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Königin Elsa brachte das Eis zum Schmelzen
Dorothea Baumann begeisterte als Anna.

Königin Elsa brachte das Eis zum Schmelzen

Foto: Claude Piscitelli
Dorothea Baumann begeisterte als Anna.
Kultur 33 2 Min. 25.02.2018

Königin Elsa brachte das Eis zum Schmelzen

Rosa CLEMENTE
Rosa CLEMENTE
Am Samstag wurde „Die Eiskönigin“, einer der erfolgreichsten Animationsfilme aller Zeiten, auf einer riesigen Kinoleinwand ausgestrahlt - begleitet vom deutschen Filmorchester Babelsberg und dem Vocalconsort Berlin. Ein märchenhafter Abend für Groß und Klein.

Um 17 Uhr öffnen sich die Türen der Rockhal. Sofort drängen sich die ersten Gäste hinein, denn draußen herrscht klirrende Kälte. Noch vor Beginn der Show können sich die mit dicken Schals und Mützen verpackten „Elsa“-Fans auf Süßes freuen. Überall in der Eingangshalle der Konzerthalle riecht es verführerisch nach Popcorn und Pfannkuchen.

Kleine Mädchen in blauen Prinzessinnenkleidern und sorgfältig geflochtenen Zöpfen laufen ungeduldig hin und her. Aber nicht nur kleine Kinder sind gekommen, auch viele erwachsene Disneyfans haben den Weg bis nach Belval gefunden und freuen sich auf die Aufführung des zweifach Oscarprämierten Meisterwerks „Die Eiskönigin“.

Der Zauber konnte beginnen...

Gegen 17.30 Uhr füllt sich bereits die Konzerthalle. Einige Minuten vor Beginn nutzen viele Eltern noch die Gelegenheit, um ein paar Selfies mit ihren Kindern zu machen. Dann geht auf einmal das Licht aus und die Instrumente auf der Bühne werden beleuchtet. Das Publikum applaudiert, als die Musiker, die Sänger und der Dirigent vor ihnen erscheinen.

Kurz nach 18 Uhr beginnt das synchronisierte Kinokonzerterlebnis: Das Orchester spielt die berühmte Disneymelodie; der riesige Bildschirm leuchtet und die ersten Bilder des Films erscheinen über den Köpfen der Musiker. Für manche ist es vorerst ungewöhnlich, als die ersten Töne erklingen, gefolgt von den Stimmen des Chores. Für einige kann die Begleitung eines Film durch ein Orchester für leichtes Durcheinander sorgen, da man sich am Anfang nicht so recht entscheiden kann, ob man auf die Leinwand oder auf das, was auf der Bühne geschieht, schaut.


Doch schnell zeigt sich, wie die abenteuerliche Geschichte der Eiskönigin die Zuschauer in den Bann zieht. Nach einer Weile merkt man, beim Verfolgen des Films auf der Leinwand, nicht einmal mehr, dass ein Liveorchester mitspielt; so zeitgenau und synchronisiert ist ihr Auftritt. Die hervorragenden Solistinnen, die in die Rollen der Elsa und Anna schlüpfen, lassen die kleinen Kinderaugen leuchten. Ihre klangvollen Stimmen erzeugen ohne Zweifel Gänsehaut.

Als das Lied „Lass es los“ (original: „Let it go“) erklingt, ist der Höhepunkt des Spektakels erreicht. Weißes Konfetti fällt wie Schneeflocken von der Decke. Die wie Nordlichter erscheinende Lichteffekte verzaubern das Publikum. Das weltweit bekannte Filmlied „Lass es los“ ist ebenfalls ein Wendepunkt in der Show - denn die Zuschauer sind wie ausgewechselt: Sie schauen dem Film nicht mehr nur still zu, sondern lachen, singen und applaudieren bei jeder Gelegenheit.

Erst gegen Schluss des Films ein kleines Manko: Der Chor, der zusammen vor die Zuschauer tritt, um gemeinsam ein Lied zu performen, hat mit der Höhe der Mikrofone zu kämpfen. Im Großen und Ganzen aber ein grandioses Spektakel. Die Symbiose zwischen Orchester und Kinofilm ist einzigartig und ohne Zweifel gelungen.


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