Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Jeff Dieschburg vs. Jingna Zhang – eine Chronologie
Kultur 12 Min. 09.06.2022
Plagiatsvorwürfe

Jeff Dieschburg vs. Jingna Zhang – eine Chronologie

Bilder von Jeff Dieschburg bei der Frühjahrsausstellung des CAL. Die Vorlagen stammen von Bekka Björke und Jingna Zhang.
Plagiatsvorwürfe

Jeff Dieschburg vs. Jingna Zhang – eine Chronologie

Bilder von Jeff Dieschburg bei der Frühjahrsausstellung des CAL. Die Vorlagen stammen von Bekka Björke und Jingna Zhang.
Foto: Gabrielle Antar
Kultur 12 Min. 09.06.2022
Plagiatsvorwürfe

Jeff Dieschburg vs. Jingna Zhang – eine Chronologie

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
Wieder erschüttert ein Plagiatsvorwurf das Großherzogtum. Doch statt einer wissenschaftlichen Arbeit und der großen Politik geht es hier um eine künstlerische Arbeit und einen Kunstpreis. Wir haben die „Causa Dieschburg“ seit ihrem Beginn am 1. Juni chronologisch dokumentiert.

2. Juni, 9.25 Uhr

Es ist Donnerstagmorgen. Luxemburg wartet auf die Rede, die der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ab 10 Uhr per Videoschalte vor der Chamber halten soll. Auf dieser Veranstaltung liegt auch der Fokus im Newsroom des „Luxemburger Wort“. Eine Nachricht dringt trotzdem durch: Der Redaktion wird ein Instagram-Posting zugeschickt. 

„Es geht wohl darum, dass ein luxemburgischer Künstler einen Preis gewonnen hat. Eine andere Künstlerin wirft ihm Plagiat vor“, schreibt der Social-Media-Kollege, der die Nachricht weiterleitet. Womit er den Kern der „Affäre Dieschburg“ in zwei Sätzen treffend zusammenfasst. Doch danach wird noch einiges mehr passieren.

Zur Ausgangslage: Die Fotografin Jingna Zhang, gebürtig aus China, aufgewachsen in Singapur, jetzt in den USA ansässig, setzt am 1. Juni ein Posting auf Instagram ab, in dem sie den jungen Luxemburger Kunstmaler Jeff Dieschburg des Plagiats bezichtigt. 

Dieschburgs Bild „Turandot“, mit dem er wenige Tage zuvor bei der 11. Strassener Kunst-Biennale den Förderpreis in Höhe von 1.500 Euro gewonnen hat, sei eine Kopie eines ihrer Fotos, lediglich gespiegelt und in den Farben verändert. Dieschburg habe sie nicht um Erlaubnis gefragt, ihr aber schon kurz nach der Preisverleihung eine Mail geschrieben, in der er ihr erklärt, warum sein Vorgehen kein Plagiat sei. Unter anderem führt er an, dass sein Bild ein Diptychon sei, also aus zwei Tafeln bestehe, von denen nur die eine von Zhangs Foto „inspiriert“ sei.

Diese Mail ging laut der Fotografin auch an die Veranstalter. Zhang nennt Dieschburgs Vorgehen und seine Wettbewerbsteilnahme „dreist und respektlos“, in Bezug auf seine Mail fällt das Wort „Mansplaining“. Das Posting findet großes Echo auf Instagram und Twitter, das teilweise auch unter die Gürtellinie geht. Dieschburg wird von einigen Nutzern wüst beschimpft, teilweise bedroht.

Auf Twitter postet Bekka Björke, eine Künstlerin aus den USA, dass Dieschburg mehrere ihrer Werke ebenfalls kopiert habe.

2. Juni, vormittags

Wer zu diesem Zeitpunkt nach Jeff Dieschburg googelt, findet im Netz einige Artikel über ihn, am häufigsten sind Berichte über die Biennale Strassen. Im englischsprachigen Vorbericht auf luxtimes.lu wird sein Werk als „original“ bezeichnet, womit wohl „originell“ gemeint ist, was aber in der jetzigen Situation eher unfreiwillig komisch wirkt. 

Es gibt ein längeres Interview mit ihm über seine Stilistik, veröffentlicht am 1. Juni, in dem von den Vorwürfen noch keine Rede ist. Sein Instagram-Profil ist bereits am Donnerstagmorgen deaktiviert, ein zweites, das ihm zugeordnet wird, funktioniert nicht mehr. Eine Facebook-Anfrage für ein Gespräch bleibt unbeantwortet. Wenig später ist das Facebook-Profil ebenfalls weg.

Die Verantwortlichen der Biennale Strassen reagieren auf eine Anfrage. Die Kommunikationsbeauftragte der Gemeinde schreibt, man kümmere sich um den Fall.

Wir kontaktieren auch Jingna Zhang über Instagram und Bekka Björke über Facebook.


US-Fotografin wirft Luxemburger Künstler Plagiat vor
Jeff Dieschburg wurde ausgezeichnet für ein Werk, das er in Anlehnung an eine Modefotografie erstellt hat. Nun soll ein Experte schlichten.

Auf wort.lu erscheint noch vormittags der erste Artikel zum Thema: „US-Fotografin wirft Luxemburger Künstler Plagiat vor“, der seitdem mehrmals aktualisiert wurde. Die Kollegen der Luxembourg Times veröffentlichen kurz darauf ebenfalls einen ersten Artikel: Plagiarism claims hit Luxemburg artist who won prize.

Auch andere Luxemburger Medien berichten im Laufe des 2. Juni. Während Dieschburg die Anfragen des „Luxemburger Wort“ unbeantwortet lässt, spricht er offensichtlich mit „L‘essentiel“. So wird am Nachmittag bekannt, dass der Maler Gaston Vogel als Anwalt beauftragt hat.

Wir kontaktieren den Luxemburger Künstler Sumo, der als Jurymitglied der Biennale mitverantwortlich für die Preisverleihung an Dieschburg war. Er habe heute keine Zeit, teilt man in seinem Auftrag mit. Am nächsten Tag aber gerne, dann könne man telefonieren.

Am Abend eröffnet die Ausstellung „Fuelbox VI“, an der Dieschburg teilnimmt, in Stadbredimus.

Am Donnerstagabend passieren mehrere Dinge gleichzeitig:

Jingna Zhang meldet sich, es entsteht ein ausführliches Interview, das am Freitagmorgen online und am Samstag in der Zeitung veröffentlicht wird: „Dieschburgs Mail hat mich geschockt.“ Laut ihrer Aussage haben sich die Biennale-Macher bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bei ihr gemeldet.

Die Biennale veröffentlicht ein Statement: Man sehe sich aktuell mit Vorwürfen bezüglich Urheberrecht konfrontiert und wolle einen Experten beauftragen, den Fall zu klären. Bis zur Klärung werde es keine Kommunikation geben. Wer der Experte sein wird, bleibt offen.

Bekka Björke meldet sich zurück. Sie sei nach Zhangs Posting auf die Bilder von Dieschburg hingewiesen worden, die nach ihren Motiven entstanden sind. Sein Instagram-Account sei da bereits gelöscht gewesen, auf Facebook habe sie aber Hinweise auf zwei Bilder von ihr gefunden. Wie Zhang versichert auch Björke, dass sie kein Problem habe, Bilder zu Studienzwecken freizugeben – „aber mit meiner Erlaubnis, Namensnennung für mich und mein Team und nicht zu kommerziellen Zwecken oder Wettbewerben“.

Wir schicken eine Mail mit den bis jetzt aufgelaufenen Fragen an Jeff Dieschburg: Ob er bereits vor der Biennale auf ein mögliches Plagiat hingewiesen wurde; wann er Kontakt zu Jingna Zhang hatte; ob die Biennale eine Erklärung verlangt habe, dass das Bild ein Original ist; wann er die Organisatoren auf die Vorlage von Jingna Zhang hingewiesen habe; was er zu den Vorwürfen von Bekka Björke sagt. Die Mail bleibt unbeantwortet.

Freitag, 3. Juni

Ein weiterer Versuch bei Jurymitglied Sumo. Doch die Biennale hat es mit „keine Kommunikation“ offenbar ernst gemeint: Er will nicht. „De Sumo ass informéiert ginn, dass hien sech net dozou äußeren soll“, heißt es als Begründung.

In der Zwischenzeit geht die Suche nach Spuren weiter, die Jeff Dieschburgs Kunst in Luxemburg und im Netz hinterlassen hat.

  • Bei der Frühjahrsausstellung des CAL 2022 hat er sein Werk „Diptychon“, wegen dem Jingna Zhang ihn angreift, schon einmal im Tramsschapp ausgestellt. Auch ein Bild das aussieht wie ein Foto von Bekka Björke hing hier. Die „Zeitung vum Letzebuerger Vollek“ schreibt über Dieschburg und einen weiteren Teilnehmer: „Deux artistes qui font parler d’eux, ce dans le sens très positif du terme.“
  • Bei der Jugendkunschtwoch Differdingen (JUKUWO) hat Dieschburg den 2. Jurypreis (200 Euro) und den Publikumspreis (100 Euro) gewonnen. Die Bilder, die er eingereicht hat, sind fast identische Kopien von Fotografien von Bekka Björke und Doreen Kilfeather. In der Stadtzeitung „Diffmag“ wird Dieschburg zitiert: „D'Jugendkonschtwoch war, a mengen Aen, e ganz beräicherend Erfarung, well se e breet Spektrum u Wierker rassembléiert huet, an et deene jonke Kenschtlere erméiglecht gouf, aner Approche kennenzeléieren, fir sech inspirieren ze lossen.“
  • Auf der am 2. Juni eröffneten „Fuelbox VI“-Ausstellung zeigt Dieschburg mehrere Bilder. Eines davon ist eine Kopie von Leonardo da Vincis „La Belle Ferronière“, ein weiteres zeigt deutliche Ähnlichkeiten mit den Werken des spanischen Malers José Lopez Vergara.
  • Auf der Biennale Vianden 2021 erhielt Dieschburg den „4. Prix de CAL“ zugesprochen, der nicht mit Geld dotiert ist, ihm aber Ausstellungsfläche im November 2021 garantiert. Eines der beiden ausgestellten Motive ist über die Rückwärtssuche als Aktfotografie im Netz zu finden, der Link hinter der Vorschau führt auf die online-Galerie Saatchi Art, auf der Künstler ihre Werke online verkaufen. Der Eintrag ist allerdings gelöscht.

Jingna Zhang veröffentlicht Textnachrichten von Dieschburg auf Luxemburgisch. Dieschburg schreibt darin, er habe nicht „d'Madame aus Japan (oder vu wou och emmer)“ abgebildet, sondern lediglich eine „Allegorie der europäischen Femme fatale“. Er verstehe die Aufregung nicht, wer ein Foto veröffentliche, gebe automatisch gewisse Rechte daran frei. Dem „Luxemburger Wort“ sind Name und Kontaktdaten der Person bekannt, die die Konversation mit Dieschburg geführt hat. Laut Zhang soll dieser Dialog bereits vor der Biennale in Strassen stattgefunden haben.

Die da Vinci-Kopie und das an Vergara angelehnte Bild:

Eine Mail an José Lopez Vergara ist bislang unbeantwortet.

Eine Petition auf der Plattform change.org verlangt den „Boycott à la reconnaissance du prix Biennale de J. Dischburg“ (sic!) - bis zum 9. Juni haben rund 1.200 Menschen unterschrieben.

Montag, 6. Juni

Die Biennale in Strassen läuft noch bis zum 8. Juni. Laut Anmeldeformular ist es den Künstlern nicht gestattet, ihre Bilder vor Ende der Veranstaltung aus der Ausstellung zu entfernen. Ein Besuch im Strassener Kulturzentrum am Pfingstmontag zeigt: Dieschburgs Bilder hängen nicht mehr. 

Foto: Tom Rüdell

Stattdessen ein Zettel: Der Künstler Jeff Dieschburg hat entschieden, seine Werke zurückzuziehen. Der Grund bleibt vorerst unklar.  

Vincent Wellens, ein Brüsseler Anwalt für IT-Recht und Experte für Intellectual Property, postet auf LinkedIn seine Einschätzung des Falls: „This is a clear cut copyright violation“.

Dienstag, 7. Juni

Doreen Kilfeather antwortet auf unsere Anfrage: „Das Bild, das er gemalt hat, ist tatsächlich eine Replik eines meiner Porträts, das ich schon vor geraumer Zeit auf der Plattform flickr hochgeladen habe.“ Dort befindet sich ihr Foto mit dem Titel „In-Betweenness“ immer noch – versehen mit dem Copyright-Hinweis „All Rights Reserved“, alle Rechte vorbehalten. Wer auch immer mit diesem Bild etwas anderes anfangen will, als es sich anzuschauen, müsste sich also an die Urheberin wenden. Doch die schreibt: „Um Erlaubnis wurde ich nicht gefragt.“

Bekka Björke dokumentiert die Nutzung eines weiteren ihrer Bilder. Links daneben: ein Motiv von Doreen Kilfeather.
Bekka Björke dokumentiert die Nutzung eines weiteren ihrer Bilder. Links daneben: ein Motiv von Doreen Kilfeather.
Foto: Screenshot Facebook Bekka Björke.

Ein sehenswertes Interview

Dann geschieht doch noch etwas Spektakuläres: Jeff Dieschburg gibt zusammen mit seinem Anwalt ein Interview auf Apart TV. Laut dem Advokaten, der erwartungsgemäß den größten Anteil an der Redezeit bekommt, male Dieschburg „wéi e Gott“, müsse sich jetzt aber aus den „Kanalisationsrohren der sozialen Netzwerke“ von „Hyänen“ anfeinden und „beißen“ lassen – wegen nichts. Dass Künstler Inspiration bei anderen Werken suchen, sei normal, auch van Gogh habe das gemacht. 

Der Anwalt ist vorbereitet, er zeigt eine Reihe von Ausdrucken, die das Fotomotiv von Jingna Zhang in verschiedenen Variationen zeigen – „das hat sie also zugelassen“ – wobei unerwähnt bleibt, ob es zu diesen Arbeiten Absprachen gab, ob sie zu Studienzwecken verfasst wurden oder kommerzieller Natur waren, wo sie veröffentlicht wurden etc. Auch innerhalb der Strassener Biennale sei munter kopiert worden. Fazit: Alle machen das.


Fotografin Jingna Zhang: „Dieschburgs Mail hat mich geschockt“
Die Fotografin aus den USA im Interview über ihre Arbeit, Fotolizenzen für Kunstmaler und die Frage, was in Strassen jetzt passieren sollte.

Angesprochen auf die Möglichkeit, dass Jingna Zhang einen Luxemburger Anwalt beauftragen wolle, antwortet Dieschburgs Rechtsbeistand: „Darauf freue ich mich!“ Das sei ja ohnehin der Grund für sein Engagement: „Ech maan him et vir näischt, well ech et mat Genoss maachen!“ 

Etwas Faktisches ist dem Video dann aber doch noch zu entnehmen: Dieschburg sagt, er habe die Bilder in Strassen abhängen müssen, um sie zu schützen. Im Internet sei gedroht worden, seine Werke zu zerstören. Und: Die Person, die „falsche Informationen“ an Zhang weitergegeben habe, sei eine ehemalige gute Schulfreundin. „Um die werden wir uns kümmern, und fragt nicht wie“, sekundiert sein Anwalt.

Mittwoch, 8. Juni

Wir verschicken eine zweite Presseanfrage an Jeff Dieschburg. Sie enthält die Fragen der vergangenen Woche, ergänzt um die neu dazugekommenen Aspekte: Wann er entschieden hat, seine Werke in Strassen abzuhängen, ob es stimmt, dass er sich auch aus der „Fuelbox VI“ in Stadbredimus zurückgezogen hat und vor allem: Wie er es geschafft hat, dass sein Ölgemälde der Fotovorlage wirklich bis in die Haarspitzen täuschend ähnlich sieht. 

Wenige Minuten später klingelt das Telefon. Es ist Gaston Vogel. Er spricht sehr laut und wartet keine Antwort des Gegenübers ab: „Es reicht jetzt! Er wird nichts sagen! Wir haben gestern ein Interview gegeben! Amüsieren Sie sich mit anderen!“ Dann legt er auf.

Jingna Zhang teilt mit, dass sie Vincent Wellens beauftragt hat, sie anwaltlich zu vertreten.

Donnerstag, 9. Juni

Vincent Wellens skizziert im Gespräch mit dem „Luxemburger Wort“ sachlich die nächsten geplanten Schritte von Jingna Zhang.

„Wie bei Urheberrechtssachen üblich werden wir ein Schreiben an Herrn Dieschburg und an die Gemeinde Strassen verschicken, darin werden präzise Forderungen stehen – es wäre zum Beispiel als Forderung denkbar, dass Jeff Dieschburg das Bild nicht verkauft und die Gemeinde den verliehenen Preis zurückzieht. Abhängig von der Antwort auf diesen Brief gehen wir vor Gericht – oder eben nicht.“ 

... sonst kann man das Urheberrecht vergessen.

Vincent Wellens

Von der im TV-Interview vorgebrachten Argumentation, seine Mandantin habe andere Abwandlungen ihres Motivs zugelassen, hält der Fachanwalt für Intellectual Property nichts: „Es stimmt ja nicht, dass sie die alle zugelassen hätte. Gegen viele ist sie vorgegangen, bei anderen ist eine Lizenz erworben worden, einige sind auch so verfremdet, dass das Urheberrecht in diesen Fällen anders liegt.“ 

Für wie wahrscheinlich er einen Erfolg seiner Mandantin hält? Wellens bleibt bei seiner Einschätzung, die er („bevor das Mandat zustande kam“) auf LinkedIn geäußert hatte: „Wenn dieser Fall nicht in unserem Sinne ausgeht, kann man das Urheberrecht vergessen.“

Freitag, 10. Juni

Im Kommentarteil der Petition erscheint ein auf französisch verfasster Kommentar, der zum Mord an Jeff Dieschburg aufruft. Der Urheber der Petition distanziert sich. Die Petition wird wenig später vom Netz genommen. 


Bilder von Jeff Dieschburg bei der Frühjahrsausstellung des CAL. Die Vorlagen stammen von Bekka Björke und Jingna Zhang.
Gemeinde Strassen will nicht schlichten
Das sollen die Anwälte von Jeff Dieschburg und Jingna Zhang tun, so der Veranstalter in einer Pressemitteilung. Der Streit ist damit vorerst noch nicht beigelegt.

Donnerstag, 16. Juni

Die Gemeinde Strassen meldet sich mit einer Pressemitteilung. Sie werde, anders als zuvor angekündigt, doch kein Urteil über ein mögliches Plagiat durch einen Experten fällen lassen. Der Fall solle durch die Anwälte der beiden Kontrahenten geklärt werden. Den Namen des am 2. Juni angekündigten Experten gibt die Gemeinde auch auf Nachfrage nicht preis. 

Montag, 4. Juli

Zhangs Anwalt Vincent Wellens erklärt gegenüber dem „Luxemburger Wort“, dass seine Mandantin gegen Dieschburg Klage auf Unterlassung eingereicht habe, mit einer Entscheidung sei seiner Einschätzung nach aber erst in einigen Monaten zu rechnen. Der Anwalt des Luxemburger Malers sagte auf Nachfrage, man werde dem „Wort“ keine weitere Auskunft mehr geben. 

Freitag, 15. Juli

Der erste Gerichtstermin steht fest: Am 5. September soll es eine Anhörung der beiden Anwälte geben. 

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Plagiatsvorwürfe gegen Premier Bettel
Dass man seine Quellen angeben muss, steht außer Frage. Doch wie dies im Einzelnen zu erfolgen hat, hängt von der jeweiligen Arbeit ab.
Luxtimes,Xavier Bettel live interview - Time to Talk event.Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
"Copy-and-Paste-Mentalität"
Die Abschlussarbeit des Premierministers soll schwere wissenschaftliche Mängel aufweisen. Bettel nimmt zu den Vorwürfen Stellung.
Xavier Bettel said he has received death threats as a result of the latest plans to extend the CovidCheck system to the workplace