Ausgabe des LuxFilmFest. Der Film von Martin Zandvliet gewann drei Preise, darunter den Grand Prix, überreicht von der internationalen Jury.

Im Anschluss an die Preisübergabe wurde der Film „Maggie's Plan“ von Rebecca Miller gezeigt – eine Feelgood-Komödie über zwei starke Frauen und die Verwirrungen der Liebe. „In schnelllebigen Zeiten von Facebook und sozialen Medien ist ein kritischer Geist wichtiger denn je“, sagte Premier- und Kulturminister Xavier Bettel. „Und ein Filmfestival helfe dabei, diesen zu fördern.“ Deshalb freue er sich besonders darüber, einen neuen Besucherrekord vermelden zu können: mehr als 20000 Zuschauer.

Auch Festivalplaner Alexis Juncosa blickt auf eine gelungene sechste Ausgabe zurück: „Der Zuspruch des Publikums war in diesem Jahr besonders groß, nahezu sämtliche Vorführungen liefen gut.“ Einer siebten Ausgabe des LuxFilmFest steht also nichts mehr im Wege. Und natürlich überlegt das Organisationsteam um Alexis Juncosa bereits, wie das Filmfestival optimiert werden könnte. „Wir würden noch gerne an der Sichtbarkeit des Festivals arbeiten und das Festival noch stärker als professionelle Businessplattform ausbauen – müssen aber eingestehen, dass wir mit unserem aktuellen Budget nahezu am Maximum angelangt sind.“

Die preisgekrönten Filme im Einzelnen:

  • "Land of Mine" (Martin Zandvliet) mit drei Preisen (Grand Prix By Orange, Prix du Jury Jeune, Prix du Public).
  • "Mallory", Helena Třeštíková (Prix du Documentaire by BGL BNP PARIBAS)
  • "Frenzy" von Emin Alper (Mention spéciale)
  • "Sonita", Dokumentarfilm von Rokhsareh Ghaem Maghami (Mention spéciale)
  •  "The Here After" (Prix de la Critique)

Eine gerührte Nobelpreisträgerin

Bei der sechsten Ausgabe des LuxFilmFest waren insgesamt 72 Filme zu sehen. Darunter liefen zehn Filme im Haupt- und sieben im Dokumentarwettbewerb. Mit „Sunset Song“ von Terence Davies, „Eldorado“ von Rui Eduardo Abreu, Thierry Besseling und Loïc Tanson und „Voices from Chernobyl“ waren auch drei Luxemburger Produktionen im Wettbewerb. Ein Höhepunkt des Festivals war sicherlich die Premiere von Pol Cruchtens Film „Voices from Chernobyl“ in Anwesenheit der Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch. Die 1948 im westukrainischen Stanislaw geborene weißrussische Journalistin und Autorin war sichtlich gerührt von der Verfilmung ihres Werks „Tschernobyl – eine Chronik der Zukunft“: „Pol Cruchtens Film hat mich tief berührt, und es hat mich sehr gefreut, dass er als Text genau die Teile meines Buches ausgewählt hat, die auch mir die liebsten sind.“

Auch der Dokumentarfilm „Foreign Affairs“ über Leben und Alltag des Außenministers Jean Asselborn von Pasha Rafiy wurde im Rahmen des Festivals zum ersten Mal einem größeren Publikum gezeigt. Allerdings war die Vorstellung in den Rotondes geladenen Gästen vorenthalten – darunter auch der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sowie der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer. „Foreign Affairs“ wird voraussichtlich am 27. April in die Kinos kommen.

Doch auch die Jugendarbeit kam beim Festival nicht zu kurz: Ein Programm mit Workshops und Vorstellungen diente der Förderung des jungen Nachwuchses. Heute Abend steht bereits der nächste große Termin der Filmbranche an: die Vergabe des „Lëtzebuerger Filmpräis“.


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