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Jean-Pierre Kraemer ist tot
Kultur 05.06.2020 Aus unserem online-Archiv

Jean-Pierre Kraemer ist tot

Mit Jean-Pierre Kraemer verliert Luxemburg zweifellos jemanden, der seiner großen Leidenschaft - der Kultur mit ihren vielen Zweigen - stets gerecht geworden ist.

Jean-Pierre Kraemer ist tot

Mit Jean-Pierre Kraemer verliert Luxemburg zweifellos jemanden, der seiner großen Leidenschaft - der Kultur mit ihren vielen Zweigen - stets gerecht geworden ist.
Foto: Archiv Luxemburger Wort
Kultur 05.06.2020 Aus unserem online-Archiv

Jean-Pierre Kraemer ist tot

Der ehemalige Professor, Literat, Latinist, Philosoph und Schriftsteller Jean-Pierre Kraemer ist tot. Er starb am vergangenen Sonntag im Alter von 80 Jahren.

(mt) Mit ihm verliert Luxemburg zweifellos jemanden, der seiner großen Leidenschaft - der Kultur mit ihren vielen Zweigen - stets gerecht geworden ist. Jean-Pierre Kraemer hatte seine Eingänge auf jeder Etage dieses großartigen Hauses der Kultur  - Literatur, Kunst, Philosophie und natürlich das Erbe, jenes  das zugleich lokal, regional und national ist, und das einer Gesellschaft eine gemeinsame Grundlage gibt, die man Identität nennt.


Un grand homme de la culture
Jean-Pierre Kraemer s’est éteint à l’âge de 80 ans.

Sein ganzes Leben lang hat Jean-Pierre Kraemer diese vielfältige Vergangenheit mit Leib und Seele verteidigt. Mit großer Sensibilität, aber auch mit Klarsicht und Kompetenz leitete er die Luxemburger Kommission für die Unesco, deren Präsident er von 1994 bis 2015 war. Unter seinem Mandat wurden 1994 die Altstadtviertel und Befestigungsanlagen der Stadt Luxemburg als Weltkulturerbe in das Unesco-Register eingetragen, 2003 die von Edward Steichen kuratierte Ausstellung "The Family of Man" als Teil des dokumentarischen Erbes "Memory of the World" übernommen und 2010 die Echternacher Springprozession in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. 

Unermüdlicher Mitarbeiter des "Luxemburger Wort"

Jean-Pierre Kraemer  hat jahrzehntelang Artikel und Analysen geschrieben für "Die Warte", das wöchentlichen Feuilleton des "Luxemburger Wort", und auch für "Nos cahiers", die Kulturrevue der Editions Saint-Paul.

Jean-Pierre Kraemer, geboren am 24. Dezember 1939 in Ettelbruck, studierte zunächst am Lycée Classique in Diekirch, nach seinem Abitur dann französische Literatur, Philosophie und Latein in Luxemburg, Nancy und Paris. Danach unterrichtete er ab 1964 Französisch und Philosophie in Diekirch und von 1972 bis 1974 am Collège d'enseignement moyen et professionnel in Ettelbruck.  

Jean-Pierre Kraemer, ein großer Verfechter der französischen Sprache, war auch der persönliche Vertreter des Premierministers im Ständigen Rat der Frankophonie. Sein stetiger Wunsch, sich um die Interessen seiner Mitbürger zu kümmern, führte ihn ebenfalls in die Politik - von 1977 bis 1984 war Jean-Pierre Kraemer Generalsekretär der CSV. 

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