Kulturkur: eine gesunde Portion Kunst
Heute um 08:35
Der tägliche LW-Tipp für kulturelle Freuden trotz geschlossener Bühnen und Museen, sozialer Distanzierung und Selbstisolation.
21 avril: Pour tout savoir sur les Grammy Awards
Les Grammy Awards sont la consécration suprême pour tous les artistes-musiciens outre-Atlantique. En quelque sorte l’équivalent des Victoires de la Musique en France. Il n’est donc pas étonnant qu’un musée se penche de près sur ce phénomène et mette sous le feu des projecteurs de très nombreux lauréats. Aujourd’hui, pour cause de pandémie, le Grammy Museum de Los Angeles a fermé des portes au public. Se refusant à rester les bras croisés, le musée californien a fait le choix d’ouvrir ses archives en diffusant sur Internet des interviews exclusives et souvent très intimistes d’artistes de renommée.
Inauguré en 2008, l'institution compte dans ses cartons déjà plusieurs centaines de rencontres de ce genre. Kool & The Gang, Greta Van Fleet, Billie Eilish et son frère Finneas O’Connell, Brand Carlile, Yola, John Prine, Kenny Rogers... la liste des entretiens déjà diffusés – et encore en ligne – est interminable.
Pour Michael Sticka, président du Grammy Museum, cette opération a pour but de divertir le public en ces temps de confinement. En parallèle des interviews de musiciens, le musée de la côte Ouest propose également de voir des enregistrements de concerts et de revisiter des expositions consacrées à Frank Sinatra ou à Whitney Houston. Sans oublier le volet d’enseignement à distance «Education At Home», qui a peut-être pour mission de former les nouvelles stars de demain. (thi)
20. April: Die neue Hilfskraft heißt Henri
Nein, mit unserem guten Großherzog hat das Ganze natürlich nichts zu tun! Es ist keine Hommage, und schon gar nicht eine versteckte Charmeoffensive des Herrscherhauses des kleinen Großherzogtums in Pandemiezeiten. Es ist einfach nur ein banaler Zufall: Zwei Männer, die denselben Namen tragen – Henri.
Während der unsrige ein beliebter Landesvater ist, handelt es sich bei dem anderen um den „père fondateur“ der Cinémathèque française, sozusagen den französischen Fred Junck. 1935 gründete der Journalist und bekennende Cinéphile Henri Langlois nämlich, gemeinsam mit Georges Franju und Jean Mitry, die Cinémathèque française. Von seiner treuen Damenschar – Mary Meerson, Lotte Eisner und Marie Epstein – umgeben, baute er die filmische Sammlung auf, die heute der Stolz der Ville-Lumière ist.
Und da es wie alle Pariser Kulturinstitutionen seit dem 13. März Corona bedingt seine Kinosäle zumachen musste, hat sich das „Gedächtnis des Kinos“ etwas anderes einfallen lassen, um sein übliches Filmliebhaberpublikum, aber auch Neophyten weltweit zu erreichen: Die neue Hilfskraft heißt Henri und ist die hausinterne Streamingplattform der Cinémathèque française.
Allabendlich um 20.30 Uhr öffnet das Pariser Haus seine Schatzkammer und stellt einen seiner restaurierten Filmkleinode online – und die Bandbreite reicht vom jazzigen Kurzfilm „Surprise Boogie“ von Albert Pierru über die Entdeckung des georgischen Filmemachers Otar Iosseliani bis hin zu Werken von Jean Epstein. In seiner Erklärung, warum gerade ein Haus, das den Film als Kunst des gemeinschaftlichen Kinosaalerlebnisses pflegt, zum Streaming übergeht, streicht der Direktor Frédéric Bonnaud hervor: „[...] si les grands films de l’histoire du cinéma peuvent se regarder aujourd’hui sur ordinateur et en VOD, c’est parce que Langlois et quelques autres ont commencé par les sauver de la décharge, avant de les programmer, inlassablement, sans se soucier des modes et du temps qui passe.“
So schön und spannend, wie die Entdeckungen sind, die man dank Henri machen kann, soll man trotzdem nicht auf morgen verschieben, was man heute schon genießen kann. Denn wenn die Ausgangssperre aufgehoben wird, verschwinden auch die Schätze der Cinémathèque wieder in den dunkeln Lagerräumen. Ganz falsch ist auch das nicht – denn nur außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen – und was für die große Leinwand gedacht und gemacht wurde, sollte auch genau auf dieser genossen werden! (vac)
18. April: Auf den Spuren von Botticelli und Co.
Es war schon ein Coup, den die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz da landen konnte: Bis zu den Corona bedingten Einschränkungen konnte in der Alten Sammlung des Saarlandmuseums direkt am Saarbrücker Schlossplatz die temporäre Schau „ … Lorenzetti, Perugino, Botticelli … “ Kulturfans anlocken.
Denn sonst sind die dort gezeigten Kunstschätze aus dem Altenburger Lindenau-Museum in Thüringen eben nur selten außerhalb der eigenen Räumlichkeiten zu sehen. Die Sammlung gilt laut den beiden Museen als weltweit eine der größten und bedeutendsten zur italienischen Malerei des 13. bis 15. Jahrhunderts und wurde von dem Naturwissenschaftler, Politiker, Kunstliebhaber und Philanthropen Bernhard August von Lindenau im 19. Jahrhundert in seiner thüringischen Heimatstadt zusammengetragen – das Museum rühmt sich daher auch, einer der wichtigsten „Kulturleuchttürme Ostdeutschlands“ zu sein. Dieses Kleinod wird allerdings ab diesem Jahr generalsaniert – und so konnte sich das Saarlandmuseum die wertvollsten Schätze der Sammlung als Leihgaben sichern. Doch auch wenn die Werke offiziell bis November 2020 gezeigt werden, herrscht nun auch in Saarbrücken Stillstand im Publikumsbetrieb.
Das konnten und wollten die Macher aber nicht so stehen lassen – und so sind die Werke der 40 Künstler – darunter Guido da Siena, Pietro Lorenzetti, Lippo Memmi, Fra Angelico, Filippo Lippi, Domenico Ghirlandaio, Sandro Botticelli, Pietro Perugino, Luca Signorelli, Domenico Beccafumi – nun übergangsweise digital auf einer Sonderwebsite zu erleben.
In einer langen Bilderstrecke – aufgeteilt nach den Räumen der ganz realen Ausstellungsinszenierung – lassen sich die Stücke der Schau Werk für Werk mit passenden Texten virtuell entdecken. Dazu gibt es tiefer gehende Details zu den Maltechniken, der Kunstgattung und Wissenswertes rund um den Sammler und das Altenburger Museum. Und vielleicht ist das ja ein erster Einstieg, sich nach der Krise die Originale anzusehen. (dco)
17. April: Schwerelos froh mit Will und Pat
Ja, ich oute mich! Gerne. Ohne Scham. Und ganz sicher nicht Homeoffice- und Social-Distancing-Koller bedingt. Ich liebe Poesie! Und zwar in allen Sprachen, ja sogar im Veneto-Dialekt, dem ich nur bedingt mächtig bin, habe ich mir beim letzten Venedigbesuch – Seufz! – in der wunderbaren Libreria Acqua Alta ein Lyrikband gekauft.
Poesie hat nämlich etwas ganz Besonderes – unabhängig vom völligen Verständnis der Bedeutung ihrer Worte. Sie hat nämlich eine Melodie, die die Saiten der Seele unweigerlich zum Schwingen bringt. Müsste ich hier alle LyrikerInnen aufzählen, die mein tiefstes Innerstes mit ihrer wundervollen Musik erfüllen, reichte diese Zeitungsspalte aber sicher nicht aus. Dennoch ein Mann nimmt einen ganz besonderen Platz in dieser langen Liste ein, denn ich liebe ihn. Glühend, unbeirrt, wahrhaftig – und trotz recht unansehnlichem Äußeren (Halbglatze, Vokuhila UND Ohrring – wie altmodisch ist das denn, bitte schön?!).
Dass er verheiratet, Familienvater und auch schon 403 Jahre tot ist, dürfte für meine innigen Gefühle wohl das kleinste Hindernis sein. Sein Name: William Shakespeare. Auch bei ihm muss man nicht alle Vokabeln kennen (was meist als Ausrede gilt, ihn zu schmähen!), um von der wundervollen Mächtigkeit seiner Sprache mitgerissen zu sein und sich in die Schwerelosigkeit einer willkommenen Unbekümmertheit davontragen zu lassen.
Aktuell hat sich „Star Trek“-Captain Jean-Luc Picard, Patrick Stewart, zur Aufgabe gemacht, alle 154 Sonetten des Barden vorzutragen. Bequem in seinem Sessel lungernd, beglückt der britsche Schauspieler, der 16 Jahre lang Mitglied der Royal Shakespeare Company war und 2010 für seine Verdienste von der Queen zum Ritter geschlagen wurde, täglich über seinen Instagram-Account (sirpatstew) die Welt mit diesen Wundern.
Bis zur Nummer 116, einem meiner Lieblingssonette, dauert es noch etwas. Zum Glück gibt es aber von besagtem Stück da eine herrliche „kinetic typography animation“ von Uma-ar Kazmi (s.u.), der Shakespeares Text in Buchstaben und Bildern zum Leben erweckt. „It is an ever-fixed mark, that looks on tempests and is never shaken“ und „But bears it out even to the edge of doom“ heißt es darin – und das passt nicht nur auf meine vulkanartig heiß brodelnden Gefühle, sondern irgendwie auch perfekt in die aktuelle Zeit, finden Sie nicht auch? (vac)
16. April: Schillernd-bunte Hausmusik
Ganz unprätentiös und herrlich sympathisch hat Daniel Hope zusammen mit dem deutsch-französischen Kultursender arte auf die Corona-Krise reagiert: Erst waren es nur ein paar Online-Folgen der Wohnzimmerkonzert-Reihe „Hope@Home“, zu denen der Starviolinist sich künstlerisch-kreative Gäste in sein Domizil einlädt, um ungewohnte Hausmusik für das Publikum in der Ausgangssperre zu machen.
Doch dann: „Wir hatten so viele Rückmeldungen aus der ganzen Welt, so viele Kommentare, so viele Nachrichten und so viel Ermutigung. Vielen Dank dafür!“, sagte Hope und war sich schnell mit Fernsehsender arte einig, dass das schillernd-schöne Krisenformat weitergeführt wird. Das ist auch nicht verwunderlich: Stars der Szene geben sich die Klinke in die Hand – darunter Michael Metzler, Till Brönner, Albrecht Mayer oder Max Raabe. Das kommt überraschend im Repertoire, wunderbar leicht, aber tief in der Präsentation und über die Genregrenzen hinweg gedacht daher. (dco)
Mehr hier: www.arte.tv/de/arte-concert
15.April: Vom Suchen und Finden des Glücks
Es sind zentrale Fragen des Menschseins: Was ist Glück? Wie erreicht man es? Und wie hält man es dann auch noch fest? Unzählige weis(s)e, alte Männer, Philosophen genannt, haben sich im Laufe der Jahrhunderte damit auseinandergesetzt und ihre Antworten darauf geliefert. Während Platon es im rechtschaffenen Leben sah, fand der gute Diogenes es in einer Tonne. Denn ja, Glück ist ein ernst zu nehmendes Thema: selbst die UNO veröffentlichte 2012 erstmals einen Glücksbericht, der Himalajastaat Bhutan schuf eigens ein zuständiges Ministerium dafür und in manchen indischen Schulen wird es gar seit 2018 als Fach gelehrt.
Ich habe da mein ganz persönliches Rezept, das ich hier gerne teile, da ich, nach zahlreichen Selbstversuchen in allerlei Lebenslagen, garantieren kann, dass es wirkt. Es stammt aus dem Italien der 1970er und ist eine Zeichentrickserie: „Herr Rossi sucht das Glück“. Der liebenswerte Herr mit Fliege erlebt mit Gastone, dem Hund seines Chefs, dank der magischen Trillerpfeife einer holden Fee so manches Abenteuer auf seiner Suche nach dem Glück. Sie finden es ganz einfach – nämlich auf YouTube. Nie war es so schön festzustellen, dass Glück nicht etwas, sondern jemand ist! (vac)
14. April: Sehr nah dran
Nach fast 150 Jahren, in denen die Türen der Royal Albert Hall in London für die Unterhaltung des Publikums offenstanden, mussten auch diese vorübergehend geschlossen werden. Nun präsentiert das traditionsreiche Haus die Konzertreihe Royal Albert Home, die man sich im Livestream, oder zu einem späteren Zeitpunkt im Archiv ansehen kann.
Die Musiker laden für diese Konzerte die Zuhörer zu sich nach Hause ins Wohnzimmer ein, es ist demnach eine sehr persönliche Angelegenheit. Keine Bandmitglieder, keine Orchesterkollegen, keine Tontechnik, keine Reaktion des Publikums, der jeweilige Künstler ist bei diesen Performances ganz auf sich allein und sein Können gestellt. Das macht diese Konzerte zu einem ganz besonderen Erlebnis. Den Anfang machte der kanadisch-US-amerikanische Singer-Songwriter und Komponist Rufus Wainwright, der seine außergewöhnliche Stimme am Klavier, bzw. auf der Gitarre begleitet.
Der britische Komponist und Cellist Peter Gregson spielt mit seinem virtuellen Orchester, das aus dem Computer ertönt, und dessen Mitglieder er trotz körperlicher Abwesenheit dennoch reihum vorstellt, Werke aus seinem Album „Bach: The Cello Suites – Recomposed“. Seit 1876 kommen die Mitglieder der Royal Choral Society jedes Jahr an Karfreitag in der Royal Albert Hall beisammen, um Händels Messias zu singen. Abgesagt wurden diese Konzerte nur zwei Mal, während des „London Blitz“ (1940-41) – bis heute.
Doch so ganz unterbrochen wurde der Brauch nicht, denn den „Hallelujah Chorus in Isolation“ kann man sich online anschauen, die Sänger sind per Videokonferenz zusammengekommen, der Dirigent Richard Cooke schwingt den Dirigentenstab in seinem Garten. Weiter im Programm der Royal Albert Home-Reihe geht es mit dem Komponisten und Pianisten Alexis Ffrench, dem Tenor und Musical-Star Alfie Boe, Richard Archer und Krysten Cummings von OffWorld, dem Singer-songwriter Roddy Woomble, dem Brassed Off-Event, der Cellistin Ayanna Witter-Johnson, dem Sänger Baxter Dury, dem Performance Poeten Toby Thompson und dem Sea Shambles-Event. (mim)
11 avril: Un «Boléro» nouveau
Béatrice Daudin, percussionniste de l’Orchestre philharmonique du Luxembourg, coiffée de lunettes de soleil et d’un casque d’écoute, s’est installée chez elle derrière sa caisse claire et répète inlassablement et sans broncher la même formule qui va ensuite mener la danse et guider tous les musiciens qui vont la rejoindre au fil des mesures à venir de ce «Boléro» d'un genre nouveau.
Cette musique de ballet, composée en 1928 par Maurice Ravel, fait partie, en temps normal, des œuvres incontournables de tout orchestre ou tout chef qui se respecte. Aujourd’hui, plus que jamais, cette pièce est devenue un signe de rassemblement pour bon nombre de phalanges.
L’Orchestre philharmonique de New York et plus proche de nous, l’Orchestre national de France et l’Orchestre philharmonique de Luxembourg se sont tous les trois prêtés au jeu: interpréter le «Boléro», toujours en ut majeur, mais cette fois-ci en mode «confiné». Le principe est simple: le musicien joue sa partition tout en se filmant. De nombreuses plates-formes permettent ce genre d’exercice.
Une fois rassemblées, toutes ces images sont regroupées, agencées selon le rythme de la partition, qui dans le cas de Ravel s’avère complexe, tant l’orchestration ici est multiforme. Cet exercice de partage musical permet aux spectateurs, une fois n’est pas coutume, de découvrir des musiciens, qui pour la bonne cause ont laissé tomber... la queue de pie.
Dans le cas de l’OPL, tous ces visages connus apparaissent sous un jour nouveau, insolite. Violonistes, trompettiste, clarinettiste, harpiste, flûtiste,... tous sont calfeutrés dans leur salon, chambre à coucher, studio, bureau ou cave s’en donnent à cœur joie et semblent du regard suivre les instructions d’un chef virtuel et invisible.
Pas de quoi décourager les musiciens qui connaissent cette partition du bout des doigts et peuvent se passer pour une fois des services de leur patron. Outre Jaap van Zweden pour les New-Yorkais, Gustavo Gimeno pour les Grands-Ducaux, une autre vieille connaissance manque aussi à l’appel des Parisiens: Emmanuel Krivine.
10. April: Mitsingen angesagt
Wie Serge Tonnar in einem Video rund um das Streaming-Projekt „Live aus der Stuff“ betonte, habe aus der ersten Reihe der täglichen Live-Konzerte auf Facebook besonders der Liederabend mit Georges Urwald herausgestochen. Tausende hätten dem Musiker, Komponisten und Arrangeur zugehört. Hat das Luxemburger Lied – gerade weil es vielleicht Nähe zur Heimat und Nähe zu den Menschen repräsentiert – einen ganz besonderen Stellenwert während der Corona-Ausgangsbeschränkungen? Es sind eben auch viele Klassiker dabei, die von Kindheit an vielen Menschen mit auf den Lebensweg gegeben wurden. So verwundert auch nicht der Zuspruch zu anderen Projekten, die sich um das Singen bemühen.
Da wäre Ben Claus – den die Insider von den „Toxkäpp“ oder den „Krunnemécken“ kennen –, der seit dem 23. März auf seinem Facebookprofil unter dem Motto „All Dag e Lidd fir matzesangen oder och net“ am Akkordeon spielt; und natürlich in perfekter Bänkelsängermanier mitschmettert – das macht gleich Lust, weiter zuzuhören. Die Likes unter seinen Videos zeigen schon, wie sehr er damit ankommt.
Und natürlich gibt es noch das Institut Européen de Chant Choral (Inecc). Es postet täglich einen Luxemburger Chorsatz als Partitur auf Facebook und stellt eine Aufnahme des Werks dazu bereit. Wer also schon etwas weiter fortgeschritten ist, kann ohne eine Anleitung im Chor mitsingen.
Damit aber nicht genug, zusammen mit Radio 100,7 baut das Institut einen Online-Chor auf. Wie das geht? Einschreibungen sind über die Homepage möglich, dann geht die Partitur nach Hause und die Sängerinnen und Sänger zeichnen sich nach dem Üben selbst auf. Die Macher im Hintergrund setzen dann die eingeschickten einzelnen Aufnahmen zu einem Chor zusammen.
Und nicht zuletzt hat die UGDA-Museksschoul einen eigenen YouTube-Kanal gestartet. Rund um die Osterferien werden Mitmach-Videos für Kinder und nicht mehr ganz so junge Musikfans auf der Onlineplattform geschaltet. (dco)
9. April: Filme, Dokus und Shorts
Filmfestivals werden abgesagt – ein Ausweg ist und bleibt für viele das Internet. Das Organisationsteam des Kurzfilmfestivals von Clermont-Ferrand hat eine ganze Reihe von Produktionen aus seinen vergangenen Festivalvorführungen ins Web gebracht, um während der Quarantäne die Zuschauer auch an festen Zeitpunkten zu unterhalten.
Die Filme sind insofern nicht On-Demand verfügbar, es gibt dafür aber Zeitfenster für virtuelle Live-Vorführungen – demnach echte Festivalstimmung, nur leider im Sofa zu Hause. Den Live-Stream bekommt man jede Woche donnerstags und sonntags um 18 Uhr über die Webseite des Festivals, die mit der Streaming-Plattform des Anbieters Twitch verlinkt ist (www.clermont-filmfest.org).
Das Gute dabei: Es gibt keinen begrenzten Zugang, man braucht sich auch nicht auf dieser Plattform einzuschreiben und das Ganze ist zudem kostenlos! Das Programm ist thematisch in vier Kapitel unterteilt: „Entre nous, avec toi?“ (wurde bereits am 2. und 5. April ausgestrahlt), nun folgt „Courts sur pattes“ (Ausstrahlung am Donnerstag 9. April und am 12. April, jeweils um 18 Uhr). Es handelt sich dabei um Kurzfilme über die Tierwelt: Animationsfilme, Real-Life-Filme und Dokus. In den darauffolgenden Wochen folgen noch zwei weitere Themenpakete, „Du court au long“ und „Un peu de légèreté“.
Alle bereitgestellten Filme sind für ein Publikum ab 13 Jahre, ein Kinderprogramm gibt es auf derselben Plattform jeden Mittwoch und Samstag jeweils um 16 Uhr.
Auch das Internationale Amsterdamer Dokumentarfilmfestival stellt 200 Filme aus seinem Festivalkatalog kostenlos zur Verfügung, weitere 500 sind gegen eine geringe Gebühr abrufbar (www.idfa.nl/en). Die Auswahl ist reich, vielfältig und international.
Die Plattform des National Film Board of Canada stellt ein unvergleichliches kanadisches Angebot bereit. Es handelt sich hierbei um eine außergewöhnliche Sammlung von Filmen, darunter Animations- und Experimentalfilme, Dokumentarfilme und Fiktionen einschließlich Oscar-gekrönter Filme und Klassiker. Mehr als 4 000 Titel gibt es auf der Plattform zu sehen, darunter auch bezahlbare Filme. Registrieren muss man sich auf der Website des NFB unter www.onf.ca. (mt)
8 avril: Pour les jeunes cinéphiles en herbe
Comme chaque année, l’European Film Academy donne la parole aux jeunes en leur proposant de participer activement au «Young Audience Award». Les jeunes enfants de 12 à 14 ans sont invités à visionner trois films sélectionnés et à choisir, comme leurs aînés en ont l’habitude, leur favori pour lui décerner un prix. Les années précédentes, les jeunes jurés, originaires d’une quarantaine de pays, se réunissaient le temps d’un week-end, regardaient les films encore en compétition et faisaient ensuite leurs choix. Cette année, en raison de la crise du Covid-19, les règles du jeu ont dû être adaptées à la situation particulière. Les projections du jury, prévues le 26 avril dans 40 pays à travers l’Europe et au-delà, sont annulées.
Le Prix du Jeune Public EFA aura lieu dans un format entièrement virtuel qui est en cours de développement. Les jeunes intéressés peuvent rejoindre le jury en ligne pour visionner les trois films sélectionnés et participer au vote final.
Les trois films retenus en 2020 pour le prix du Jeune public EFA sont: «Mon frère chasse les dinosaures («Mio Fratello rincorre i dinosauri») comédie, famille, de Stefano Cipani (Italie, Espagne, 2019, 84 min., vo italienne avec sst. français, anglais et allemands); «Ma folle semaine avec Tess» («Mijn bijzonder rare week met Tess»), comédie, drame, famille, de Steven Wouterlood (Pays-Bas, Allemagne, 2019 / 84 min. / vo néerlandaise avec sst. français, anglais et allemands); «Rocca changes the World» («Rocca verändert die Welt», photo), aventure, comédie, drame de Katja Benrath (Allemagne, 2019, 101 min., vo allemande avec sst. français, anglais et allemands). Même en période de confinement, le Prix du Jeune Public EFA reste donc une initiative intéressante pour tous les jeunes cinéphiles en herbe et permet aussi aux élèves dispensés de cours – au Luxembourg, les écoles restent fermées jusqu’au 4 mai – de bien occuper leurs journées. (thi)
7. April: Fantastische Filmwelten
„Was ist das?“ fragt der in einem gelben Raumanzug gekleidete James Bond (Roger Moore) die CIA-Agentin Holly Goodhead (Lois Chiles). Sie sind an Bord eines Moonrakers – einer der Raumfähren des Weltraumunternehmers Hugo Drax – gelangt und fliegen nun durch das Universum. Aus dem Nichts erscheint vor ihnen eine imposante Weltraumstation. „Eine ganze Stadt im Weltall!“, antwortet Holly.
Entworfen hat sie Ken Adam, einer der bedeutendsten Production Designer des 20. Jahrhunderts. Für insgesamt sieben James Bond-Filme entwarf Adam spektakuläre, futuristische Sets und brach dabei etliche Rekorde. So baute er für „The Spy Who Loved Me“ (1977) das damals größte Set und das größte Studio der Welt. Mit Stanley Kubrick arbeitete er an „Dr. Strangelove“ (der „War Room“ im Pentagon ist sein berühmtestes Set) und „Barry Lyndon“ (für den er seinen ersten Oscar erhielt), auch für das Musical „Chitty Chitty Bang Bang“ und Komödien wie „Addams Family Values“ hat er Filmsets entworfen.
Die Deutsche Kinemathek hat dem am 5. Februar 1921 als Klaus Hugo Adam in Berlin geborenen Ken Adam ein ganzes Online-Archiv gewidmet (ken-adam-archiv.de) in dem Filmfans aufschlussreiche Informationen finden können. Adams Biografie ist mit zahlreichen Fotos illustriert, was sie natürlich besonders interessant macht. Zu allen Filmen, an denen er gearbeitet hat, sind jeweils von ihm gezeichnete Entwürfe zu sehen sowie Filmausschnitte, die die tatsächlich gebauten Sets zeigen.
Wer tiefer in die eigenwillige und zukunftsweisende Kunst des Ken Adam eintauchen möchte, der kann einen Blick in die ausführlichen Galerien und Essays werfen. In „Vom ersten Scribble bis zum Set: Die Entstehung des War Rooms“ zum Beispiel zeichnet der Filmemacher Boris Hars-Tschachotin nach, wie diese „Ikone des Production Designs“ geschaffen wurde. Stanley Kubrick befand Ken Adams erste Skizzen für gut, nur um ihm drei Wochen später, als das Art Department bereits mit dem Bau der Modelle begonnen hatte, zu sagen: „Denk dir was anderes aus.“ (mim)
6. April: Ein klein wenig Magie hilft immer
Man solle sich nicht allzu große Illusionen machen, so schnell würde kein wissenschaftliches Forschungslabor trotz Tag- und Nachtarbeit ein Zaubermittel gegen das Corona-Virus aus dem Ärmel ziehen können, warnen Experten weltweit.
Nun, zumindest gegen eine der Nebenwirkungen der Pandemie – der wegen Ausgangssperre aufkommenden Langeweile – kommt allen da zum Glück die Literatur in Gestalt von Bestsellerautorin J. K. Rowling zu Hilfe: Sie präsentiert mit der Website „Harry Potter at Home“ Inhalte aus ihren Geschichten um den Zauberlehrling Harry Potter.
Darauf zu finden sind u. a. Videos, Spiele und Links zu kostenlosen Downloads des ersten Buchs aus der Potter-Reihe, „Harry Potter und der Stein der Weisen“ – als E-Book oder als Hörbuch in verschiedenen Sprachen. „Eltern, Lehrer und Betreuer, die daran arbeiten, Kinder bei Laune zu halten und ihr Interesse zu wecken, während wir im Lockdown sind, könnten möglicherweise ein bisschen Magie gebrauchen“, so Rowling auf Twitter. Richtig, da werden auch Muggles zu Magiern! (vac)
3. April: Theatertrip nach London gefällig?
Seit ein paar Jahren ist der Kinosaal nicht mehr nur dem gemeinschaftlichen Filmerlebnis vorbehalten – Opernperformances, Ballettauftritte, Klassik- bis Rockkonzerte, diverse Sportevents – und auch Theatervorstellungen gesellen sich zum breit gefächerten Angebot. Weltbühnen von internationaler Renommee laden sich so regelmäßig auch auf die Luxemburger Leinwände ein – sei dies nun die Metropolitan Opera aus New York, das Bolschoi aus Moskau, die Pariser Comédie Française oder aber das Londoner National Theater – ein Konzept, das immer mehr Zuschauer anzieht.
Wer also nicht die zeitlichen bzw. finanziellen Möglichkeiten hat, kurz mal über den Atlantik oder den Ärmelkanal zu jetten, muss trotzdem nicht auf kulturellen Hochgenuss verzichten. Dass seit geraumer Zeit und auf zumindest bislang schwer absehbare Dauer selbst diese Alternative durch die Schließung aller Luxemburger Kinos nun Corona-bedingt ausfällt, bedeutet aber trotzdem nicht, dass Zuschauer auf das Angebot verzichten müssen.
Das am Südufer der Themse gelegene National Theater verlegt nämlich sein „NT Live“ demnach auf seinen YouTube-Channel – und zwar kostenfrei! Jeweils donnerstags ab 20 Uhr gibt es ein Stück aus dem Repertoire des Hauses zu entdecken. Den Auftakt machte gestern die Feelgood-Komödie „One Man, Two Guvnors“ aus dem Jahr 2011 mit dem „Tony Award“-Theaterpreis ausgezeichneten Schauspieler James Corden in der Hauptrolle und die im Londoner West End und dem New Yorker Broadway gleichermaßen ein Publikumshit war.
Aus der aktuellen Not eine Tugend machend, kommt so das Theater trotz Ausgangssperre zu seinen Zuschauern und gibt ihm dabei auch noch die Möglichkeit, die Produktion eine ganze Woche lang, also bis zum nächsten Stelldichein zu streamen.
Demnächst stehen dann vom 9. bis 16. April die Adaptierung von Charlotte Brontës Klassiker, „Jane Eyre“ (2015), vom 16. bis 23. April Robert Louis Stevensons „Treasure Island“ (2015) und vom 23. bis 30. April Shakespeares „Twelfth Night“ (2017) auf dem heimischen Spielplan dieser „National Theatre at Home“-Reihe. So schnell lassen sich die Bretter, die die Welt bedeuten, von einem Virus nicht kleinkriegen – und ihre Fans sollten es auch nicht: Also, auf zum Theatertrip nach London! (vac)
2. April: Wie von Zauberhand
Er ist kein Künstler im akademischen Sinne, aber in der populären Kunst ist er ein Großmeister. Der US-Amerikaner Bob Ross hat Zigtausende Menschen das Malen gelehrt und mit Millionen seine Passion geteilt. Das tut er auch heute noch, posthum. In den 1980ern und 1990ern war der vormalige Master Sergeant ein Fernsehkünstler; noch heute ist seine Show „The Joy of Painting“ auch im deutschen TV zu sehen (ARD alpha).
Mittlerweile ist er zum Internetphänomen avanciert und die meisten seiner Fans wollen, wie früher schon, gar nicht malen lernen, sondern schauen ihm dabei zu, weil es sie fasziniert und beruhigt.
Bob Ross malt mit Ölfarben in der Nass-in-Nass Technik. So kann er durch Farbverläufe und -überlagerungen Bilder schaffen, bei denen einem erst nach und nach klar wird, wo die visuelle Reise eigentlich hinführt. Seine sanfte, ruhige Art zu sprechen, seine Güte und Fröhlichkeit vereinnahmen den Zuschauer sofort.
Man kann nicht anders als ihm gebannt dabei zuzuschauen, wie er Himmel und Wolken mit dem breiten Pinsel auf die Leinwand streicht, mit dem Spachtel Berge hinein versetzt und mit dem Fächerpinsel in Windeseile Bäume pflanzt. „Happy little trees“, wie er sagt. Und wenn er der Meinung ist, der eine Baum auf der anderen Seite des Flusses sei zu einsam, dann malt er ihm einen „little friend“ hinzu.
Bevorzugte Motive sind die unendlichen Weiten Alaskas, Berge, Bäume, Seen, Holzhütten. Menschen malt er nie. „Dies ist unsere Welt, also können wir sie so gestalten, wie wir wollen!“, pflegt er zu sagen.
Mit einem Lächeln und einem direkten Blick in die Kamera, so als würde er ausschließlich zu einem selbst sprechen. Seine eigene Frisur hat Bob allerdings nicht so gestaltet, wie er wollte, zumindest späterhin nicht. Da er in seinen Anfangszeiten als Maler nur wenig Geld verdiente, ließ er sich eine Dauerwelle machen, um Geld zu sparen. Später hatte er seinen Lockenkopf satt und wäre liebend gerne zu seinem glatten Haar zurückgekehrt, doch da war die extravagante Frisur bereits sein Markenzeichen und als Logo auf den Farbtuben und Pinseln zu sehen, die heute noch verkauft werden. (mim)
1. April: Blumenbeschriften und forschen
Die Forschung soll in Zeiten der physischen Abschottung nicht ruhen – ganz im Gegenteil. Die Nationalbibliothek und die Redaktion der „Hémecht“ haben ihre Publikationen von 1895 bis 2015 im Internet öffentlich zugänglich gemacht. Mehr als 58 000 Seiten der wichtigsten Zeitschrift der luxemburgischen Geschichte sind via das Portal www.eluxemburgensia.lu und über die Suchmaschine www.a-z.lu der Bibliotheken online abrufbar.
Dieser wertvolle und kostenlose Zugang zu hochwertigen wissenschaftlichen Ressourcen erlaubt Forschern, Historikern, Geisteswissenschaftlern und Geschichtsliebhabern, ihre Forschungen und wissenschaftlichen Arbeiten fortzusetzen – auch wenn derzeit Schulen, Universitäten, Bibliotheken und Archive physisch geschlossen sind. Die Bände aus den Jahren 1895 bis 2015 wurden im Einvernehmen mit der Redaktion des „Hémecht“ und in Übereinstimmung mit dem Urheberrechtsgesetz von der Nationalbibliothek neu digitalisiert.
Die Quellen des Wissens lassen sich anzapfen, müssen aber auch permanent genährt werden. Wenn Freiwillige ihre Zeit für Recherchearbeit zur Verfügung stellen, nennt man das Crowdsourcing. Die Nationalbibliothek trägt derzeit alle Informationen aus dem Web über die Corona-Krise zusammen und bittet in dem Kontext um Mithilfe der Bevölkerung. Alle, die bereits vor März 2020 wichtige Informationen über das Ausbreiten des Virus aus dem Internet – auch aus den sozialen Netzwerken – gesammelt haben, können eine Liste ihrer Beiträge und Artikel für das Webarchive der Nationalbibliothek einreichen.
Mithilfe braucht auch das naturhistorische Museum. Hier sind Freiwillige gefragt, um Hand anzulegen bei der Digitalisierung des Herbariums, einer Sammlung von 50 000 etikettierten, getrockneten und gepressten Pflanzen und Pilzen, die auf Papierblättern befestigt sind. Diese gesammelte Flora reicht bis ins frühe 19. Jahrhundert zurück. Bislang haben bereits 98 freiwillige Helfer über die Webseite des Museums www.mnhn.lu rund 40 Prozent dieser etwas besonderen „Hausaufgabe“ erledigt.
31. März: Piqûre de rappel du LuxFilmFest
Alors qu’elle battait son plein et qu’elle avait déjà attiré près de 18.000 participants, l’édition du dixième anniversaire du LuxFilmFest a été arrêtée par les organisateurs dès le début de la crise du Covid-19. Une décision saluée de toutes parts, mais qui a laissé des traces. Ainsi, cette année plusieurs distinctions n’ont pas pu être décernées: le grand prix, le prix du jury presse et le prix de la critique n’ont tout simplement pas été remis.
Edit Picture inline-leftCopy PictureUn rebondissement du LuxFilmFest pendant cette période de confinement permet aux cinéphiles de voir et revoir un certain nombre de films.Foto: LuxFilmFestMalgré ses déboires, le LuxFilmFest rebondit et vient de publier, hier, par voie de communiqué de presse, une nouvelle qui va sans doute réjouir bon nombre de cinéphiles. «A circonstances exceptionnelles, propositions exceptionnelles: LuxFilmFest, Film Fund Luxembourg, d’Filmakademie et VOD.lu se sont associés pour vous proposer le LuxFilmFest Home Edition» annoncent les organisateurs. Le coup d’envoi est donné aujourd'hui, mardi 31 mars sur la plate-forme de streaming www.vod.lu.
L’heureuse initiative permet, période de confinement oblige, de visionner des films tranquillement chez soi et «à des tarifs aménagés», promettent les organisateurs. Edit VideoEt encore une bonne nouvelle: cette «Home Edition» sera accompagnée d’une vaste sélection de films à l’affiche cette année du festival et désormais diffusés gratuitement.
Deux catégories seront proposées aux choix: Showcase: Shorts Made in/with Luxembourg: «Abigail» de Nicolas Debray, «Absence» de Florian Beros, «Faleminderit» de Nicolas Neuhold, «Glow» de Fred Neuen & Mik Muhlen, «Halligalli» de Govinda van Maele, «If We Smarten Up» de Larisa Faber, «Lupus» de Laurent Prim et «Westwand» de Philip Krieps. (Co)Productions luxembourgeoises, sélectionnées pour le Made in/with Luxembourg: «Dreamland» de Bruce McDonald, «Jumbo», de Zoé Wittock, «Norie» de Yuki Kawamura, «Raconte-moi, le fleuve» de Julie Schroell, «Tune into the Future» d’Eric Schockmel (video). D’autres films, en cours de négociation, viendront s’ajouter prochainement à la liste. Egalement, des productions présentées lors des éditions précédentes du LuxFilmFest. (thi)
30. März: Kulturkur Prophet, Berg und Lagerkoller
Kommt der Prophet nicht zum Berg, dann muss der Berg eben zum Propheten kommen – heißt es bekanntlich: Eine Regel, die selbst in diesen schwierigen Zeiten gilt. Doch während Hollywood seine vorprogrammierten Blockbuster wie den nächsten James-Bond- oder Wonder-Woman-Film vorerst auf Eis legt, gehen Indie-Produktionen einen mutigeren Weg.
So hat die Luxemburger Films-Fauves-Koproduktion „Jumbo“, die ihre nationale Vorpremiere beim diesjährigen verkürzten 10. LuxFilmFest feierte, entschieden Publikum vor Profit zu stellen und den Film von Zoé Wittock mit Noémie Merlant als Hauptdarstellerin Jeanne, die sich in ein Karussell verliebt, als wirksames Anti-Lagerkoller-Mittel auf der Luxemburger Streamingplattform vod.lu bereitzustellen – beim Ausleihpreis von 7,99 Euro zudem ein Schnäppchen.
„Cinema closed until real life doesn’t feel like a movie: Stay safe, be kind“ prangt derzeit treffend über einem geschlossenen US-Kino. Streaming sei dank, war es trotzdem noch nie so einfach und, mit 2 500 Filmen im Angebot, auch so angenehm Solidarität mit der europäischen Filmindustrie zu zeigen. Denn sie hat es verdient! (vac)
28./29. März: Corona-Virus macht Kunst lebendig
Wenigstens der Kreativität kann das Corona-Virus nichts anhaben. Ganz im Gegenteil, gerade durch eine seiner vielen unangenehmen Nebenwirkungen, dem notwendigen doch zugegeben unangenehmen Zwangshausarrest, beflügelt er diese sogar. So auch in Irland.
Zufällig war dort die Kostüm- und Bühnenbildnerin Molly O’Cathain, die das Malaprop Theater-Kollektiv mitbegründet hat, zu Besuch bei den Eltern im heimischen Dublin, als auch sie von der Lahmlegung des öffentlichen Lebens überrascht wurde. Doch was für die meisten wie der Albtraum schlechthin anmutet – wieder der Teenager im Hause der Eltern zu sein – entpuppte sich für Molly als kreativer Sechser im Lotto. Denn mit Mutter und Vater unter der Hand hatte sie plötzlich das perfekte Material um Kunstwerke wie Klimts „Der Kuss“ per Tweet lebendig werden zu lassen.
Das Resultat ist einfach herzerfrischend. Ich hoffe doch, dass im Sinne der Stärkung unserer nationalen Identität, wir Luxemburger diese Herausforderung nicht einfach so auf uns sitzen lassen und den künstlerischen Fehdehandschuh aufheben werden, oder nicht?! Ich warte demnach schon ganz ungeduldig auf Ihre digitalen Zusendungen, liebe Leser: Lassen auch Sie Kunst lebendig werden! (vac)
27. März: Auf Spurensuche mit André Jung
Warum musste der Obdachlose sterben und – vor allem – wer ist der Mörder? Im Stadtpark, ganz in der Nähe des Bürgerhauses, wo sich gerade die Debatte der Einwohner mit den Mitgliedern der Bürgerinitiative für das bedingungslose Grundeinkommen im Saarland hochschaukelte, wird der Mann aufgefunden. Kommissar Paquet ist gleich zur Stelle – und rügt seine junge Kollegin Amelie Gentner, die wegen ihres klapprigen Autos erst spät am Tatort ankommt. Die Kabbeleien zwischen den beiden ungleichen Kollegen gehören für die Zuhörer des saarländischen „ARD Radio Tatorts“ schon zum gewohnten Klangbild dieses Duos aus zwei Generationen.
Hinter den Stimmen der Ermittler stecken aber keine echten Saarländer: die beiden Luxemburger Schauspieler André Jung und Brigitte Urhausen gehen seit 2013 beim „Radio-Tatort“ gemeinsam auf hörbare Tätersuche. Genau wie beim bekannten „Tatort“-Krimi im Fernsehen arbeiten die Landes-Rundfunkanstalten in der „Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“ (ARD) zusammen und liefern Folgen zu.
Pro Jahr steuert der Saarländische Rundfunk einen neuen Teil bei. „Wetterleuchten“ ist der neuste und damit dreizehnte Fall der fiktiven Mordkommission in Saarlouis seit dem Start im Jahr 2008.
Während André Jung als grantelnder Paquet von Anfang an der saarländischen „Tatorte“ mit dabei ist, stieg Urhausen vor sieben Jahren als neue Partnerin ein. „Paquet hat Ähnlichkeiten mit einem Luxemburger: Er ist gemütlich, er ist aufbrausend; er ist aber auch gutmütig und halt immer an der Sache dran. Und er ,drénkt gär e Pättchen‘. Er ist eine Provinzseele“, sagt Jung.
Im neuen Fall rücken zwei Jugendliche in den Fokus – und ihre Väter, die sich einst gut verstanden und sich heute politisch gegenüberstehen. Und natürlich gibt es dabei auch immer etwas über das Saarland zu entdecken. Verfügbar ist dieser und frühere Radio-Tatorte auf den Podcastplattformen und in der ARD Audiothek (auch als App). (dco)
Alle Infos: https://bit.ly/39etMss
26. März: à gogo et gratos
Les salles obscures restent bien obscures ces jours-ci et les cinéphiles sont en manque. Pour parer à cette pénurie de films, toutes les initiatives sont les bienvenues. Le site éducatif openculture.com – qui a pour but de promouvoir et de diffuser des contenus culturels –, propose désormais 1.150 films, le plus souvent (très) anciens, mais tous en libre accès. Contrairement aux services de streaming en ligne (Netflix et autres), l’accès à ce gargantuesque trésor est donc entièrement gratuit. De quoi se régaler sans modération lors des longues journées de confinement.
Un exemple de la richesse du fond ouvert au grand public. Pour le seul réalisateur Buster Keaton, pas moins de vingt films sont disponibles. L’interminable liste de ces grands moments qui ont fait l’histoire du septième art est divisée en plusieurs chapitres: comédies et drames / films noirs, horreurs, Hitchcock / westerns / arts martiaux / films muets / documentaires / animations / films oscarisés... (thi)
Tous les films sont à retrouver sur: www.openculture.com
25. März: Il est permis de buller
Tout un village de Gaulois est en deuil. Le dernier de leurs deux pères, Albert Uderzo, vient de décéder. Raison de plus de plonger ces jours-ci dans le Neuvième Art et de se faire une bonne cure de bulles.
Car la BD a un regard vif porté vers l’avenir. D’ailleurs, les héritiers d’Uderzo et de Goscinny, le tandem Jean-Yves Ferri et Didier Conrad, n’ont-ils pas déjà imaginé dans leur album «Astérix et la Transitalique» paru en 2017 ce nouvel ennemi des irréductibles Gaulois portant le nom de Coronavirus?
Allons, respirons un bon coup avant que nous ne choppions ce vilain virus et une fois que nous aurons lu et relu nos albums préférés alignés dans nos bibliothèques comme une phalange romaine du camp retranché de Babaorum, regardons du côté de la toile et scrutons les réseaux pour dénicher de nouvelles bulles.
Riad Sattouf, le créateur de «L’Arabe du futur», fait raconter à l’héroïne de son autre grand succès éditorial «Esther» son confiment sur Instagram.
Lewis Trondheim a lancé sur Twitter son #jeulapinot, du nom de l’un de ses personnages. Il invite chaque jour à 14 heures pile à dessiner la dernière case d’un nouveau strip qu’il a concocté la veille. Le premier qui trouve ce que le dessinateur a imaginé, reçoit une carte postale.
Joann Sfar offre à ses fans un album à lire en ligne, il fait découvrir son prochain album «Aspirine» sur Instagram.
Également sur Instagram, visitez le compte administré par les étudiants de l’atelier de Joann Sfar aux Beaux-Arts de Paris. Le dessinateur y donne des cours. L’école étant fermée, il a invité ses étudiants à raconter leur confinement sur les réseaux sociaux. Vraiment, il y a de belles trouvailles d’artistes prometteurs qui font rire et dont les œuvres sont remplies de finesse et de douceur.
Pénélope Bagieu, l’artiste qui a lancé avec grand succès la série «Les Culottés», a initié sur Twitter le hashtag #coronamaison avec lequel elle invite tout le monde, professionnels et amateurs, à dessiner sa maison idéale de confinement.
Voilà, c’est tout pour cette fois-ci, sortez vos papiers, taillez vos crayons, le grand festin peut désormais commencer, et cette fois-ci, s’il vous plaît, avec le barde, Assurancetourix, car c’est lui l’artiste. (mt)
24. März: Neugierigkeit
Lobo ist einfach neugierig: „,Firwat ass den Himmel haut net Blo?‘, ,Wéi vill Stécker Schockela sinn am Schockelasbotter?‘ De Lobo gëtt keng Rou: Hie wëll ëmmer alles wëssen an huet ëmmer Froen.“ Bis er plötzlich verstummt. Was ist passiert? Wird seine Nachbarin Lola ihm helfen können? Die 2019 mit dem Buchpräis in der Kategorie „Kinder- und Jugendbuch“ ausgezeichnete Geschichte von Christiane Kremer – und demnächst weitere –, kommt nun in einem besonderen Format zu den Schülern nach Hause: als Lesung auf YouTube.
Auch das Literaturarchiv Mersch hat in Zeiten der Krise umgestellt, will seine Vermittlerrolle wahrnehmen und tastet sich selbst neugierig in neue Formen dafür vor. Mehr Infos hier
Für den Leiter Claude Conter und sein Team war der Weg dazu klar: Erstens sollten die Kinder und Jugendlichen ein Angebot bekommen, „Wir wollten auch bewusst keinen Livestream anbieten, um den Kindern den Alltag nicht vorzustrukturieren oder zu unterbrechen, wenn zum Beispiel Hausaufgaben gemacht werden sollen. Wir haben uns für YouTube entschieden, weil nicht jeder – und schon gar nicht die jüngere Generation – Facebook nutzt“, so Conter, der eine möglichst unabhängige Breite erreichen will.
Und zweitens sollte – wenn möglich – die gesamte Literaturszene vom Autor über Verlag bis Handel einbezogen werden, so Conter.
Die Autoren und Verlage werden für ihre Lesungen und auch für die Nutzungsrechte bezahlt. „So kann sich die Luxemburger Literaturszene unter einem Dachmantel versammeln – und sich so ganz komplementär zu anderen Angeboten wie Serge Tonnars ,Live aus der Stuff‘ einfügen, aber sich doch auch fokussieren“, sagt Conter.
Zusätzlich werden dann auch Angaben zu den Luxemburger Verlagen und zum Handel gemacht. „Was viele vergessen, ist, dass die Luxemburger Buchhandlungen kostenlos Bücher versenden. Das galt schon vor der Krise und ist sicher jetzt für viele eine Erleichterung, wenn es darum geht, nicht selbst zum Einkaufen vor Ort zu können“, sagt der Literaturarchiv-Leiter und wirbt damit auch für die lokale Branche jenseits des internationalen Onlinehandels, die es sicher in der Krise auch nicht einfach haben wird. Vier Lesungen sollen es in dieser Woche werden. Es bleibt also spannend. (dco)
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