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Kino 2020: Rückkehr der Heroen
Kultur 3 3 Min. 04.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Kino 2020: Rückkehr der Heroen

Daniel Craig schlüpft wohl zum letzten Mal in die Rolle als James Bond

Kino 2020: Rückkehr der Heroen

Daniel Craig schlüpft wohl zum letzten Mal in die Rolle als James Bond
Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Kultur 3 3 Min. 04.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Kino 2020: Rückkehr der Heroen

Im internationalen Filmjahr 2020 wird unter anderem Daniel Craig im 25. James-Bond-Streifen zu sehen sein.

Ein Wiedersehen mit bekannten Helden: Hollywood verwertet seit einiger Zeit alte Filmideen gern noch einmal und bringt frühere Kinohits in moderner Form heraus. Dazu gehört demnächst auch die Neuauflage von „Top Gun“: Mehr als 30 Jahre nach dem immensen Erfolg des Actionfilms steigt Tom Cruise erneut in den Kampfpilotenanzug und rast in „Top Gun: Maverick“ über die Leinwände.   

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Mit Spannung wird auch das Spektakel „Godzilla vs. Kong“ erwartet, wenn der Riesengorilla King Kong auf das Monster Godzilla trifft.   

Doch das Kinojahr 2020 hat noch mehr zu bieten. Fünf weitere Highlights zeichnen sich ab. Nummer Eins „James Bond 007: No Time to Die“: Macht er es noch mal? Nein, er macht es nicht. Und er macht es doch! Daniel Craig ließ die Fans lange warten, nun schlüpft er doch in die Rolle des wohl berühmtesten Geheimagenten – möglicherweise zum letzten Mal. Im neuen Streifen ist 007 anfangs raus aus dem aktiven Dienst, bis die CIA ihn um Hilfe bittet und Bond einem neuen Bösewicht (Rami Malek, Oscar für „Bohemian Rhapsody“) auf die Spur kommt.

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Spannend ist bei diesem 25. Bond-Film außerdem, ob die Querelen um den Regisseur beim finalen Werk zu spüren sind: Eigentlich hatte Oscarpreisträger Danny Boyle („Slumdog Millionär“, „Trainspotting“) Regie führen sollen. Es gab aber „kreative Differenzen“ mit den Produzenten, und Boyle schmiss hin. Daraufhin übernahm der US-Amerikaner Cary Joji Fukunaga, der bisher vor allem für die erste Staffel der TV-Serie „True Detective“ bekannt ist.


Die Ähnlichkeit mit James Bond ist rein äußerlich, denn Daniel Craig (l.) lässt als Privatermittler Benoit Blanc – hier mit Lieutenant Elliott (LaKeith Stanfield) und Trooper Wagner (Noah Segan, r.) – seineandere Paraderolle gänzlich vergessen.
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Nummer Zwei kommt aus Deutschland;Der Boandlkramer und die ewige Liebe“: Mit dieser Besetzung hat die Komödie das Potenzial zum deutschsprachigen Kassenhit. Immerhin stehen die beiden Stars Hape Kerkeling und Michael Bully Herbig dafür erstmals gemeinsam vor der Kamera. Sie spielen ein ungewöhnliches Duo: Der Tod (Herbig) verliebt sich unsterblich und lässt sich daher auf einen Deal mit dem Teufel (Kerkeling) ein. Das Chaos im Himmel und auf Erden ist programmiert. 

Die Idee stammt von Herbig, der bereits mit „Der Schuh des Manitu“ Erfolge feierte. In dem Film verkörpert Hannah Herzsprung („Babylon Berlin“) seine irdische Liebe Gefi; Regie führt der 80-jährige Joseph Vilsmaier („Comedian Harmonists“). 

Nummer Drei ist das Animationsabenteuer „Soul“: Zuerst entwickelte er die Idee zu „Toy Story“, dann gelang Pete Docter mit „Monsters Inc.“ der Durchbruch als Regisseur – für „Up“ und „Inside Out“ gewann er schließlich sogar je einen Oscar. Mittlerweile ist der US-Amerikaner zum Kreativchef der erfolgreichen Animationsschmiede Pixar aufgestiegen und arbeitet dort außerdem an seinem neuesten Werk, das im Juni in den USA starten soll: „Soul“ erzählt von einem Musiker (Jamie Foxx), der bei einem Unfall seine Seele verliert. 

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Diese landet in einem Trainingszentrum, wo neue Seelen darauf vorbereitet werden, in die Körper von Neugeborenen zu gehen – eine dieser Seelen ist schon länger dort (gesprochen von Tina Fey).

Ein Klassiker in neuem Gewand ist Nummer Vier; „West Side Story“: Die tragische Liebesgeschichte zwischen Maria und Tony, die zu zwei rivalisierenden Banden gehören, fesselte vor fast sechzig Jahren weltweit die Kinobesucher – mit zehn Oscars ist „West Side Story“ eines der am meisten ausgezeichneten Werke der Filmgeschichte. Nun nimmt sich Regielegende Steven Spielberg diesen Klassiker nach einer Musicalvorlage mit der Musik von Leonard Bernstein erneut vor. Die Hauptrollen besetzte der Regisseur mit Jungschauspieler Ansel Elgort („The Fault in Our Stars“) und der bisher unbekannten Rachel Zegler, die die aus Puerto Rico stammende Maria spielt. 

Hübsche Fußnote: Rita Moreno, die im Kinofilm von 1961 Marias Freundin Anita verkörperte und dafür einen Oscar als beste Nebendarstellerin gewann, hat in der Neuverfilmung einen kleinen Auftritt. Der Film soll zu Weihnachten 2020 in die Kinos kommen.

Nummer Fünf, „The Many Saints of Newark“, ist ein Kino-Prequel: Ein Mafiaboss, der wegen seiner Panikattacken zu einer Psychotherapeutin geht – die Fernsehserie „The Sopranos“ faszinierte die Zuschauer ab 1999 über sechs Staffeln hinweg, machte James Gandolfini zum weltweiten Star und wurde mit 21 Emmys und fünf Golden Globes ausgezeichnet. Mehr als zehn Jahre nach dem Ende der Serie wird mit „The Many Saints of Newark“ jetzt die Vorgeschichte erzählt: wie aus Tony Soprano aus dem US-Bundesstaat New Jersey der gefürchtete Mafiaboss wurde.

Die Produzenten griffen bei der Besetzung des Films zu einem Kniff: Michael Gandolfini, der Sohn des 2013 in Rom an einem Herzinfarkt gestorbenen James Gandolfini, wird in die Fußstapfen seines Vaters treten und den jungen Tony Soprano spielen. Regie führt Alan Taylor („Terminator: Genisys“); das Drama soll im September in die US-Kinos kommen.


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