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"Kulturkuren" 2020: das Kolumenarchiv (Teil 2)
Kultur 26 71 Min. 01.05.2020

"Kulturkuren" 2020: das Kolumenarchiv (Teil 2)

Kultur 26 71 Min. 01.05.2020

"Kulturkuren" 2020: das Kolumenarchiv (Teil 2)

Der tägliche LW-Tipp für kulturelle Freuden trotz geschlossener Bühnen und Museen, sozialer Distanzierung und Selbstisolation.

22  mai: Les théâtres hors les murs 

Les maisons culturelles s’impatientent de pouvoir reprendre leurs services. Le Grand théâtre de Luxembourg et le Théâtre des Capucins aussi. En attendant de reprendre sous certaines conditions leur travail à l’automne, les Théâtres de la Ville de Luxembourg n’entendent pas rester les bras croisés et lancent leur propre chaîne YouTube, afin de garder le contact avec les spectateurs et leur permettre de découvrir ou redécouvrir quelques-uns des moments qui ont marqué ces dernières saisons, explique l’équipe du directeur Tom Leick-Burns. Chaque week-end sera publiée sur le site et sur la page Facebook des deux théâtres une production qui sera ensuite disponible pour une durée de sept jours. Cette semaine, l’on peut ainsi découvrir la chorégraphie «Zeitgeist», d’Anne Teresa De Keersmaker, Nam Le Van Ho, Alain Franco et Rosas. La pièce aurait dû être présentée au Grand théâtre le 16 juin. A partir du samedi 23 mai, le streaming proposera «To Create The World», d’Andrea Miller. www.theatres.lu  

20 mai:  Dessinez des arbres avec Francis Hallé 

La Fondation Cartier de Paris publie régulièrement des cahiers de coloriage d’artistes en rapport avec les expositions qu’elle accompagne. Une occasion unique de découvrir de nouveaux univers graphiques tout en faisant appel à l’imagination et à la créativité. 

Des arbres aux silhouettes étonnantes.
Des arbres aux silhouettes étonnantes.
Photo: Fondation Cartier


Dans son cahier «Coloriages en Forêt», téléchargeable sur le site de la Fondation et publié l’année dernière à l’occasion de l’exposition «Nous les Arbres», le célèbre botaniste Francis Hallé a assemblé une sélection de ses merveilleux dessins effectués en forêt tropicale. Ce cahier est une découverte de dessins d’arbres aux silhouettes étonnantes. A chacun de colorier cette luxure végétale d’après ses propres goûts. D’autres cahiers, en rapport avec d’autres expositions, sont évidemment toujours disponibles, comme ceux de l’artiste brésilienne Adriana Varejão, de l’architecte Jean Nouvel et du peintre congolais Chéri Samba. (mt)

 www.fondationcartier.com 


19. Mai: Ach du Sch ...

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Wer, wie, was – wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt, bleibt dumm“, feuerte ab dem 8. Januar 1973 die „Sesamstraße“ Millionen kleiner Zuschauer an, die Welt zu hinterfragen und so zu entdecken. Auch das hiesige natur musée macht dies mit seinem #MamMuseeAnDNatur: Während sich Erwachsene weltweit gerade fragen, wer ihnen nun nach Leben und Freiheit trachtet – ob die 5G oder Bill Gates’ Corona-Impfung –, haben die 6-jährige Sara und ihre 9-jährige Schwester Yana eine ganz praktische Frage, die einer noch dringenderen Antwort bedarf: Was passiert eigentlich mit dem Kaka der kleinen Blaumeisenbrut, die das Nest noch nicht verlassen kann? Wie gut, dass ihr Papa Patrick Biologe beim natur musée ist und so nicht nur dem eigenen Nachwuchs, sondern allen Neugierigen eine Antwort auf diese akute Frage geben kann – dank Video-Directfeed aus dem Vogelhäuschen! (vac)

18.Mai: Licht und Schatten

Die Arbeit hinter der Glaswand geht weiter. Im Sommer vergangenen Jahres begann die „Operation Nachtwache“ im Rijksmuseum in Amsterdam: Rembrandt van Rijns berühmtestes Gemälde „Die Nachtwache“ wird vor den Augen des Publikums zuerst untersucht, dann restauriert. 

Foto: Rijksmuseum

Nach der wochenlangen Schließung der Museen als Maßnahme zur Bekämpfung der Corona-Pandemie soll das Rijksmuseum seine Türen am 1. Juni wieder öffnen. Besucher werden dann wieder, in stark reduzierter Anzahl, den Experten im Glaskasten bei ihrer von modernster Technik unterstützten Arbeit über die Schulter schauen können.

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Auf Instagram findet man die Live Updates der „Operation Night Watch“. Wer jedoch einen genaueren Blick auf die Art werfen will, wie Rembrandt mit Licht und Schatten gearbeitet hat, der kann sich ein 44-Gigapixel-Foto des Gemäldes ansehen. Das Bild, auf das man über die Homepage des Museums gelangt, ermöglicht einen Einblick bis ins allerkleinste Detail, man kann in Pinselstriche, Farbrisse und -pigmente regelrecht hineinzoomen. Die Schützen der Amsterdamer Bürgerwehr lösen sich dabei in Farbpunkte auf.  (mim)

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16. Mai: Nach den Augen, die Ohren öffnen 

Jeder Leser hat im Lauf seiner literarischen Entdeckungen so seine Aha-Momente. Einer der meinen, war „The Sandman“, der ab Januar 1989 veröffentlichte Vertigo-Comic. Neil Gaimans Geschichte um Morpheus und seine sechs Geschwister hat nicht nur mir ganz buchstäblich die Augen geöffnet, wie Erzählung und Bild sich gegenseitig bereichern können, er hat auch den Comic zum vollwertigen literarischen Genre der Graphic Novel geadelt.

The Sandman Audible
The Sandman Audible

Wie groß war also meine Überraschung und Neugier, als Audible nun eine Hörbuchfassung ankündigte. Mit einem Casting, das James McAvoy (Dream), Kat Dennings (Death), Taron Egerton (John Constantine), Andy Serkis (Matthew the Raven), Riz Ahmen (The Corinthian) und Michael Sheen (Lucifer) umfasst, gesellt sich da schnell noch Entzücken dazu. Ach ja, und noch etwas ganz Besonderes hat diese Kulturkur: Man muss noch bis zum Sommer auf sie warten. In Instant-Satisfaction-Zeiten eine doppelt bereichernde Erfahrung! Denn mit Geduld geht bekanntlich auch Vorfreude einher ...  (vac)

15. Mai: Salonmusik live aus London

Wir sind Musiker, freiberuflich, aber wegen Corona und Quarantäne sitzen wir nun auf dem Trockenen. „No work, no gigs, no income“. In ihrem Newsletter erklären die vier, warum sie sich dennoch dreimal die Woche um 16.30 Uhr in ihrem Wohnzimmer zusammenfinden und ein halbes Stündchen Kammermusik live über Facebook darbieten: „Wir wissen nicht, was noch alles passieren wird, vielleicht lernen wir noch etwas ganz anderes, aber bisweilen sind wir noch Musiker und werden deshalb auch weiterhin unsere Instrumente spielen.“

Das klingt in dieser leicht dramatischen Darstellung fast schon wie Titanic, erinnert irgendwie an die glücklose Bordkapelle des prächtigen Kreuzfahrtschiffes, die damals bis zum bitteren Ende musiziert hat. Schenkt man den Geretteten Glauben, dann haben die sieben hochkarätigen Musiker aus England damals als allerletztes Stück den Choral „Näher mein Gott zu Dir“ des Kirchenmusikers Lowell Mason gespielt.

WG-Quartett in Quarantäne

Nicht auf einem gewaltigen Dampfer, dafür in einer engen Wohngemeinschaft in London, leben die vier Musiker und treten als WG-Quartett auf – ihr Name „Willingdon House Music“. Ihr Programm ist sehr reichhaltig, die Musikgenres sind sehr unterschiedlich, manchmal auch taggebunden. Wöchentlich veröffentlichen sie einen Newsletter, kommuniziert wird aber auch über die Facebook-Seite „Willingdon House Music“, wo auch die Live-Übertragungen stattfinden. 

Das Quartett ist sehr international und polyglott – ein Italiener, eine Deutsch-Engländerin, eine Engländerin und auch ein Luxemburger. Aufgeschlüsselt auf Instrumente ergibt das folgende Besetzung: Nicola Barbagli, Oboe und Akkordeon, Flavia Hirte, Querflöte, Ellen Bundy, Violine und Bratsche, Max Mausen, Klarinette und Bassklarinette. 

Angefangen hat die Konzertreihe am 21. März, dem Geburtstag von Johann Sebastian Bach, natürlich wie es sich gehört mit Bachmusik. Seitdem haben bereits 27 Konzerte stattgefunden, die sich alle nochmals anhören lassen. Heute ist Teil zwei von „A French Taste“ angesagt, Musik der französischen Komponisten Bizet, Fauré und Couperin. Am kommenden Sonntag steht dann, wie jeden Sonntag, Folk an.  (mt)

14. Mai: Die Vorleser

Ein Buch kommt oft erst zum Leben, wenn jemand die darin enthaltene Geschichte vorliest. Der Akzent des Vorlesers, die Melodie seiner Stimme, die Art, wie er die Sätze betont, das alles macht den Text lebendig. Der Internetauftritt zehnseiten.de vereint eine Reihe von Verlagen deren Autoren, wie z. B. Matthias Brandt, jeweils zehn Seiten aus ihren Werken vorlesen. Hier erhält so mancher Schriftsteller, dessen Name einem nur bekannt war, ein Gesicht und eine Stimme. 

Und die Plattform ist eine wunderbare Möglichkeit, sich sein nächstes Buch auszuwählen. 

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Ähnlich funktioniert die Reihe „Live gelesen mit ...“ die man auf ardmediathek.de anschauen kann. Hier lesen Kinderbuchautoren rund eine Stunde lang aus ihren Geschichten vor. Eine rekordverdächtige Lesung absolvierte vor kurzem der englische Schauspieler Andy Serkis. In seinem zwölfstündigen Hobbitathon las er „The Hobbit“ komplett vor. Der Live-Stream ist leider, derzeit, nicht als Aufnahme im Netz zu sehen. (mim)

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13. Mai: Architektonische Inspirationen 

Wenn man wie ich in den letzten Tagen vielleicht öfter als gewöhnlich Zeit in den und um die eigenen vier Wände verbracht hat, macht sich – das kann ich zumindest aus eigener Beobachtung sagen – ein gewisser Druck bemerkbar: „Mann! Der Raum muss dringend mal entrümpelt und aufgeräumt werden – da könnte doch ein schönes Regal rein, neue Möbel, ein frischer Anstrich! Und der Balkon sieht aus!! War das schon vor dem Lockdown so schlimm? Ist mir gar nicht so aufgefallen.“ Und schon ist der Ausgangspunkt da, den eigentlich die Architekten regelmäßig beschäftigt: „Wie gestalte ich Raum? Wie vereine ich Funktionalität und Ästhetik?“ 

 Das Programm "Luca-Outside" gibt wertvolle Basteltipps für Kinder.
Das Programm "Luca-Outside" gibt wertvolle Basteltipps für Kinder.
Foto: Shutterstock

Sie glauben mir nicht? Alleine die Entscheidung nach Materialien, Farben, Einpassungen in den Raum, Höhe, Längen und Tiefen – alles das ist Material, über das sich die Zunft seit jeher Gedanken macht. Und natürlich ist sie genau auch bestimmten Moden unterworfen. Manche sehnen sich nach den 1970er-Jahren und den Farbtönen in orange-braun, manche bevorzugen den Look unterschiedlicher Kaffee-Farbtöne, andere es fast leer – nackter grauer Beton. Aber es gibt eben auch gute Gründe, sich dafür bewusst Zeit zu lassen und darüber nachzudenken, wie ein Konzept funktionieren kann. 

Das machen eben auch Architekten. Da tut dann Weiterbildung gut – und darum kümmert sich im Großherzogtum unter anderem das Luxembourg Center for Architecture (LUCA). Auch die Stiftung, die sich um die Architektur und ihre Themen im gesellschaftlichen Kontext bemüht, liefert derzeit wöchentlich mit dem Programm „LUCA – Look Outside!“ ein breites digitales Angebot während der Coronazeit. Auf der passend eingerichteten Website ist in den letzten Wochen schon ordentlich viel Material zusammengekommen, das sich eben nicht nur an die Fachleute wendet: Unter anderem gibt es eine eigens für Kinder bereitgestellte Sektion, in der sich unter anderem kreative Basteltipps verbergen. Und für die Großen? Da gibt es Inspirationen für die eigenen vier Wände. (dco )

12. Mai: Anleitung zum Glücklichsein 

Der Durchschnittsjournalist ist bekanntlich die perfekte Verkörperung des Modell-Luxemburgers: Denn während Letzterer gleichzeitig an Größenwahn und einem Minderwertigkeitskomplex leidetdixit Serge Tonnar in einem meiner ersten Interviews als Kulturredakteurin des „Luxemburger Wort“ vor gefühlt ein paar Jahrhunderten –, ist der Vollblutreporter auch stets gleichzeitig kritisch abgeklärt. Er ist geradezu chronisch skeptisch und glaubt dabei, felsenfest und „envers et contre tout – et tous“, noch immer an das Gute im Menschen. Die Corona-Pandemie stellt beides gleichermaßen schwer auf die Probe: den Gleichmut und den Glauben – kurz, den Menschen dazu. Was uns früher vielleicht als unabdingbar erschien, wirkt angesichts der aktuellen Situation zuweilen geradezu lächerlich. Notwendigkeiten erweisen sich als Lappalien – und umgekehrt. Eine ungewohnt beunruhigende Unsicherheit macht sich schleichend breit: Doch Rettung naht – glaubt man zumindest der „The Science of Well-Being“-Onlinekursbeschreibung, die verspricht, „das eigene Glücksgefühl zu steigern und produktivere Gewohnheiten aufzubauen“. 

Herzhaftes Lachen, Ausdruck der Freude.
Herzhaftes Lachen, Ausdruck der Freude.
Foto: Shutterstock

Die renommierte Yale-Universität stellt den Kurs derzeit kostenfrei zur Verfügung, und scheinbar teilt man sich den digitalen Hörsaal mit – sage und schreibe! – 2 407 782 Kommilitonen weltweit. In 19 Stunden, die man sich selbst mundgerecht portionieren kann, lotst „Top Instructor“ Laurie Santos, Professorin für Psychologie an der amerikanischen Prestige-Hochschule (wie es sich gehört, einladend freundlich lächelnd auf ihrem Profilbild!) ihr Auditorium im „best case scenario“ zu einem besseren „Ich“; und im „worst case“ zur heilsamen Einsicht, dass früher, zu Studienzeiten, doch nicht alles besser war. Ob das Homeschooling, das Dankbarkeit, Glück, Meditation und Genuss verspricht, wie gewünscht funktioniert und die Zeitinvestition sich unterm Strich wirklich (ge)lohnt (hat), muss dann aber ein jeder für sich herausfinden bzw. entscheiden. In diesem Fall handelt es sich nämlich ganz klar um ein „Probieren geht über Studieren“!  (vac)

11. Mai: Comics und Covid-19

Sie wollen einen Superhelden für einen Comic oder einen Graphic Novel erfinden, ohne allzu viel den Zeichenstift in die Hand zu nehmen? Sie wollen auch vielleicht nur Ihren Alltag während der Quarantäne erzählen und das zudem ansprechend illustrieren? Eine kostenlose App der französischen Nationalbibliothek BNF erlaubt jedem, mit sehr wenig Aufwand seinen eigenen Comic-Strip zu zeichnen. 

Dabei kann man auf fast endlose Bildbestände, Zeichnungen, Plakate und Fotografien der Bibliothek zurückgreifen, um eine Geschichte grafisch zu erzählen. Interessant ist dieses Tool vor allem deshalb, weil es Zugang zu äußerst reichhaltigen und vielfältigen Sammlungen der Bibliothek gibt.   

So darf der Nutzer fortwährend im Fundus herumstöbern und zugleich seine eigenen grafischen Kreationen schaffen. Alte Fotografien von Eugène Atget, geheimnisvolle Figuren aus mittelalterlichen Manuskripten oder Plakate der Belle Epoque, dies und noch mehr zählt zu den ikonografischen Ressourcen, die man neben eigenen Zeichnungen oder Fotos verwenden darf. Außer an Schüler richtet sich dieses kulturelle Angebot an alle, Jung und Alt, vor allem aber an ein Familienpublikum und an Freunde des Comics. Die Geschichte muss man aber schon selbst erfinden, der Bildredakteur dafür wird gratis zur Verfügung gestellt. Einige Beispiele, was man alles mit dieser App verwirklichen kann, zeigt die französische Nationalbibliothek auf ihrem Instagram-Account.

Im sozialen Bildnetzwerk Instagram findet man derzeit auch die eindrucksvollen Fotos des Covid Times Project, eines fotografischen Langzeitprojekts, das namhafte Fotografen aus der ganzen Welt vereint – unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Indien, Uganda, Kolumbien, Libanon. Ganz verschiedene Länder, aber ein und dasselbe Thema vor der Linse – unser Alltag im Rhythmus der Pandemie. Die Bilder machen nachdenklich, laden aber auch manchmal zu einem Schmunzeln ein und zeigen, wie klein die Welt doch irgendwie geworden ist, wenn aus einem plötzlichen Problem eine Art Weltreportage werden kann. (mt)

8. Mai:    Literatur im Streaming

Liebhaber englischsprachiger Literatur können am Wochenende des 8. bis 10. Mai ein Buchfestival besuchen, ohne dafür auch nur einen Fuß vor die Tür zu setzen. Das „Big Book Weekend“ vereint nun im virtuellen Raum das Beste, was die abgesagten britischen Literaturfestivals zu bieten haben. (Die Events sind später im Archiv weiterhin zu sehen). 

Alexander McCall Smith ist bekannt für seine „No. 1 Ladies’ Detective Agency“-Serie, in der die Detektivin Precious Ramotswe in Botswana mit viel Lebensweisheit und Humor sowohl schwierige als auch schräge Fälle löst. Er wird am 8. Mai um 12 Uhr unter anderem zwei Gedichte vortragen. 

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Michael Morpurgo, Autor von „War Horse“ („Gefährten“ in der deutschen Übersetzung), wird ab 16 Uhr im Gespräch mit der Autorin Clare Mulley von seiner Jugendbuchreihe, die im Zweiten Weltkrieg spielt, erzählen sowie von seinem Buch „Waiting for Anya“, das nun mit Jean Reno, Thomas Kretschmann und Anjelica Huston verfilmt wurde. 

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Interessant bei diesem Gespräch wird die Tatsache sein, dass Clare Mulley in ihrem Buch „The Spy Who Loved“, einer Biografie der Spionin Christine Granville, über die Frau geschrieben hat, die im Zweiten Weltkrieg das Leben von Michael Morpurgos Onkel Francis Cammaerts gerettet hat. Am 9. Mai um 13 Uhr dreht sich das Gespräch von Neil Gaiman und Sam Weller um Science-Fiction und Fantasy. 

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Neil Gaiman ist durch seinen Bestseller „Good Omens“ bekannt geworden, den er zusammen mit Terry Pratchett geschrieben hat. Sam Weller hat eine Biografie über den Science-Fiction-Guru Ray Bradbury geschrieben, der im August 100 Jahre alt geworden wäre. Bradbury wird denn auch das Gesprächsthema der beiden sein.

Schriftsteller Neil Gaiman
Schriftsteller Neil Gaiman
Foto: AFP

Das komplette Programm des drei Tage dauernden Festivals ist auf bigbookweekend.com zu lesen, anschauen kann man die Events auf myvlf.com, einem virtuellen Treffpunkt für Buchliebhaber. Dort muss man sich einfach nur anmelden und los geht’s. mim

7. Mai:  Lever le nez et ouvrir l’œil

La ville d’Esch-sur-Alzette n’a rien à envier à sa grande sœur Luxembourg. Du moins au niveau de la richesse de son patrimoine architectural. Une richesse que le professeur Robert L. Philippart ne cesse de dévoiler lors de ses balades architecturales en plein cœur de la Métropole du Fer. Une richesse qui a aussi retenu l’attention du «Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History» (C²DH) de l’Université de Luxembourg. Son vice-directeur Denis Scuto ainsi que Georges Büchler, Jean Goedert, Antoinette Lorang et Antoinette Reuter ont passé au crible de nombreux endroits d’Esch-sur-Alzette en s’intéressant à divers aspects: histoire de l’art, architecture et urbanisme, histoire sociale et industrielle... Le résultat de leurs recherches sera édité cet été par capybarabooks sous la forme d’un «Guide historique et architectural Esch-sur-Alzette». 150 sites seront référencés – du XVIIIe siècle à nos jours.

Le "Sprëtzenhaus" à Esch-sur-Alzette.
Le "Sprëtzenhaus" à Esch-sur-Alzette.

En attendant Denis Scuto et son équipe dévoilent pas à pas les différentes étapes de leurs pérégrinations historiques et architecturales à l’aide de reportages vidéos mêlant explications et documents historiques à des prises de vues actuelles des lieux et bâtiments retenus. Lever le nez et ouvrir l’œil: ce vieil adage s’applique tout particulièrement à la rue de l’Alzette. Les enseignes et devantures des commerces changent – souvent à un rythme inquiétant – mais les façades, elles, sont immuables et dévoilent leurs petits secrets à tous ceux qui se prennent le temps de regarder. 

Outre son regard sur la plus longue zone piétonne et artère commerçante du pays, le projet de l’Université propose par ailleurs de découvrir d’autres incontournables de la ville: la tour du château de Berwart, le presbytère et l’école des filles, le quartier du Faubourg, le cimetière et l’église Saint-Joseph, la «Metzeschmelz», l’Hôpital Metz «Bridderhaus», la «Brasseurschmelz», les Mines Collart/Cockerill, l’église protestante, le poste d’incendie «Sprëtzenhaus», la colonie ouvrière «Aachener Hütten-AV», la Maison Lefèvre, le Café Pitcher, la Maison Buchholtz et la Villa Mousset. Autant de présentations d’endroits symboliques de la ville expliqués, documentés qui devraient non seulement intéresser les Eschois, mais aussi tous ceux qui veulent en savoir plus sur une ville trop souvent méconnue. thi

www.bit.ly/3bcl4fg 

6. Mai: Zugang zur Musik

Monsieur Onde ist eine nette kleine animierte Figur, die klassische Musik liebt und vor allem sehr gelehrt ist. Geschaffen hat sie das Orchestre de Paris, und auf dessen Webseite findet man Monsieur Onde. Dort führt die Zeichentrickfigur durch die Unermesslichkeit des Repertoires der klassischen Musik. In kurzen Videos von zwei oder drei Minuten erklärt sie Musikstücke, die sich je nach Stimmungen auswählen lassen: Schauder, Ekstase, Melancholie, Tragödie ... Monsieur Onde enthüllt aber auch die Geschichte, die hinter jedem der großen Werke des riesigen Repertoires steckt: eine Symphonie von Brahms, das Violinkonzert von Sibelius, „Die Schöpfung“ von Haydn oder Berlioz' „Sinfonie fantastique“. 

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Die Videos sind nicht sehr lang, aber sie geben die paar Schlüssel, die man braucht, um einen besseren Zugang zur Musik zu bekommen. Früh sollte sich halt derjenige üben, der einmal Balkonsänger werden will. 

Und wer selbst zu Hause Opernarien schmettern möchte, der kann das auch über das Opéraoké der Pariser Opéra Comique. Täglich gibt es auf deren Webseite neue Tutorials, um Technik und Stimme zu verbessern, seine eigenen Arien darf man auch filmen und ins Web stellen.  (mt)

5. Mai: Theatertreffen der anderen Art

Es sind offiziell zehn Stücke – zehn Stoffe, zehn Ensembles, zehn besondere Inszenierungen, die das deutschsprachige Gegenwartstheater des vergangenen Jahres geprägt haben: schon die Auswahl der Jury für das jährliche Berliner Theatertreffen ist ein Ritterschlag für Arbeiten und kreative Teams, die darum bemüht sind, die hohe Kunst des Schauspiels auf einem Niveau zu zeigen, das schlicht fasziniert und aufrüttelt – und das selbstverständlich auch durchaus kontrovers ist. 

"Chinchilla Arschloch, waswas", eine Produktion von Künstlerhaus Mousonturm, Schauspiel Frankfurt und Rimini Apparat in Koproduktion mit dem Westdeutschen Rundfunk und HAU Hebbel am Ufer (Berlin)
wird in deutscher Sprache mit englischen Untertiteln heute abend gezeigt.
"Chinchilla Arschloch, waswas", eine Produktion von Künstlerhaus Mousonturm, Schauspiel Frankfurt und Rimini Apparat in Koproduktion mit dem Westdeutschen Rundfunk und HAU Hebbel am Ufer (Berlin) wird in deutscher Sprache mit englischen Untertiteln heute abend gezeigt.
Foto: Robert Schittko

In diesem Jahr muss das sonst über zwei Wochen mit zahlreichen Veranstaltungen stattfindende Treffen ausfallen. Nichtsdestotrotz versuchen die Veranstalter so viel wie möglich zumindest im Netz zur Verfügung und – vor allem – zur Debatte zu stellen. Bis zum 9. Mai werden an den Abenden einige der Stücke für jeweils 24 Stunden abrufbar sein. Aber so gibt es zum ersten Mal die Gelegenheit, so nah an das Theatertreffen und die aktuellen Debatten heranzukommen. Natürlich mit dem Nachteil, dass ein Mitschnitt eigentlich nicht das Live-Erlebnis der Bühne ersetzen kann.

Aber nehmen wir den heutigen Abend als Beispiel: Um 18 Uhr startet ein Künstlergespräch überschrieben mit dem Titel „Körperliche Arbeit und Digitalität“. Darin geht es besonders um Florentina Holzingers Arbeiten. Die österreichische Choreografin spricht mit Kollegen darüber, wie die Digitalisierung sich für die Bühne auswirkt. „Wie gehen ihre Performer mit der Digitalisierung um? Und was passiert mit einem Körper, sobald er im digitalen Raum auftritt?“. Aktueller kann es ja in Zeiten von Corona eigentlich für Künstler kaum zugehen. 

Danach wird der Stream zum eingeladenen Stück „Süßer Vogel Jugend“ von Tennessee Williams in der Inszenierung des Schauspiel Leipzig unter der Regie von Claudia Bauer freigeschaltet und ab 22.05 Uhr mit einem Gespräch mit Produktionsbeteiligten ergänzt. So ergibt sich ein intensiver Theaterabend der anderen Art. Morgen steht dann eine Arbeit von der Truppe Rimini Protokoll an: „Chinchilla Arschloch, waswas“ – und gerade dieses Kollektiv steht für spannende Neuentwicklungen des Theaters. (dco)

4. Mai: Die Entstehung der Wundermaschinen

„ Ich bin Jean Tinguely und ich mache Maschinen, die keinen Nutzen haben.“ Mit diesen Worten stellt sich der Schweizer Künstler in einem der Videos vor, die man sich auf tinguely.ch in der Rubrik „Meta-Tinguely“ anschauen kann. 

Dieser kurzweilige und spielerische Multimediaguide lässt einen ausgewählte Werke entdecken und führt so durch die Sammlung des Museums. Die Texte, Videos, Animationen und Spiele sind für Kinder geeignet, doch auch Erwachsene werden ihren Spaß daran haben, Tinguelys kinetische Kunstwerke auf diese Art zu entdecken. 

Jean Tinguely mit Méta-Matic no. 9 (Scorpion), 1959
Jean Tinguely mit Méta-Matic no. 9 (Scorpion), 1959

 Die aufwendig gestaltete Biografie Jean Tinguelys (1925-1991) gibt Anekdoten aus seinem Leben preis. So ist ein Brief des schweizerischen Warenhauses Globus, in dem Jean eine Lehre als Dekorateur begonnen hatte, an seine Eltern abgebildet. Darin heißt es: „Der junge Mann macht ständig Dummheiten, er beschädigt Dekorationsmaterial fahrlässig und sogar absichtlich. (…) Wir zweifeln daran, dass es uns gelingen wird, aus Ihrem Sohn einen tüchtigen Berufsmann zu machen.“

 Später besucht Jean die Kunstgewerbeschule, wo er den „Schock der zeitgenössischen Kunst und der Entdeckung der Kunst an sich“ erleidet. Die Entwicklung seiner eigenen künstlerischen Handschrift beginnt mit dem Malen. Doch ihm gelingt es nie, ein Bild zu beenden. „Ich konnte einfach nie ein Ende erkennen und wusste nicht, wann ich beim Malen aufhören sollte. (…) Also arbeitete ich mit Bewegung. Die Bewegung bot einen Ausweg aus dieser Starre, bot einen Endpunkt. Bewegung erlaubte mir zu sagen, ,OK, jetzt ist fertig.‘ “ 

Tinguely beginnt, kinetische Reliefs und Drahtskulpturen zu erschaffen, und nimmt 1955 an der Ausstellung „Le Mouvement“ teil, die der beweglichen Kunst gewidmet ist. Der schwedische Kunsthistoriker Pontus Hultén beschreibt Jeans Kunst mit diesen Worten: „Die Maschinen von Tinguely sind Anti-Maschinen. Man will in den Maschinen Regelmäßigkeit und Präzision finden. Doch Tinguely erforscht die mechanische Unordnung. Die Getriebe seiner Bilder haben keine andere Präzision als die des Zufalls. Diese Kunst ruht auf der Idee des Rades, der Wiederholung und der immerwährenden Veränderung.“ (mim)

tinguely.ch 

2 mai:  Quelques notes de blues en ballade

Tout est parti d’un riff de blues. Lors d’une session jam entre amis, René Cavallini, le père de Remo Cavallini, bluesman de Differdange, a présenté au guitariste Steve Richer un bref motif musical de quelques notes en lui demandant de «faire quelque chose avec ça». Piqué au vif, le musicien s’est rapidement entouré de quelques potes pour s’atteler à la tâche. Le projet «Patient Zero» est né. 

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Outre un nom bien de circonstance, les musiciens ont décidé de réagir face au confinement imposé pour ne pas sombrer dans une sinistrose ambiante. Alex Logel, orgue Hammond, Yves Ditsch, batterie, Dan Fastro, basse, Elise Nunes, chant, Ewen Curreli, guitare, et donc Steve Richer, guitare – qui tous se connaissaient déjà avant – se sont cloîtrés chez eux et ont finalement enregistré leur premier titre confiné «Wise Man», une superbe ballade blues pur jus. (thi)

30. April:  Cumberbitches aufgepasst!

Was macht einen Schauspieler eigentlich sexy? Ist es sein Aussehen? Sein Charisma? Seine Stimme? Vielleicht doch sein Können? Jeder der – weiblichen wie männlichen – „Cumberbitches“, wie die Fans des Schauspielers Benedict Cumberbatch geradezu liebevoll genannt werden, hat da sicher seine ganz persönliche Antwort. 

Benedict Cumberbatch: Die Rolle des Sherlock Holmes hat ihm eine weltweite Anhängerschaft eingebracht.
Benedict Cumberbatch: Die Rolle des Sherlock Holmes hat ihm eine weltweite Anhängerschaft eingebracht.
Foto: BBC

Sicher ist, dass den Briten, Jahrgang 1976, die Rolle des Sherlock Holmes in der aufgemotzten Neuauflage von Arthur Conan Doyles Klassiker schlagartig weltberühmt machte und ihm eine weltweite Anhängerschaft einbrachte.

 Und nicht nur die, auch Freunde der Bühnenkunst sollten sich heute den Wecker stellen – und zwar kurz vor 20 Uhr. Dann, und noch bis zum 8. Mai, 20 Uhr, präsentiert das National Theater London auf seinem YouTube-Channel die Bühnenadaptierung von Frankenstein, inszeniert von „Trainspotting“-Regisseur und Oscarpreisträger Danny Boyle. 

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Das Besondere: Benedict und Bühnenpartner Jonny Lee Miller schlüpfen abwechselnd in die Rolle des guten Doktors und seiner Kreatur: Der Zuschauer kann wählen, welche Fassung er sich anschaut – und dabei kurz darüber sinnieren, wie nahe Genie und Wahnsinn doch meist nebeneinander liegen. (vac)

29. April:  Dieser Wettbewerb belebt das Geschäft

Haben Sie auch schon Pläne? Für die Zeit danach? Dann, wenn alles so sein wird, wie es einmal war – nur eben viel besser, weil menschlicher, viel gerechter und viel umsichtiger ... Also ich schon! Auch wenn es dafür noch keine richtig klare Zeitschiene gibt, bereite ich mich schon mal mental auf diese schöne, neue Welt vor – um, wenn es denn soweit ist, auch gleich loslegen zu können. 

Ganz oben auf meiner Liste steht ein Ausflug ins beschauliche York, wo Ouse und Foss ineinanderfließen. Warum gerade dorthin? Nun, um das dort ansässige Museum zu besuchen, recht einfallslos Yorkshire Museum genannt. 

Doch als es 1830 gegründet wurde (immerhin ganze 18 Jahre älter als das „Luxemburger Wort“, was schon etwas heißen will), gab es schließlich noch nicht so was wie Name Branding: Der Name sollte wohl einfach Programm, nicht Marketing sein. Und seit ich die Kulturinstitution auf Twitter entdeckt habe, können Metropolen wie Paris, Sankt Petersburg und New York mit ihrem Louvre, Ermitage und Metropolitan Museum of Art einpacken. 

Eine furchterregende Meerjungfrau aus dem National Museums Scotland
Eine furchterregende Meerjungfrau aus dem National Museums Scotland
Foto: National Museums Scotland

Denn dort, wo die Großen sich gemütlich auf ihren Lorbeeren ausruhen und dank ausgefeilter technischer Mittel ihre atemberaubenden Sammlungen, die abzuzählen nicht einmal alle Finger und Zehen der Bewohner der Weltstädte, denen sie zu Füßen liegen, reichen, müssen die „Kleinen“ sich etwas wirklich Besonderes einfallen lassen, um nicht in Vergessenheit zu geraten – und sich so selbst verzichtbar zu machen. 

Was mit dem Hashtag #curatorbattle als Zeitvertreib zwischen lokalen Häusern begann, hat sich inzwischen zu einem weltweiten Konflikt entwickelt – bei dem große Geschütze aufgefahren werden. Und das ist wunderbar! Ich erkläre mich: Jeden Freitag wirft das in einem malerischen Park gelegene Museum den Fehdehandschuh in die Arena und fordert kleine und große Kollegen weltweit zum Massenduell.

 Mit Hashtags wie #dullestobject, #deadliestobject oder #creepiestobject müssen sie dann auspacken, was es zu zeigen gibt. Da kommt auch mal eine furchterregende Meerjungfrau aus dem National Museums Scotland heraus! Warum das Ganze unterhaltsam und lehrreich ist? Na, weil es zeigt, dass hinter allen Museen immer auch nur Menschen stehen, die all ihr Herzblut in ihre Arbeit stecken. Genau so stelle ich mir den Wettbewerb vor, der das Geschäft belebt! (vac)

www.yorkshiremuseum.org.uk  

28. April:  Blick in die Ferne

Sie sind nonkonformistisch, unabhängig und regen zum Nachdenken an. Die Filme und Dokumentationen, die man auf aflamuna.online kostenlos streamen kann, waren bereits in der offiziellen Auswahl zahlreicher Festivals zu sehen. Aflamuna, was soviel wie „unsere Filme“ bedeutet, ist eine Initiative, die von einer Gruppe im Libanon basierter, arabischer Filmemacher und Filminstitutionen ins Leben gerufen wurde. Geleitet wird sie von Beirut DC, einer kulturellen Vereinigung, die sich für die Entwicklung des unabhängigen arabischen Kinos einsetzt. 

Die Idee zu dieser Streamingplattform ist in Zeiten der Corona-Quarantäne entstanden, allerdings hoffen die Verantwortlichen, das Angebot darüber hinaus aufrechterhalten zu können. Jedes Werk ist für eine begrenzte Zeit zu sehen, die Filmauswahl wird alle zwei Wochen erneuert.

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 Aktuell auf dem Programm steht u. a. „I Want to See“ (Je Veux Voir) mit Catherine Deneuve aus dem Jahr 2008. „Was kann Filmkunst bewirken?“ 

Diese Frage stellt sich die junge Generation, die im Juli 2006 den Beginn des Libanonkriegs erlebt. „Wir wissen nicht mehr, was schreiben, welche Geschichten erzählen, welche Bilder zeigen“, erklären die Filmemacher Joanna Hadjithomas und Khalil Joreige. Sie entscheiden sich, die Frage nach der Wirkungskraft des Films in die Realität zu übersetzen. „Wir reisen nach Beirut mit einer ,Ikone‘, einer Schauspielerin, die für uns das Kino symbolisiert: Catherine Deneuve. Sie wird sich mit unserem Lieblingsschauspieler Rabih Mroué treffen und gemeinsam werden sie durch die vom Konflikt zerstörten Regionen fahren. Durch die Präsenz der beiden, ihr Treffen, hoffen wir, die Schönheit wiederzufinden, die unsere Augen nicht mehr wahrnehmen können. Es ist der Beginn eines unvorhersehbaren, unverhofften Abenteuers.“ 

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Ein rezenteres Werk ist „I Used to Sleep on the Rooftop“ aus dem Jahr 2017. Regisseurin Angie Obeid erzählt darin die Geschichte von zwei Frauen, der 53-jährigen Syrerin Nuhad und sich selber, der 27-jährigen Libanesin Angie. Beide warten in einem kleinen Appartment in Beirut auf eine Gelegenheit, an einen besseren Ort zu gelangen. (mim)

https://www.aflamuna.online/


27 avril: Pour une poignée d’opéras 

La Monnaie de Bruxelles n’y va pas par quatre chemins face au Covid-19. La saison en cours est stoppée net, la décision est sans appel et risque de laiser un vide dans la vie culturelle de la capitale belge. La Monnaie, l’opéra de Bruxelles, a son lot de fidèles spectateurs. Parmi eux, également pas mal d’amateurs d’opéras du Luxembourg. Entre ceux qui font tout spécialement l’aller-retour Luxembourg-Bruxelles, ceux qui vivent et travaillent à Bruxelles où ceux qui sont de passage à la Monnaie, on estime à une bonne cinquantaine les «Grands-Ducaux» qui s’installent à chaque représentation dans les moelleux sièges rouges feutrés de la salle bruxelloise. 

La Monnaie  de Bruxelles termine la saison par une offre virtuelle.
La Monnaie de Bruxelles termine la saison par une offre virtuelle.
Photo: Tine Claerhout

Pour combler ce vide viscéral, l’institution lyrique, comme d’innombrables collègues, joue désormais à fond la carte de la «livraison à domicile». Le directeur des lieux Peter de Caluwe ne déclarait-il pas, avant la crise sanitaire, que sa maison allait devoir faire face à d’énormes défis?

En attendant la nouvelle saison et suite à l’annulation de toutes les représentations lyriques, concerts et autres événements, la Monnaie propose donc aux mélomanes du Luxembourg et d’ailleurs de (re)découvrir quelques grandes œuvres du répertoire lyrique. 

Cette fin de saison virtuelle propose les opéras suivants «Mitridate, Rei di Ponto», «Dialogues des Carmélites», «Les Contes d’Hoffmann», «Madame Butterfly», «Macbeth», «Au Monde», «Push». Autant de productions plus ou moins récentes qui permettent grâce au «MM Channel» de la Monnaie de retrouver non seulement quelques compositeurs lyriques connus – Wolfgang Amadeus Mozart, Francis Poulenc, Jacques Offenbach, Giacomo Puccini, Giuseppe Verdi, Philippe Boesmans, Howard Moody – mais aussi quelques grands noms de la mise en scène: Jean-Philippe Clarac et Olivier Deloeuil, Olivier Py, Krzysztof Warlikowski, Kirsten Dehlholm, Olivier Fredj... Autant d’alléchantes propositions de belles soirées d’opéras. A consommer sans modération et du moins encore jusqu’au 15 mai. (thi)

www.lamonnaie.be

25. April:  Willst du mit mir gehen?

 Es ist schon eine verkehrte Welt: Wenn sie einem im Großraumbüro ständig am Pelz kleben, nerven die lieben Kollegen schon mal; nun, da man sich, wenn überhaupt noch, nur über Videokonferenz hört und sieht und auf Slack liest, fehlen sie einem ungemein. Genauso ist es auch mit dem Spazierengehen: Jetzt, wo man möchte, kann man nicht, so wie man will.

 Doch es gibt ein digitales Trostpflaster gegen die derzeitige, kurze Leine an der uns das Corona-Virus hält. 

 Die New Yorker High Line, ein digitales Trostpflaster.
Die New Yorker High Line, ein digitales Trostpflaster.
Foto: Vesna Andonovic

Genau wie ich kann nämlich ein jeder frei auf den Spuren von Matt Green wandeln: Der Amerikaner hat sich nämlich zum Ziel gesetzt, alle Straßen New Yorks abzugehen – und hat dabei in sechs Jahren unglaubliche 14 933,1 Kilometer zurückgelegt. 

Nicht nur kann so jeder Mensch egal wo er sich auf der Welt befindet, jederzeit Big Apple zu Fuß erkunden und dabei zahllose wundervoll alltägliche, kleine Details entdecken, sondern dabei auch noch die Perspektive auf das Schöne im eigenen Umfeld überdenken. Meinen herzlichen Dank dem lieben Kollegen, der mir den Tipp gab: Wir sehen uns dann bei den wogenden Gräsern der High Line, denn ich vermisse ihre gute Gesellschaft sehr!  (vac)

imjustwalkin.com 

24. April: Vollkommen übernatürlich

Der japanische Zeichner, Anime-Regisseur und Filmproduzent Hayao Miyazaki kreiert in seinen Werken fabelhafte Welten, in denen die Kräfte der Natur verehrt werden, himmlische und irdische Gottheiten (Wesen) allgegenwärtig sind, der Mensch nur ein sehr kleiner Teil des Lebens im Universum ist. Ganz dem Shintoismus, der ursprünglichen Religion Japans entsprechend. 

Hayao Miyazaki kreiert in seinen Werken fabelhafte Welten.
Hayao Miyazaki kreiert in seinen Werken fabelhafte Welten.
Foto: AP

Seine von übernatürlichen Erscheinungen und Vorfällen geprägten Filme behandeln ganz realitätsbezogene Themen, die für unser alltägliches Leben von Bedeutung sind. Einen Einblick in die Entstehung dieses magischen Realismus bietet die vierteilige Dokumentation „10 years with Hayao Miyazaki“, die man kostenlos auf der Internetseite des internationalen Dienstes des japanischen öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders NHK World-Japan (www3.nhk.or.jp) in der Rubrik „On Demand“ streamen kann. Die Dokumentation ist auf Englisch, man kann jedoch auch französische Untertitel auswählen. 

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Über ein Jahrzehnt hinweg erlaubte Miyazaki einem Filmemacher, ihn auf Schritt und Tritt zu begleiten. Passenderweise beginnt die Dokumentation mit einer Szene, in der Hayao Miyazaki morgens sein Atelier betritt und zuerst einmal alle Wesen und Geister, die anscheinend auch dort leben, begrüßt. 1985 gründete Hayao Miyazaki zusammen mit Kollegen das weltbekannte Zeichentrickfilmstudio Studio Ghibli, zu dessen Produktionen Titel gehören wie: „Spirited Away“, „Princess Mononoke“, „My Neighbor Totoro“ oder auch „Ponyo“. Auf der Internetseite des Studios, ghibli.jp, kann man neuerdings Wallpapers aus einer Reihe von Filmen herunterladen, um sie als Hintergrundbild für Videokonferenzen zu nutzen. Der Internetauftritt des Studios ist ausschließlich auf Japanisch, doch man kann sich alles im Browser auf Englisch übersetzen lassen. Die Filme kann man seit Februar auf Netflix streamen. Sie zu erschaffen beschreibt Hayao Miyazaki so: „Der Prozess des Kreierens ist wie eine Angelleine in mein Gehirn zu werfen.“ (mim)

www3.nhk.or.jpghibli.jp 

https://youtu.be/ByXuk9QqQkk

23 avril:   En tête-à-tête avec Mona Lisa

Elle doit certainement rire jaune et passablement s’ennuyer, la Mona Lisa de Leonardo da Vinci qui d’habitude voit défiler à ses pieds chaque jour des milliers d’admirateurs. Confinée dans sa salle hypersécurisée, ses journées doivent être bien ternes. C’est sans doute pour cette raison que son hôte a fait le choix de lui faire prendre l’air. N’ayez crainte, la vénérable Dame n’est pas plantée au coin d’une rue en attendant la visite de quelques rares passants.

 Le Louvre a eu une idée bien plus ingénieuse: le célèbre musée parisien offre à ses visiteurs virtuels en cette période de fermeture de tous les institutions culturelles un tête-à-tête avec la Joconde.  

Mona Lisa doit certainement s'ennuyer dans son Louvre vidé de son public.
Mona Lisa doit certainement s'ennuyer dans son Louvre vidé de son public.
Photo.: archives LW


Cette première expérience en VR ou à 360° est organisée dans le cadre de l’exposition qui a commémoré le 500e anniversaire de la mort de Leonardo da Vinci. Comme le précise le Louvre, «cette expérience révèle les dernières recherches scientifiques concernant l’innovation artistique de Leonard da Vinci et ses techniques et procédés de peinture à travers une visualisation exceptionnelle en réalité virtuelle qui leur donne vie.» 

Pour découvrir les tout derniers secrets de la toile et surtout de cet énigmatique sourire qui a déjà fait couler tant d’encre et briser tant de cœurs, il suffit de télécharger une application sur AppStore ou Google Play et le tour est joué. 

Autre mesure proposée par le Louvre dans son souci de rester actif en cette période de mise au repos forcé: le département des Peintures ouvre ses collections et présente quelques toiles majeures de toutes les écoles de la peinture européenne du XIIIe siècle à 1848. Chaque tableau est richement documenté et commenté. Les «incontournables du Louvre» viennent compléter cette partie réservée à la peinture.   

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Et comme si cela ne suffisait pas, le musée parisien met en ligne un large panel de concerts enregistrés dans son auditorium: Trio Tezlaff, Le Concert de la Loge, Lise de la Salle, Le Quatuor Modigliani figurent au catalogue du musée. Mona Lisa ne va sans doute pas se plaindre de ces quelques notes de musique qui viendront égayer sa longue solitude. (thi)

www.louvre.fr 

22. April:  Das Abenteuer an der Straßenecke

Was tun Fotografen, die mit der Kamera die Welt bereisen, wenn das gesamte Räderwerk der Welt plötzlich langsamer dreht? Na, sie suchen das Abenteuer am Fuße ihrer Appartementwohnung, an der Ecke der leer gefegten Stadtstraße oder auch im naheliegenden Krankenhaus und veröffentlichen Bilder davon auf Instagram. 

Eugénie Baccot hat zusammen mit Cyril Abad den „Coronascope“ auf Instagram lanciert, in dem sie Bilder zueinanderstellt und so Menschen trotz sozialer Distanzierung  zueinanderbringt.
Eugénie Baccot hat zusammen mit Cyril Abad den „Coronascope“ auf Instagram lanciert, in dem sie Bilder zueinanderstellt und so Menschen trotz sozialer Distanzierung zueinanderbringt.
Foto: Instagram Coronascope

Ein Blick in das soziale Netzwerk lohnt sich. Nadia Ferroukhi hat sich das menschenleere Paris vor die Linse geholt – normalerweise ist sie mit ihrer Kamera in der ebenso leeren Sahara zu Hause.

 Die mehrfach ausgezeichnete Kriegsfotografin Véronique de Viguerie ist derweil nach Mulhouse gezogen, um das Leid der Menschen dort in sehr einfühlsamen Bildern festzuhalten. Eugénie Baccot hat zusammen mit Cyril Abad den „Coronascope“ auf Instagram lanciert, in dem sie Bilder zueinanderstellt und so Menschen trotz sozialer Distanzierung zueinanderbringt. 

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APRINA- OHIO, USA [ one world - one virus - 9 views ] Confinement diaries as the coronavirus outbreak strikes the world As the coronavirus outbreak results in a global confinement, spreading everywhere and affecting everybody, documentary photographer Catalina Martin-Chico has been gathering testimonies from her friends all over the world, whom she met through photography assignments, working or travelling. From Côte d’Ivoire, the US, Italy, Chile, Iran, Morocco, Colombia, they are all affected by the covid-19 crisis as the world seems frozen. Each of them talks about how their country is dealing with the pandemic and their daily life in a lockdown. Catalina will keep checking in with them every week to see how the situation progresses in each country. The result gives a first-person worldwide view of the biggest crisis the world has had to face since World War II and shows how everyone’s lives are impacted, providing a more personal outlook on the crisis by going beyond the breaking news cycle. #allocata #covid19 #coronavirus #covidworldwide #diary #videodiary #covid19usa #wearenotalone #covidiary @aprinasrevolutionary_love

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Catalina Martin-Chico hat derweil ein Welttagebuch über Covid-19 aufgeschlagen, in dem sie Follower aus aller Welt über ihr Lockdown zu Wort kommen lässt.  (mt)

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[ CORONASCOPE ® 12] 19.04.2020, XXe. CANARD POUR TOUS “Il est clair qu’une protection sur le visage, c’est beaucoup mieux que rien” commente dans Paris Match, la maire de Paris, Anne Hidalgo qui a promis que 2 millions de masques en tissu allaient être offerts aux habitants d’ici mi-mai. Le CORONASCOPE ® C’est un nouveau format C’est un couple de photographes Le Coronascope® est né de la volonté de tuer la distanciation au travers du médium photographique. 
DUCK FOR ALL "It's clear that facial protection is much better than nothing," commented in Paris Match, the mayor of Paris, Anne Hidalgo, who promised that 2 million cloth masks would be offered to residents by mid-May. The CORONASCOPE ® It's a new format It's a couple of photographers The Coronascope® was born out of the desire to kill distancing through the photographic medium. @eugenie.baccot @cyrilabad #Paris #France #75020 #Coronavirus #Covid19 #Stayhome #Documentary #Photography #streetphotography #coronascope #Covid2020projet #canard #parismatch #masque #pharmacie #flamandrose #mairiedeparis #hidalgo

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21 avril: Pour tout savoir sur les Grammy Awards

Les Grammy Awards sont la consécration suprême pour tous les artistes-musiciens outre-Atlantique. En quelque sorte l’équivalent des Victoires de la Musique en France. Il n’est donc pas étonnant qu’un musée se penche de près sur ce phénomène et mette sous le feu des projecteurs de très nombreux lauréats. Aujourd’hui, pour cause de pandémie, le Grammy Museum de Los Angeles a fermé des portes au public. Se refusant à rester les bras croisés, le musée californien a fait le choix d’ouvrir ses archives en diffusant sur Internet des interviews exclusives et souvent très intimistes d’artistes de renommée. 

Billie Eilish et son frère Finneas O'Connell ne sont pas partis les mains  vides aux Grammy Awards en janvier dernier.
Billie Eilish et son frère Finneas O'Connell ne sont pas partis les mains vides aux Grammy Awards en janvier dernier.
Photo: AFP


Inauguré en 2008, l'institution compte dans ses cartons déjà plusieurs centaines de rencontres de ce genre. Kool & The Gang, Greta Van Fleet, Billie Eilish et son frère Finneas O’Connell, Brand Carlile, Yola, John Prine, Kenny Rogers... la liste des entretiens déjà diffusés – et encore en ligne – est interminable. 

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Pour Michael Sticka, président du Grammy Museum, cette opération a pour but de divertir le public en ces temps de confinement. En parallèle des interviews de musiciens, le musée de la côte Ouest propose également de voir des enregistrements de concerts et de revisiter des expositions consacrées à Frank Sinatra ou à Whitney Houston. Sans oublier le volet d’enseignement à distance «Education At Home», qui a peut-être pour mission de former les nouvelles stars de demain. (thi)

www.grammymuseum.org

20. April: Die neue Hilfskraft heißt Henri 

Nein, mit unserem guten Großherzog hat das Ganze natürlich nichts zu tun! Es ist keine Hommage, und schon gar nicht eine versteckte Charmeoffensive des Herrscherhauses des kleinen Großherzogtums in Pandemiezeiten. Es ist einfach nur ein banaler Zufall: Zwei Männer, die denselben Namen tragen – Henri. 

Während der unsrige ein beliebter Landesvater ist, handelt es sich bei dem anderen um den „père fondateur“ der Cinémathèque française, sozusagen den französischen Fred Junck. 1935 gründete der Journalist und bekennende Cinéphile Henri Langlois nämlich, gemeinsam mit Georges Franju und Jean Mitry, die Cinémathèque française. Von seiner treuen Damenschar – Mary Meerson, Lotte Eisner und Marie Epstein – umgeben, baute er die filmische Sammlung auf, die heute der Stolz der Ville-Lumière ist. 

Und da es wie alle Pariser Kulturinstitutionen seit dem 13. März Corona bedingt seine Kinosäle zumachen musste, hat sich das „Gedächtnis des Kinos“ etwas anderes einfallen lassen, um sein übliches Filmliebhaberpublikum, aber auch Neophyten weltweit zu erreichen: Die neue Hilfskraft heißt Henri und ist die hausinterne Streamingplattform der Cinémathèque française. 

 Allabendlich um 20.30 Uhr öffnet das Pariser Haus seine Schatzkammer und stellt einen seiner restaurierten Filmkleinode online – und die Bandbreite reicht vom jazzigen Kurzfilm „Surprise Boogie“ von Albert Pierru über die Entdeckung des georgischen Filmemachers Otar Iosseliani bis hin zu Werken von Jean Epstein. In seiner Erklärung, warum gerade ein Haus, das den Film als Kunst des gemeinschaftlichen Kinosaalerlebnisses pflegt, zum Streaming übergeht, streicht der Direktor Frédéric Bonnaud hervor: „[...] si les grands films de l’histoire du cinéma peuvent se regarder aujourd’hui sur ordinateur et en VOD, c’est parce que Langlois et quelques autres ont commencé par les sauver de la décharge, avant de les programmer, inlassablement, sans se soucier des modes et du temps qui passe.“ 

So schön und spannend, wie die Entdeckungen sind, die man dank Henri machen kann, soll man trotzdem nicht auf morgen verschieben, was man heute schon genießen kann. Denn wenn die Ausgangssperre aufgehoben wird, verschwinden auch die Schätze der Cinémathèque wieder in den dunkeln Lagerräumen. Ganz falsch ist auch das nicht – denn nur außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen – und was für die große Leinwand gedacht und gemacht wurde, sollte auch genau auf dieser genossen werden!  (vac)

 www.cinematheque.fr/henri 

18. April: Auf den Spuren von Botticelli und Co.

Es war schon ein Coup, den die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz da landen konnte: Bis zu den Corona bedingten Einschränkungen konnte in der Alten Sammlung des Saarlandmuseums direkt am Saarbrücker Schlossplatz die temporäre Schau „ … Lorenzetti, Perugino, Botticelli … “ Kulturfans anlocken. 

Botticellis "Bildnis einer Dame" ist Teil der Sonderschau.
Botticellis "Bildnis einer Dame" ist Teil der Sonderschau.
Foto: Sammlung Lindenau Museum Altenburg Thüringen

Denn sonst sind die dort gezeigten Kunstschätze aus dem Altenburger Lindenau-Museum in Thüringen eben nur selten außerhalb der eigenen Räumlichkeiten zu sehen. Die Sammlung gilt laut den beiden Museen als weltweit eine der größten und bedeutendsten zur italienischen Malerei des 13. bis 15. Jahrhunderts und wurde von dem Naturwissenschaftler, Politiker, Kunstliebhaber und Philanthropen Bernhard August von Lindenau im 19. Jahrhundert in seiner thüringischen Heimatstadt zusammengetragen – das Museum rühmt sich daher auch, einer der wichtigsten „Kulturleuchttürme Ostdeutschlands“ zu sein. Dieses Kleinod wird allerdings ab diesem Jahr generalsaniert – und so konnte sich das Saarlandmuseum die wertvollsten Schätze der Sammlung als Leihgaben sichern. Doch auch wenn die Werke offiziell bis November 2020 gezeigt werden, herrscht nun auch in Saarbrücken Stillstand im Publikumsbetrieb.

Das konnten und wollten die Macher aber nicht so stehen lassen – und so sind die Werke der 40 Künstler – darunter Guido da Siena, Pietro Lorenzetti, Lippo Memmi, Fra Angelico, Filippo Lippi, Domenico Ghirlandaio, Sandro Botticelli, Pietro Perugino, Luca Signorelli, Domenico Beccafumi – nun übergangsweise digital auf einer Sonderwebsite zu erleben.

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Karfreitag - ein Tag des Gedenken und des Innehaltens. Abgeleitet vom altdeutschen Wort „kara“ (Trauer/Wehklage), erinnert der Name an die Kreuzigung Christi. In der Kunst wird der Leidensweg Christi seit dem Mittelalter in zahlreichen Bilderzyklen in teilweise sehr ergreifenden Szenen dargestellt - so auch in unserem heutigen #KunstwerkdesTages: In der Kreuzigungsszene aus der Schule von Siena von 1370-80 kommt die Trauermimik besonders emotionsgeladen zum Ausdruck. Diese Tafel wie auch weitere ausdrucksstarke Passionsdarstellungen aus „...Lorenzetti, Perugino, Botticelli...Italienische Meister aus dem @lindenaumuseum Altenburg“ findet ihr jetzt auch auf www.kulturbesitz.de/boticellidigital #botticellidigital #museumdigital #museumathome #museumsandchill #saarlandmuseum #saarbrücken #saarbrooklyn #kunst #art #instaart #kunstmuseum #museum #italienischemeister #lindenau #renaissanceart #spreadartnotthevirus #artonline #staysafe #stayathome #kunstinquarantäne

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In einer langen Bilderstrecke – aufgeteilt nach den Räumen der ganz realen Ausstellungsinszenierung – lassen sich die Stücke der Schau Werk für Werk mit passenden Texten virtuell entdecken. Dazu gibt es tiefer gehende Details zu den Maltechniken, der Kunstgattung und Wissenswertes rund um den Sammler und das Altenburger Museum. Und vielleicht ist das ja ein erster Einstieg, sich nach der Krise die Originale anzusehen. (dco

 17. April: Schwerelos froh mit Will und Pat  

Ja, ich oute mich! Gerne. Ohne Scham. Und ganz sicher nicht Homeoffice- und Social-Distancing-Koller bedingt. Ich liebe Poesie! Und zwar in allen Sprachen, ja sogar im Veneto-Dialekt, dem ich nur bedingt mächtig bin, habe ich mir beim letzten Venedigbesuch – Seufz! – in der wunderbaren Libreria Acqua Alta ein Lyrikband gekauft. 

Poesie hat nämlich etwas ganz Besonderes – unabhängig vom völligen Verständnis der Bedeutung ihrer Worte. Sie hat nämlich eine Melodie, die die Saiten der Seele unweigerlich zum Schwingen bringt. Müsste ich hier alle LyrikerInnen aufzählen, die mein tiefstes Innerstes mit ihrer wundervollen Musik erfüllen, reichte diese Zeitungsspalte aber sicher nicht aus. Dennoch ein Mann nimmt einen ganz besonderen Platz in dieser langen Liste ein, denn ich liebe ihn. Glühend, unbeirrt, wahrhaftig – und trotz recht unansehnlichem Äußeren (Halbglatze, Vokuhila UND Ohrring – wie altmodisch ist das denn, bitte schön?!). 

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#ASonnetADay

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Dass er verheiratet, Familienvater und auch schon 403 Jahre tot ist, dürfte für meine innigen Gefühle wohl das kleinste Hindernis sein. Sein Name: William Shakespeare. Auch bei ihm muss man nicht alle Vokabeln kennen (was meist als Ausrede gilt, ihn zu schmähen!), um von der wundervollen Mächtigkeit seiner Sprache mitgerissen zu sein und sich in die Schwerelosigkeit einer willkommenen Unbekümmertheit davontragen zu lassen. 

Aktuell hat sich „Star Trek“-Captain Jean-Luc Picard, Patrick Stewart, zur Aufgabe gemacht, alle 154 Sonetten des Barden vorzutragen. Bequem in seinem Sessel lungernd, beglückt der britsche Schauspieler, der 16 Jahre lang Mitglied der Royal Shakespeare Company war und 2010 für seine Verdienste von der Queen zum Ritter geschlagen wurde, täglich über seinen Instagram-Account (sirpatstew) die Welt mit diesen Wundern.

Bis zur Nummer 116, einem meiner Lieblingssonette, dauert es noch etwas. Zum Glück gibt es aber von besagtem Stück da eine herrliche „kinetic typography animation“ von Uma-ar Kazmi (s.u.), der Shakespeares Text in Buchstaben und Bildern zum Leben erweckt. „It is an ever-fixed mark, that looks on tempests and is never shaken“ und „But bears it out even to the edge of doom“ heißt es darin – und das passt nicht nur auf meine vulkanartig heiß brodelnden Gefühle, sondern irgendwie auch perfekt in die aktuelle Zeit, finden Sie nicht auch?  (vac)

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16. April: Schillernd-bunte Hausmusik

Ganz unprätentiös und herrlich sympathisch hat Daniel Hope zusammen mit dem deutsch-französischen Kultursender arte auf die Corona-Krise reagiert: Erst waren es nur ein paar Online-Folgen der Wohnzimmerkonzert-Reihe „Hope@Home“, zu denen der Starviolinist sich künstlerisch-kreative Gäste in sein Domizil einlädt, um ungewohnte Hausmusik für das Publikum in der Ausgangssperre zu machen.

Doch dann: „Wir hatten so viele Rückmeldungen aus der ganzen Welt, so viele Kommentare, so viele Nachrichten und so viel Ermutigung. Vielen Dank dafür!“, sagte Hope und war sich schnell mit Fernsehsender arte einig, dass das schillernd-schöne Krisenformat weitergeführt wird. Das ist auch nicht verwunderlich: Stars der Szene geben sich die Klinke in die Hand – darunter Michael Metzler, Till Brönner, Albrecht Mayer oder Max Raabe. Das kommt überraschend im Repertoire, wunderbar leicht, aber tief in der Präsentation und über die Genregrenzen hinweg gedacht daher. (dco)

Mehr hier: www.arte.tv/de/arte-concert 

15.April: Vom Suchen und Finden des Glücks

Es sind zentrale Fragen des Menschseins: Was ist Glück? Wie erreicht man es? Und wie hält man es dann auch noch fest? Unzählige weis(s)e, alte Männer, Philosophen genannt, haben sich im Laufe der Jahrhunderte damit auseinandergesetzt und ihre Antworten darauf geliefert. Während Platon es im rechtschaffenen Leben sah, fand der gute Diogenes es in einer Tonne. Denn ja, Glück ist ein ernst zu nehmendes Thema: selbst die UNO veröffentlichte 2012 erstmals einen Glücksbericht, der Himalajastaat Bhutan schuf eigens ein zuständiges Ministerium dafür und in manchen indischen Schulen wird es gar seit 2018 als Fach gelehrt.

Herr Rossi (r.) und sein Hund Gastone
Herr Rossi (r.) und sein Hund Gastone
Foto: Picture alliance / United Archiv

Ich habe da mein ganz persönliches Rezept, das ich hier gerne teile, da ich, nach zahlreichen Selbstversuchen in allerlei Lebenslagen, garantieren kann, dass es wirkt. Es stammt aus dem Italien der 1970er und ist eine Zeichentrickserie: „Herr Rossi sucht das Glück“. Der liebenswerte Herr mit Fliege erlebt mit Gastone, dem Hund seines Chefs, dank der magischen Trillerpfeife einer holden Fee so manches Abenteuer auf seiner Suche nach dem Glück. Sie finden es ganz einfach – nämlich auf YouTube. Nie war es so schön festzustellen, dass Glück nicht etwas, sondern jemand ist! (vac)

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14. April: Sehr nah dran 

Nach fast 150 Jahren, in denen die Türen der Royal Albert Hall in London für die Unterhaltung des Publikums offenstanden, mussten auch diese vorübergehend geschlossen werden. Nun präsentiert das traditionsreiche Haus die Konzertreihe Royal Albert Home, die man sich im Livestream, oder zu einem späteren Zeitpunkt im Archiv ansehen kann.

Die Musiker laden für diese Konzerte die Zuhörer zu sich nach Hause ins Wohnzimmer ein, es ist demnach eine sehr persönliche Angelegenheit. Keine Bandmitglieder, keine Orchesterkollegen, keine Tontechnik, keine Reaktion des Publikums, der jeweilige Künstler ist bei diesen Performances ganz auf sich allein und sein Können gestellt. Das macht diese Konzerte zu einem ganz besonderen Erlebnis. Den Anfang machte der kanadisch-US-amerikanische Singer-Songwriter und Komponist Rufus Wainwright, der seine außergewöhnliche Stimme am Klavier, bzw. auf der Gitarre begleitet. 

Rufus Wainwright
Rufus Wainwright
Foto: Shutterstock

Der britische Komponist und Cellist Peter Gregson spielt mit seinem virtuellen Orchester, das aus dem Computer ertönt, und dessen Mitglieder er trotz körperlicher Abwesenheit dennoch reihum vorstellt, Werke aus seinem Album „Bach: The Cello Suites – Recomposed“. Seit 1876 kommen die Mitglieder der Royal Choral Society jedes Jahr an Karfreitag in der Royal Albert Hall beisammen, um Händels Messias zu singen. Abgesagt wurden diese Konzerte nur zwei Mal, während des „London Blitz“ (1940-41) – bis heute. 

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Doch so ganz unterbrochen wurde der Brauch nicht, denn den „Hallelujah Chorus in Isolation“ kann man sich online anschauen, die Sänger sind per Videokonferenz zusammengekommen, der Dirigent Richard Cooke schwingt den Dirigentenstab in seinem Garten. Weiter im Programm der Royal Albert Home-Reihe geht es mit dem Komponisten und Pianisten Alexis Ffrench, dem Tenor und Musical-Star Alfie Boe, Richard Archer und Krysten Cummings von OffWorld, dem Singer-songwriter Roddy Woomble, dem Brassed Off-Event, der Cellistin Ayanna Witter-Johnson, dem Sänger Baxter Dury, dem Performance Poeten Toby Thompson und dem Sea Shambles-Event. (mim)

11 avril:   Un «Boléro» nouveau

Béatrice Daudin, percussionniste de l’Orchestre philharmonique du Luxembourg, coiffée de lunettes de soleil et d’un casque d’écoute, s’est installée chez elle derrière sa caisse claire et répète inlassablement et sans broncher la même formule qui va ensuite mener la danse et guider tous les musiciens qui vont la rejoindre au fil des mesures à venir de ce «Boléro» d'un genre nouveau. 

Cette musique de ballet, composée en 1928 par Maurice Ravel, fait partie, en temps normal, des œuvres incontournables de tout orchestre ou tout chef qui se respecte. Aujourd’hui, plus que jamais, cette pièce est devenue un signe de rassemblement pour bon nombre de phalanges. 

L’Orchestre philharmonique de New York et plus proche de nous, l’Orchestre national de France et l’Orchestre philharmonique de Luxembourg se sont tous les trois prêtés au jeu: interpréter le «Boléro», toujours en ut majeur, mais cette fois-ci en mode «confiné». Le principe est simple: le musicien joue sa partition tout en se filmant. De nombreuses plates-formes permettent ce genre d’exercice. 

Une fois rassemblées, toutes ces images sont regroupées, agencées selon le rythme de la partition, qui dans le cas de Ravel s’avère complexe, tant l’orchestration ici est multiforme. Cet exercice de partage musical permet aux spectateurs, une fois n’est pas coutume, de découvrir des musiciens, qui pour la bonne cause ont laissé tomber... la queue de pie. 

Dans le cas de l’OPL, tous ces visages connus apparaissent sous un jour nouveau, insolite. Violonistes, trompettiste, clarinettiste, harpiste, flûtiste,... tous sont calfeutrés dans leur salon, chambre à coucher, studio, bureau ou cave s’en donnent à cœur joie et semblent du regard suivre les instructions d’un chef virtuel et invisible. 

Pas de quoi décourager les musiciens qui connaissent cette partition du bout des doigts et peuvent se passer pour une fois des services de leur patron. Outre Jaap van Zweden pour les New-Yorkais, Gustavo Gimeno pour les Grands-Ducaux, une autre vieille connaissance manque aussi à l’appel des Parisiens: Emmanuel Krivine. 

10. April:  Mitsingen angesagt

Wie Serge Tonnar in einem Video rund um das Streaming-Projekt „Live aus der Stuff“ betonte, habe aus der ersten Reihe der täglichen Live-Konzerte auf Facebook besonders der Liederabend mit Georges Urwald herausgestochen. Tausende hätten dem Musiker, Komponisten und Arrangeur zugehört. Hat das Luxemburger Lied – gerade weil es vielleicht Nähe zur Heimat und Nähe zu den Menschen repräsentiert – einen ganz besonderen Stellenwert während der Corona-Ausgangsbeschränkungen? Es sind eben auch viele Klassiker dabei, die von Kindheit an vielen Menschen mit auf den Lebensweg gegeben wurden. So verwundert auch nicht der Zuspruch zu anderen Projekten, die sich um das Singen bemühen. 

Ben Claus (r.) hat bei „Toxkäpp“ oder „Krunnemécken“  mitgewirkt.
Ben Claus (r.) hat bei „Toxkäpp“ oder „Krunnemécken“ mitgewirkt.
Foto: Krunnemecken

Da wäre Ben Claus – den die Insider von den „Toxkäpp“ oder den „Krunnemécken“ kennen –, der seit dem 23. März auf seinem Facebookprofil unter dem Motto „All Dag e Lidd fir matzesangen oder och net“ am Akkordeon spielt; und natürlich in perfekter Bänkelsängermanier mitschmettert – das macht gleich Lust, weiter zuzuhören. Die Likes unter seinen Videos zeigen schon, wie sehr er damit ankommt. 

Und natürlich gibt es noch das Institut Européen de Chant Choral (Inecc). Es postet täglich einen Luxemburger Chorsatz als Partitur auf Facebook und stellt eine Aufnahme des Werks dazu bereit. Wer also schon etwas weiter fortgeschritten ist, kann ohne eine Anleitung im Chor mitsingen. 

Damit aber nicht genug, zusammen mit Radio 100,7 baut das Institut einen Online-Chor auf. Wie das geht? Einschreibungen sind über die Homepage möglich, dann geht die Partitur nach Hause und die Sängerinnen und Sänger zeichnen sich nach dem Üben selbst auf. Die Macher im Hintergrund setzen dann die eingeschickten einzelnen Aufnahmen zu einem Chor zusammen. 

Und nicht zuletzt hat die UGDA-Museksschoul einen eigenen YouTube-Kanal gestartet. Rund um die Osterferien werden Mitmach-Videos für Kinder und nicht mehr ganz so junge Musikfans auf der Onlineplattform geschaltet. (dco)

9. April:  Filme, Dokus und Shorts

Filmfestivals werden abgesagt – ein Ausweg ist und bleibt für viele das Internet. Das Organisationsteam des Kurzfilmfestivals von Clermont-Ferrand hat eine ganze Reihe von Produktionen aus seinen vergangenen Festivalvorführungen ins Web gebracht, um während der Quarantäne die Zuschauer auch an festen Zeitpunkten zu unterhalten. 

Die Filme sind insofern nicht On-Demand verfügbar, es gibt dafür aber Zeitfenster für virtuelle Live-Vorführungen – demnach echte Festivalstimmung, nur leider im Sofa zu Hause. Den Live-Stream bekommt man jede Woche donnerstags und sonntags um 18 Uhr über die Webseite des Festivals, die mit der Streaming-Plattform des Anbieters Twitch verlinkt ist (www.clermont-filmfest.org). 

Affiche
Affiche

Das Gute dabei: Es gibt keinen begrenzten Zugang, man braucht sich auch nicht auf dieser Plattform einzuschreiben und das Ganze ist zudem kostenlos! Das Programm ist thematisch in vier Kapitel unterteilt: „Entre nous, avec toi?“ (wurde bereits am 2. und 5. April ausgestrahlt), nun folgt „Courts sur pattes“ (Ausstrahlung am Donnerstag 9. April  und am 12. April, jeweils um 18 Uhr). Es handelt sich dabei um Kurzfilme über die Tierwelt: Animationsfilme, Real-Life-Filme und Dokus. In den darauffolgenden Wochen folgen noch zwei weitere Themenpakete, „Du court au long“ und „Un peu de légèreté“. 

Alle bereitgestellten Filme sind für ein Publikum ab 13 Jahre, ein Kinderprogramm gibt es auf derselben Plattform jeden Mittwoch und Samstag jeweils um 16 Uhr. 

Auch das Internationale Amsterdamer Dokumentarfilmfestival stellt 200 Filme aus seinem Festivalkatalog kostenlos zur Verfügung, weitere 500 sind gegen eine geringe Gebühr abrufbar (www.idfa.nl/en). Die Auswahl ist reich, vielfältig und international. 

Die Plattform des National Film Board of Canada stellt ein unvergleichliches kanadisches Angebot bereit. Es handelt sich hierbei um eine außergewöhnliche Sammlung von Filmen, darunter Animations- und Experimentalfilme, Dokumentarfilme und Fiktionen einschließlich Oscar-gekrönter Filme und Klassiker. Mehr als 4 000 Titel gibt es auf der Plattform zu sehen, darunter auch bezahlbare Filme. Registrieren muss man sich auf der Website des NFB unter www.onf.ca. (mt)

8 avril: Pour les jeunes cinéphiles en herbe

Comme chaque année, l’European Film Academy donne la parole aux jeunes en leur proposant de participer activement au «Young Audience Award». Les jeunes enfants de 12 à 14 ans sont invités à visionner trois films sélectionnés et à choisir, comme leurs aînés en ont l’habitude, leur favori pour lui décerner un prix. Les années précédentes, les jeunes jurés, originaires d’une quarantaine de pays, se réunissaient le temps d’un week-end, regardaient les films encore en compétition et faisaient ensuite leurs choix. Cette année, en raison de la crise du Covid-19, les règles du jeu ont dû être adaptées à la situation particulière. Les projections du jury, prévues le 26 avril dans 40 pays à travers l’Europe et au-delà, sont annulées. 


«Rocca changes the World» («Rocca verändert die Welt»).
«Rocca changes the World» («Rocca verändert die Welt»).
Photo: Warner Bros

Le Prix du Jeune Public EFA aura lieu dans un format entièrement virtuel qui est en cours de développement. Les jeunes intéressés peuvent rejoindre le jury en ligne pour visionner les trois films sélectionnés et participer au vote final. 

Les trois films retenus en 2020 pour le prix du Jeune public EFA sont: «Mon frère chasse les dinosaures («Mio Fratello rincorre i dinosauri») comédie, famille, de Stefano Cipani (Italie, Espagne, 2019, 84 min., vo italienne avec sst. français, anglais et allemands); «Ma folle semaine avec Tess» («Mijn bijzonder rare week met Tess»), comédie, drame, famille, de Steven Wouterlood (Pays-Bas, Allemagne, 2019 / 84 min. / vo néerlandaise avec sst. français, anglais et allemands); «Rocca changes the World» («Rocca verändert die Welt», photo), aventure, comédie, drame de Katja Benrath (Allemagne, 2019, 101 min., vo allemande avec sst. français, anglais et allemands). Même en période de confinement, le Prix du Jeune Public EFA reste donc une initiative intéressante pour tous les jeunes cinéphiles en herbe et permet aussi aux élèves dispensés de cours – au Luxembourg, les écoles restent fermées jusqu’au 4 mai – de bien occuper leurs journées. (thi)

www.europeanfilmawards.eu 

7. April: Fantastische Filmwelten

„Was ist das?“ fragt der in einem gelben Raumanzug gekleidete James Bond (Roger Moore) die CIA-Agentin Holly Goodhead (Lois Chiles). Sie sind an Bord eines Moonrakers – einer der Raumfähren des Weltraumunternehmers Hugo Drax – gelangt und fliegen nun durch das Universum. Aus dem Nichts erscheint vor ihnen eine imposante Weltraumstation. „Eine ganze Stadt im Weltall!“, antwortet Holly. 

Foto: United Artists

Entworfen hat sie Ken Adam, einer der bedeutendsten Production Designer des 20. Jahrhunderts. Für insgesamt sieben James Bond-Filme entwarf Adam spektakuläre, futuristische Sets und brach dabei etliche Rekorde. So baute er für „The Spy Who Loved Me“ (1977) das damals größte Set und das größte Studio der Welt. Mit Stanley Kubrick arbeitete er an „Dr. Strangelove“ (der „War Room“ im Pentagon ist sein berühmtestes Set) und „Barry Lyndon“ (für den er seinen ersten Oscar erhielt), auch für das Musical „Chitty Chitty Bang Bang“ und Komödien wie „Addams Family Values“ hat er Filmsets entworfen. 

Die Deutsche Kinemathek hat dem am 5. Februar 1921 als Klaus Hugo Adam in Berlin geborenen Ken Adam ein ganzes Online-Archiv gewidmet (ken-adam-archiv.de) in dem Filmfans aufschlussreiche Informationen finden können. Adams Biografie ist mit zahlreichen Fotos illustriert, was sie natürlich besonders interessant macht. Zu allen Filmen, an denen er gearbeitet hat, sind jeweils von ihm gezeichnete Entwürfe zu sehen sowie Filmausschnitte, die die tatsächlich gebauten Sets zeigen. 

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 Wer tiefer in die eigenwillige und zukunftsweisende Kunst des Ken Adam eintauchen möchte, der kann einen Blick in die ausführlichen Galerien und Essays werfen. In „Vom ersten Scribble bis zum Set: Die Entstehung des War Rooms“ zum Beispiel zeichnet der Filmemacher Boris Hars-Tschachotin nach, wie diese „Ikone des Production Designs“ geschaffen wurde. Stanley Kubrick befand Ken Adams erste Skizzen für gut, nur um ihm drei Wochen später, als das Art Department bereits mit dem Bau der Modelle begonnen hatte, zu sagen: „Denk dir was anderes aus.“ (mim)    

6. April:  Ein klein wenig Magie hilft immer

Man solle sich nicht allzu große Illusionen machen, so schnell würde kein wissenschaftliches Forschungslabor trotz Tag- und Nachtarbeit ein Zaubermittel gegen das Corona-Virus aus dem Ärmel ziehen können, warnen Experten weltweit. 

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Nun, zumindest gegen eine der Nebenwirkungen der Pandemie – der wegen Ausgangssperre aufkommenden Langeweile – kommt allen da zum Glück die Literatur in Gestalt von Bestsellerautorin J. K. Rowling zu Hilfe: Sie präsentiert mit der Website „Harry Potter at Home“ Inhalte aus ihren Geschichten um den Zauberlehrling Harry Potter.   

Bestsellerautorin J. K. Rowling will Kinder bei Laune halten.
Bestsellerautorin J. K. Rowling will Kinder bei Laune halten.
Foto: Reuters

 Darauf zu finden sind u. a. Videos, Spiele und Links zu kostenlosen Downloads des ersten Buchs aus der Potter-Reihe, „Harry Potter und der Stein der Weisen“ – als E-Book oder als Hörbuch in verschiedenen Sprachen.  „Eltern, Lehrer und Betreuer, die daran arbeiten, Kinder bei Laune zu halten und ihr Interesse zu wecken, während wir im Lockdown sind, könnten möglicherweise ein bisschen Magie gebrauchen“, so Rowling auf Twitter. Richtig, da werden auch Muggles zu Magiern! (vac) 

3. April: Theatertrip nach London gefällig?

Seit ein paar Jahren ist der Kinosaal nicht mehr nur dem gemeinschaftlichen Filmerlebnis vorbehalten – Opernperformances, Ballettauftritte, Klassik- bis Rockkonzerte, diverse Sportevents – und auch Theatervorstellungen gesellen sich zum breit gefächerten Angebot. Weltbühnen von internationaler Renommee laden sich so regelmäßig auch auf die Luxemburger Leinwände ein – sei dies nun die Metropolitan Opera aus New York, das Bolschoi aus Moskau, die Pariser Comédie Française oder aber das Londoner National Theater – ein Konzept, das immer mehr Zuschauer anzieht. 

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Wer also nicht die zeitlichen bzw. finanziellen Möglichkeiten hat, kurz mal über den Atlantik oder den Ärmelkanal zu jetten, muss trotzdem nicht auf kulturellen Hochgenuss verzichten. Dass seit geraumer Zeit und auf zumindest bislang schwer absehbare Dauer selbst diese Alternative durch die Schließung aller Luxemburger Kinos nun Corona-bedingt ausfällt, bedeutet aber trotzdem nicht, dass Zuschauer auf das Angebot verzichten müssen. 

Das National Theater London macht aus aktuellen Not eine Tugend.
Das National Theater London macht aus aktuellen Not eine Tugend.
Foto: Vesna Andonovic

Das am Südufer der Themse gelegene National Theater verlegt nämlich sein „NT Live“ demnach auf seinen YouTube-Channel – und zwar kostenfrei! Jeweils donnerstags ab 20 Uhr gibt es ein Stück aus dem Repertoire des Hauses zu entdecken. Den Auftakt machte gestern die Feelgood-Komödie „One Man, Two Guvnors“ aus dem Jahr 2011 mit dem „Tony Award“-Theaterpreis ausgezeichneten Schauspieler James Corden in der Hauptrolle und die im Londoner West End und dem New Yorker Broadway gleichermaßen ein Publikumshit war. 

Aus der aktuellen Not eine Tugend machend, kommt so das Theater trotz Ausgangssperre zu seinen Zuschauern und gibt ihm dabei auch noch die Möglichkeit, die Produktion eine ganze Woche lang, also bis zum nächsten Stelldichein zu streamen. 

Demnächst stehen dann vom 9. bis 16. April die Adaptierung von Charlotte Brontës Klassiker, „Jane Eyre“ (2015), vom 16. bis 23. April  Robert Louis Stevensons „Treasure Island“ (2015) und vom 23. bis 30. April Shakespeares „Twelfth Night“ (2017) auf dem heimischen Spielplan dieser „National Theatre at Home“-Reihe. So schnell lassen sich die Bretter, die die Welt bedeuten, von einem Virus nicht kleinkriegen – und ihre Fans sollten es auch nicht: Also, auf zum Theatertrip nach London! (vac)

2. April: Wie von Zauberhand

Er ist kein Künstler im akademischen Sinne, aber in der populären Kunst ist er ein Großmeister. Der US-Amerikaner Bob Ross hat Zigtausende Menschen das Malen gelehrt und mit Millionen seine Passion geteilt. Das tut er auch heute noch, posthum. In den 1980ern und 1990ern war der vormalige Master Sergeant ein Fernsehkünstler; noch heute ist seine Show „The Joy of Painting“ auch im deutschen TV zu sehen (ARD alpha). 

 Mittlerweile ist er zum Internetphänomen avanciert und die meisten seiner Fans wollen, wie früher schon, gar nicht malen lernen, sondern schauen ihm dabei zu, weil es sie fasziniert und beruhigt. 

Bob Ross malt mit Ölfarben in der Nass-in-Nass Technik. So kann er durch Farbverläufe und -überlagerungen Bilder schaffen, bei denen einem erst nach und nach klar wird, wo die visuelle Reise eigentlich hinführt. Seine sanfte, ruhige Art zu sprechen, seine Güte und Fröhlichkeit vereinnahmen den Zuschauer sofort. 

Bob Ross mit seiner  Show „The Joy of Painting“ zum Internetphänomen avanciert
Bob Ross mit seiner Show „The Joy of Painting“ zum Internetphänomen avanciert
Foto: BR

Man kann nicht anders als ihm gebannt dabei zuzuschauen, wie er Himmel und Wolken mit dem breiten Pinsel auf die Leinwand streicht, mit dem Spachtel Berge hinein versetzt und mit dem Fächerpinsel in Windeseile Bäume pflanzt. „Happy little trees“, wie er sagt. Und wenn er der Meinung ist, der eine Baum auf der anderen Seite des Flusses sei zu einsam, dann malt er ihm einen „little friend“ hinzu.

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Bevorzugte Motive sind die unendlichen Weiten Alaskas, Berge, Bäume, Seen, Holzhütten. Menschen malt er nie. „Dies ist unsere Welt, also können wir sie so gestalten, wie wir wollen!“, pflegt er zu sagen. 

Mit einem Lächeln und einem direkten Blick in die Kamera, so als würde er ausschließlich zu einem selbst sprechen. Seine eigene Frisur hat Bob allerdings nicht so gestaltet, wie er wollte, zumindest späterhin nicht. Da er in seinen Anfangszeiten als Maler nur wenig Geld verdiente, ließ er sich eine Dauerwelle machen, um Geld zu sparen. Später hatte er seinen Lockenkopf satt und wäre liebend gerne zu seinem glatten Haar zurückgekehrt, doch da war die extravagante Frisur bereits sein Markenzeichen und als Logo auf den Farbtuben und Pinseln zu sehen, die heute noch verkauft werden. (mim)

1. April: Blumenbeschriften und forschen 

Die Forschung soll in Zeiten der physischen Abschottung nicht ruhen – ganz im Gegenteil. Die Nationalbibliothek und die Redaktion der „Hémecht“ haben ihre Publikationen von 1895 bis 2015 im Internet öffentlich zugänglich gemacht. Mehr als 58 000 Seiten der wichtigsten Zeitschrift der luxemburgischen Geschichte sind via das Portal www.eluxemburgensia.lu und über die Suchmaschine www.a-z.lu der Bibliotheken online abrufbar. 

Die Hémecht ist ab sofort online abrufbar.
Die Hémecht ist ab sofort online abrufbar.
Foto: BNL

Dieser wertvolle und kostenlose Zugang zu hochwertigen wissenschaftlichen Ressourcen erlaubt Forschern, Historikern, Geisteswissenschaftlern und Geschichtsliebhabern, ihre Forschungen und wissenschaftlichen Arbeiten fortzusetzen – auch wenn derzeit Schulen, Universitäten, Bibliotheken und Archive physisch geschlossen sind. Die Bände aus den Jahren 1895 bis 2015 wurden im Einvernehmen mit der Redaktion des „Hémecht“ und in Übereinstimmung mit dem Urheberrechtsgesetz von der Nationalbibliothek neu digitalisiert.

Blumen aus dem Herbarium des Naturhistorischen Museums beschriften.
Blumen aus dem Herbarium des Naturhistorischen Museums beschriften.
Foto: MNHN

Die Quellen des Wissens lassen sich anzapfen, müssen aber auch permanent genährt werden. Wenn Freiwillige ihre Zeit für Recherchearbeit zur Verfügung stellen, nennt man das Crowdsourcing. Die Nationalbibliothek trägt derzeit alle Informationen aus dem Web über die Corona-Krise zusammen und bittet in dem Kontext um Mithilfe der Bevölkerung. Alle, die bereits vor März 2020 wichtige Informationen über das Ausbreiten des Virus aus dem Internet – auch aus den sozialen Netzwerken – gesammelt haben, können eine Liste ihrer Beiträge und Artikel für das Webarchive der Nationalbibliothek einreichen. 

Mithilfe braucht auch das naturhistorische Museum. Hier sind Freiwillige gefragt, um Hand anzulegen bei der Digitalisierung des Herbariums, einer Sammlung von 50 000 etikettierten, getrockneten und gepressten Pflanzen und Pilzen, die auf Papierblättern befestigt sind. Diese gesammelte Flora reicht bis ins frühe 19. Jahrhundert zurück. Bislang haben bereits 98 freiwillige Helfer über die Webseite des Museums www.mnhn.lu rund 40 Prozent dieser etwas besonderen „Hausaufgabe“ erledigt. 

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31. März: Piqûre de rappel du LuxFilmFest

Alors qu’elle battait son plein et qu’elle avait déjà attiré près de 18.000 participants, l’édition du dixième anniversaire du LuxFilmFest a été arrêtée par les organisateurs dès le début de la crise du Covid-19. Une décision saluée de toutes parts, mais qui a laissé des traces. Ainsi, cette année plusieurs distinctions n’ont pas pu être décernées: le grand prix, le prix du jury presse et le prix de la critique n’ont tout simplement pas été remis.  

Edit Picture inline-leftCopy PictureUn rebondissement du LuxFilmFest pendant cette période de confinement permet aux cinéphiles de voir et revoir un certain nombre de films.Foto: LuxFilmFestMalgré ses déboires, le LuxFilmFest rebondit et vient de publier, hier, par voie de communiqué de presse, une nouvelle qui va sans doute réjouir bon nombre de cinéphiles. «A circonstances exceptionnelles, propositions exceptionnelles: LuxFilmFest, Film Fund Luxembourg, d’Filmakademie et VOD.lu se sont associés pour vous proposer le LuxFilmFest Home Edition» annoncent les organisateurs. Le coup d’envoi est donné aujourd'hui, mardi 31 mars sur la plate-forme de streaming www.vod.lu

Un rebondissement du LuxFilmFest pendant cette période de confinement permet aux cinéphiles de voir et revoir un certain nombre de films.
Un rebondissement du LuxFilmFest pendant cette période de confinement permet aux cinéphiles de voir et revoir un certain nombre de films.
Photo: LuxFilmFest

L’heureuse initiative permet, période de confinement oblige, de visionner des films tranquillement chez soi et «à des tarifs aménagés», promettent les organisateurs.  Edit VideoEt encore une bonne nouvelle: cette «Home Edition» sera accompagnée d’une vaste sélection de films à l’affiche cette année du festival et désormais diffusés gratuitement. 

Deux catégories seront proposées aux choix: Showcase: Shorts Made in/with Luxembourg: «Abigail» de Nicolas Debray, «Absence» de Florian Beros, «Faleminderit» de Nicolas Neuhold, «Glow» de Fred Neuen & Mik Muhlen, «Halligalli» de Govinda van Maele, «If We Smarten Up» de Larisa Faber, «Lupus» de Laurent Prim et «Westwand» de Philip Krieps. (Co)Productions luxembourgeoises, sélectionnées pour le Made in/with Luxembourg: «Dreamland» de Bruce McDonald, «Jumbo», de Zoé Wittock, «Norie» de Yuki Kawamura, «Raconte-moi, le fleuve» de Julie Schroell, «Tune into the Future» d’Eric Schockmel (video). D’autres films, en cours de négociation, viendront s’ajouter prochainement à la liste. Egalement, des productions présentées lors des éditions précédentes du LuxFilmFest. (thi)

30. März:  Kulturkur Prophet, Berg und Lagerkoller

Kommt der Prophet nicht zum Berg, dann muss der Berg eben zum Propheten kommen – heißt es bekanntlich: Eine Regel, die selbst in diesen schwierigen Zeiten gilt. Doch während Hollywood seine vorprogrammierten Blockbuster wie den nächsten James-Bond- oder Wonder-Woman-Film vorerst auf Eis legt, gehen Indie-Produktionen einen mutigeren Weg.


LuxFilmFest: Der Motor Herz aus dem Takt
Der Film „Jumbo“, sein ungewöhnlicher Blick auf ein Coming-Out und die Lehren für eine neue Generation

 So hat die Luxemburger Films-Fauves-Koproduktion „Jumbo“, die ihre nationale Vorpremiere beim diesjährigen verkürzten 10. LuxFilmFest feierte, entschieden Publikum vor Profit zu stellen und den Film von Zoé Wittock mit Noémie Merlant als Hauptdarstellerin Jeanne, die sich in ein Karussell verliebt, als wirksames Anti-Lagerkoller-Mittel auf der Luxemburger Streamingplattform vod.lu bereitzustellen – beim Ausleihpreis von 7,99 Euro zudem ein Schnäppchen. 

Verliebt in ein Karussel: Noémie Merlant als Hauptdarstellerin Jeanne
Verliebt in ein Karussel: Noémie Merlant als Hauptdarstellerin Jeanne
Foto: Les Films Fauves

„Cinema closed until real life doesn’t feel like a movie: Stay safe, be kind“ prangt derzeit treffend über einem geschlossenen US-Kino. Streaming sei dank, war es trotzdem noch nie so einfach und, mit 2 500 Filmen im Angebot, auch so angenehm Solidarität mit der europäischen Filmindustrie zu zeigen. Denn sie hat es verdient! (vac)

28./29. März: Corona-Virus macht Kunst lebendig

Wenigstens der Kreativität kann das Corona-Virus nichts anhaben. Ganz im Gegenteil, gerade durch eine seiner vielen unangenehmen Nebenwirkungen, dem notwendigen doch zugegeben unangenehmen Zwangshausarrest, beflügelt er diese sogar. So auch in Irland. 

Gustav Klimt’s The Kiss plus Molly O’Cathain’s restaging.
Gustav Klimt’s The Kiss plus Molly O’Cathain’s restaging.
DeAgostini/Getty/Molly O’Cathain

Zufällig war dort die Kostüm- und Bühnenbildnerin Molly O’Cathain, die das Malaprop Theater-Kollektiv mitbegründet hat, zu Besuch bei den Eltern im heimischen Dublin, als auch sie von der Lahmlegung des öffentlichen Lebens überrascht wurde. Doch was für die meisten wie der Albtraum schlechthin anmutet – wieder der Teenager im Hause der Eltern zu sein – entpuppte sich für Molly als kreativer Sechser im Lotto. Denn mit Mutter und Vater unter der Hand hatte sie plötzlich das perfekte Material um Kunstwerke wie Klimts „Der Kuss“ per Tweet lebendig werden zu lassen. 

Das Resultat ist einfach herzerfrischend. Ich hoffe doch, dass im Sinne der Stärkung unserer nationalen Identität, wir Luxemburger diese Herausforderung nicht einfach so auf uns sitzen lassen und den künstlerischen Fehdehandschuh aufheben werden, oder nicht?! Ich warte demnach schon ganz ungeduldig auf Ihre digitalen Zusendungen, liebe Leser: Lassen auch Sie Kunst lebendig werden! (vac)


27. März: Auf Spurensuche mit André Jung

Warum musste der Obdachlose sterben und – vor allem – wer ist der Mörder? Im Stadtpark, ganz in der Nähe des Bürgerhauses, wo sich gerade die Debatte der Einwohner mit den Mitgliedern der Bürgerinitiative für das bedingungslose Grundeinkommen im Saarland hochschaukelte, wird der Mann aufgefunden. Kommissar Paquet ist gleich zur Stelle – und rügt seine junge Kollegin Amelie Gentner, die wegen ihres klapprigen Autos erst spät am Tatort ankommt. Die Kabbeleien zwischen den beiden ungleichen Kollegen gehören für die Zuhörer des saarländischen „ARD Radio Tatorts“ schon zum gewohnten Klangbild dieses Duos aus zwei Generationen. 

Februar 2019: André Jung und Brigitte Urhausen nehmen die Sendung im  Kölner ARD-Studio auf.
Februar 2019: André Jung und Brigitte Urhausen nehmen die Sendung im Kölner ARD-Studio auf.
Foto: Christophe Olinger

Hinter den Stimmen der Ermittler stecken aber keine echten Saarländer: die beiden Luxemburger Schauspieler André Jung und Brigitte Urhausen gehen seit 2013 beim „Radio-Tatort“ gemeinsam auf hörbare Tätersuche. Genau wie beim bekannten „Tatort“-Krimi im Fernsehen arbeiten die Landes-Rundfunkanstalten in der „Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“ (ARD) zusammen und liefern Folgen zu. 


"Radio-Tatort": Luxemburger auf Mörderjagd
Am Sonntag, dem 19. Mai, machen sich die Luxemburger Schauspieler André Jung und Brigitte Urhausen für den "ARD Radio-Tatort" auf die Suche nach einem Mörder.

Pro Jahr steuert der Saarländische Rundfunk einen neuen Teil bei. „Wetterleuchten“ ist der neuste und damit dreizehnte Fall der fiktiven Mordkommission in Saarlouis seit dem Start im Jahr 2008.   

Während André Jung als grantelnder Paquet von Anfang an der saarländischen „Tatorte“ mit dabei ist, stieg Urhausen vor sieben Jahren als neue Partnerin ein. „Paquet hat Ähnlichkeiten mit einem Luxemburger: Er ist gemütlich, er ist aufbrausend; er ist aber auch gutmütig und halt immer an der Sache dran. Und er ,drénkt gär e Pättchen‘. Er ist eine Provinzseele“, sagt Jung.


Brigitte Urhausen spielte unter anderem in „Doudege Wénkel" mit.
Luxemburger Talent im Saar-"Tatort"
Von der Thrillerserie „Bad Banks“ zum deutschen Krimiklassiker „Tatort": Die Luxemburgerin Brigitte Urhausen wird bald als Hauptkommissarin in der saarländischen Variante der beliebten Kultserie mitspielen.

Im neuen Fall rücken zwei Jugendliche in den Fokus – und ihre Väter, die sich einst gut verstanden und sich heute politisch gegenüberstehen. Und natürlich gibt es dabei auch immer etwas über das Saarland zu entdecken. Verfügbar ist dieser und frühere Radio-Tatorte auf den Podcastplattformen und in der ARD Audiothek (auch als App). (dco)

Alle Infos: https://bit.ly/39etMss

26. März: à gogo et gratos

Les salles obscures restent bien obscures ces jours-ci et les cinéphiles sont en manque. Pour parer à cette pénurie de films, toutes les initiatives sont les bienvenues. Le site éducatif openculture.com – qui a pour but de promouvoir et de diffuser des contenus culturels –, propose désormais 1.150 films, le plus souvent (très) anciens, mais tous en libre accès. Contrairement aux services de streaming en ligne (Netflix et autres), l’accès à ce gargantuesque trésor est donc entièrement gratuit. De quoi se régaler sans modération lors des longues journées de confinement. 

A découvrir dans ce vaste catalogue, une vingtaine de films de Buster Keaton.
A découvrir dans ce vaste catalogue, une vingtaine de films de Buster Keaton.
Photo: archives LW

Un exemple de la richesse du fond ouvert au grand public. Pour le seul réalisateur Buster Keaton, pas moins de vingt films sont disponibles. L’interminable liste de ces grands moments qui ont fait l’histoire du septième art est divisée en plusieurs chapitres: comédies et drames / films noirs, horreurs, Hitchcock / westerns / arts martiaux / films muets / documentaires / animations / films oscarisés... (thi)

Tous les films sont à retrouver sur: www.openculture.com 

25. März: Il est permis de buller

Tout un village de Gaulois est en deuil. Le dernier de leurs deux pères, Albert Uderzo, vient de décéder. Raison de plus de plonger ces jours-ci dans le Neuvième Art et de se faire une bonne cure de bulles. 

Car la BD a un regard vif porté vers l’avenir. D’ailleurs, les héritiers d’Uderzo et de Goscinny, le tandem Jean-Yves Ferri et Didier Conrad, n’ont-ils pas déjà imaginé dans leur album «Astérix et la Transitalique» paru en 2017 ce nouvel ennemi des irréductibles Gaulois portant le nom de Coronavirus?

Il y a trois ans déjà, le Coronavirus menaçait déjà les irréductibles Gaulois.
Il y a trois ans déjà, le Coronavirus menaçait déjà les irréductibles Gaulois.

Allons, respirons un bon coup avant que nous ne choppions ce vilain virus et une fois que nous aurons lu et relu nos albums préférés alignés dans nos bibliothèques comme une phalange romaine du camp retranché de Babaorum, regardons du côté de la toile et scrutons les réseaux pour dénicher de nouvelles bulles.

Riad Sattouf, le créateur de «L’Arabe du futur», fait raconter à l’héroïne de son autre grand succès éditorial «Esther» son confiment sur Instagram. 

Lewis Trondheim a lancé sur Twitter son #jeulapinot, du nom de l’un de ses personnages. Il invite chaque jour à 14 heures pile à dessiner la dernière case d’un nouveau strip qu’il a concocté la veille. Le premier qui trouve ce que le dessinateur a imaginé, reçoit une carte postale.

Joann Sfar offre à ses fans un album à lire en ligne, il fait découvrir son prochain album «Aspirine» sur Instagram.

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11 #lesvampiresaussi#Aspirine

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Également sur Instagram, visitez le compte administré par les étudiants de l’atelier de Joann Sfar aux Beaux-Arts de Paris. Le dessinateur y donne des cours. L’école étant fermée, il a invité ses étudiants à raconter leur confinement sur les réseaux sociaux. Vraiment, il y a de belles trouvailles d’artistes prometteurs qui font rire et dont les œuvres sont remplies de finesse et de douceur.  

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Jour 6 @jossaif

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Pénélope Bagieu, l’artiste qui a lancé avec grand succès la série «Les Culottés», a initié sur Twitter le hashtag #coronamaison avec lequel elle invite tout le monde, professionnels et amateurs, à dessiner sa maison idéale de confinement. 

Voilà, c’est tout pour cette fois-ci, sortez vos papiers, taillez vos crayons, le grand festin peut désormais commencer, et cette fois-ci, s’il vous plaît, avec le barde, Assurancetourix, car c’est lui l’artiste (mt)

24. März: Neugierigkeit

Lobo ist einfach neugierig: „,Firwat ass den Himmel haut net Blo?‘, ,Wéi vill Stécker Schockela sinn am Schockelasbotter?‘ De Lobo gëtt keng Rou: Hie wëll ëmmer alles wëssen an huet ëmmer Froen.“ Bis er plötzlich verstummt. Was ist passiert? Wird seine Nachbarin Lola ihm helfen können? Die 2019 mit dem Buchpräis in der Kategorie „Kinder- und Jugendbuch“ ausgezeichnete Geschichte von Christiane Kremer – und demnächst weitere –, kommt nun in einem besonderen Format zu den Schülern nach Hause: als Lesung auf YouTube.  


Die Kinderbuchautorin  Christiane Kremer meldet sich auf YouTube.
Die Kinderbuchautorin Christiane Kremer meldet sich auf YouTube.
Foto: Guy Jallay

Auch das Literaturarchiv Mersch hat in Zeiten der Krise umgestellt, will seine Vermittlerrolle wahrnehmen und tastet sich selbst neugierig in neue Formen dafür vor. Mehr Infos hier

Für den Leiter Claude Conter und sein Team war der Weg dazu klar: Erstens sollten die Kinder und Jugendlichen ein Angebot bekommen, „Wir wollten auch bewusst keinen Livestream anbieten, um den Kindern den Alltag nicht vorzustrukturieren oder zu unterbrechen, wenn zum Beispiel Hausaufgaben gemacht werden sollen. Wir haben uns für YouTube entschieden, weil nicht jeder – und schon gar nicht die jüngere Generation – Facebook nutzt“, so Conter, der eine möglichst unabhängige Breite erreichen will. 

Und zweitens sollte – wenn möglich – die gesamte Literaturszene vom Autor über Verlag bis Handel einbezogen werden, so Conter.

Die Autoren und Verlage werden für ihre Lesungen und auch für die Nutzungsrechte bezahlt. „So kann sich die Luxemburger Literaturszene unter einem Dachmantel versammeln – und sich so ganz komplementär zu anderen Angeboten wie Serge Tonnars ,Live aus der Stuff‘ einfügen, aber sich doch auch fokussieren“, sagt Conter. 

Zusätzlich werden dann auch Angaben zu den Luxemburger Verlagen und zum Handel gemacht. „Was viele vergessen, ist, dass die Luxemburger Buchhandlungen kostenlos Bücher versenden. Das galt schon vor der Krise und ist sicher jetzt für viele eine Erleichterung, wenn es darum geht, nicht selbst zum Einkaufen vor Ort zu können“, sagt der Literaturarchiv-Leiter und wirbt damit auch für die lokale Branche jenseits des internationalen Onlinehandels, die es sicher in der Krise auch nicht einfach haben wird. Vier Lesungen sollen es in dieser Woche werden. Es bleibt also spannend. (dco)

 Mehr auf: cnl.public.lu/


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