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„Invisible Sue“ entwickelt Heldenkräfte in Luxemburg
Kultur 1 2 Min. 02.11.2019

„Invisible Sue“ entwickelt Heldenkräfte in Luxemburg

Sue (Ruby M. Lichtenberg, r.) erhält von App (Anna Shirin Habedank, l.) ein richtiges Superheldinnenkostüm.

„Invisible Sue“ entwickelt Heldenkräfte in Luxemburg

Sue (Ruby M. Lichtenberg, r.) erhält von App (Anna Shirin Habedank, l.) ein richtiges Superheldinnenkostüm.
Foto: Ostlicht/Amour Fou Luxembourg
Kultur 1 2 Min. 02.11.2019

„Invisible Sue“ entwickelt Heldenkräfte in Luxemburg

Sophia SCHÜLKE
Sophia SCHÜLKE
Per Laborunfall zur mutigen Superheldin: Die Luxemburger Koproduktion „Invisible Sue“ beschert dem europäischen Jugendfilm eine zeitgemäße und weibliche Identifikationsfigur mit ganz besonderen Kräften.

In Marvel-Verfilmungen retten Frauen bereits die Welt und nun bekommt auch der europäische Film eine Superheldin – sogar mit Luxemburger Flair. Mit „Invisible Sue“ läuft ein gut gemachter Jugendfilm an, den der deutsche Regisseur Markus Dietrich unter Beteiligung von Amour Fou Luxembourg zu großen Teilen im Großherzogtum gedreht hat.

Für die zwölfjährige Sue (Ruby M. Lichtenberg) könnte es besser laufen. In der Schule ist sie eine Einzelgängerin und zu Hause wird sie vor allem von ihrer viel beschäftigten Mutter, einer Forscherin, wie Luft behandelt. 

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Doch das Leben der Zwölfjährigen steht plötzlich Kopf, als drei verrückte Dinge passieren: Sue kommt im Labor ihrer Mutter mit einer Flüssigkeit in Kontakt, die sie zeitweise unsichtbar macht, ihre Mutter wird entführt und Sue trifft Tobi (Lui Eckardt), den Neuen an ihrer Schule, und Technik-Geek App (Anna Shirin Habedank). Zusammen will das Trio die Entführer stellen, doch Sue muss zunächst lernen, das Unsichtbarwerden für sich zu nutzen.

Tradition der Unsichtbaren

Superheldenfans kennen bereits Susan Storm, die als „Invisible Woman“ und Mitglied der „Fantastic Four“ die Welt rettet, doch in Sagen und Literatur streifen unsichtbare Helden schon wesentlich länger umher. Neben dem griechischen Helden Perseus, der mittels Tarnkappe seinen Weg zur schrecklichen Medusa bannt, stiehlt Siegfried dem Zwergenkönig Alberich einen Tarnmantel und kommt so an den sagenumwobenen Schatz der Nibelungen. 


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Im Roman „The Invisible Man“ von Herbert George Wells hingegen testet ein Wissenschaftler seine chemische Formel im Selbstversuch und begeht als Unsichtbarer schwere Verbrechen. „Invisible Sue“ greift einige dieser klassischen Versatzstücke auf, doch Dietrichs Superheldin hat stets eine blütenreine Weste. Der temporeich erzählte Film überzeugt mit seinen Nachwuchsdarstellern und bringt jugendliche Lebenswirklichkeit samt Ringen um soziale Anerkennung und rasante Heldengeschichte in eine unterhaltsame Mischung.

Rockhal und Uni als Drehorte

Neben Lokalkolorit – unter anderem wurden die Rockhal, die Universität in Belval und das Lycée Classique von Echternach zu Drehorten –, versammelt der Film Luc Schiltz, Jeanne Werner, Mickey Hardt, Patrick Hastert und Larisa Faber in Nebenrollen.


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Die Geschichte um eine junge Superheldin, die nicht perfekt ist und mit dem Beistand ihrer Freunde, an ihren Herausforderungen wächst, trifft einen Nerv. Nichts gegen Pippi Langstrumpf oder Ronja Räubertochter, aber es braucht auch moderne starke Jugendfiguren. Im Endeffekt ist „Invisible Sue“ eine universelle Geschichte über die inneren Werte.

Der Film hat vor einem Jahr Weltpremiere beim Cinekid in Amsterdam gefeiert und seitdem mehrere Preise gewonnen, darunter den Preis der Kinderjury beim Internationalen Kinderfilmfestival in Oulu, den Maple Syrup Award beim kanadischen FIFEM und den Sonderpreis für den actionreichsten Kinderfilm der Kinderjury vom Festival des deutschen Films.


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