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Kulturhauptstadt 2022: Minette-Gemeinden kandidieren für Kulturhauptstadt
Kultur 29.06.2015 Aus unserem online-Archiv

Kulturhauptstadt 2022: Minette-Gemeinden kandidieren für Kulturhauptstadt

Das Gemeindesyndikat ProSud ist an einer gemeinsamen Ausrichtung der europäischen Kulturhauptstadt 2022 durch seine Mitgliedsgemeinden interessiert.

Kulturhauptstadt 2022: Minette-Gemeinden kandidieren für Kulturhauptstadt

Das Gemeindesyndikat ProSud ist an einer gemeinsamen Ausrichtung der europäischen Kulturhauptstadt 2022 durch seine Mitgliedsgemeinden interessiert.
Foto: Marc Wilwert
Kultur 29.06.2015 Aus unserem online-Archiv

Kulturhauptstadt 2022: Minette-Gemeinden kandidieren für Kulturhauptstadt

Seit vergangener Woche kursiert die Idee, dass einige Städte aus dem Süden des Landes Kulturhauptstadt 2022 sein könnten. Nun greift das ProSud die Idee auf und will eine Kandidatur stellen.

(L.E.) - Die elf Südgemeinden die im Syndikat ProSud vertreten sind, wollen gemeinsam die Europäische Kulturhauptstadt 2022 sein. Das beschlossen die Bürgermeister und ihre Vertreter am Montag Morgen auf einen Vorschlag des Bettemburger Bürgermeisters Laurent Zeimet (CSV) hin. Bereits seit vergangener Woche kursiert die Idee, dass einige Städte aus dem Süden des Landes Kulturhauptstadt 2022 sein könnten. Nun greift das ProSud in einem parteiübergreifenden Konsens die Idee auf und will eine Kandidatur stellen.


Auf Nachfrage bestätigte der Präsident und Düdelinger Bürgermeister Dan Biancalana (LSAP), dass das ProSud starkes Interesse an der Organisation habe. Natürlich müsse noch geprüft werden welche Ausmaße und Konsequenzen, auch finanzieller Natur, dies beinhalte. Die Entscheidung eine gemeinsame provisorische Kandidatur zu stellen, fiel unter den anwesenden Gemeinden allerdings einstimmig.

In der Sitzung vertreten waren Bürgermeister bzw Stellvertreter der Gemeinden Bettemburg, Differdingen, Düdelingen, Esch/Alzette, Petingen, Rümelingen, Sassenheim und Monnerich. Weitere Gemeinden, die von der Entscheidung betroffen sein könnten sind Käerjéng und Schifflingen.

Ob die Kandidatur auch die Gemeinde Kayl betrifft ist unklar, da diese Gemeinde bekanntlich eigenmächtig aus dem ProSud ausgetreten ist. Ein Austritt, der von den anderen Mitgliedern nicht anerkannt wird. 

Vergangene Woche hatte der Bürgermeister von Differdingen Roberto Traversini (Déi Gréng) die Idee einer gemeinsamen Kandidatur mehrerer Südstädte in den Raum geworfen. Eine Idee, der sich die Bürgermeisterin von Esch/Alzette Vera Spautz (LSAP) am Freitag dem "Wort" gegenüber, aufgeschlossen gezeigt hatte.

Ab Juli wird zu Kandidaturen aufgerufen.

Schon vor zwei Wochen hatte ein Regierungssprecher klargestellt, dass nicht zwingend die Hauptstadt Kandidat für die Bewerbung sein müsse. Luxemburg war bereits 1995 und 2007 europäische Kulturhauptstadt gewesen.


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