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Im Auditorium soll wieder die Musik spielen
Kultur 07.09.2018

Im Auditorium soll wieder die Musik spielen

Das RTL-Radio-Orchester in den Achtzigerjahren im Auditorium der 
Villa Louvigny.

Im Auditorium soll wieder die Musik spielen

Das RTL-Radio-Orchester in den Achtzigerjahren im Auditorium der 
Villa Louvigny.
Foto: Luxemburger Wort Archiv
Kultur 07.09.2018

Im Auditorium soll wieder die Musik spielen

Marc THILL
Marc THILL
Die Villa Louvigny im Stadtpark steht nun auf der Liste der nationalen Baudenkmäler.

Luxemburg. 2017 hat das Ministerium für Kultur eine Prozedur eingeleitet, um die Villa Louvigny im Stadtpark auf die Liste der zu schützenden Baudenkmäler aufzunehmen. Dem Regierungsrat vom vergangenen Donnerstag wurde nun mitgeteilt, diese Prozedur sei jetzt abgeschlossen. In einer Pressemitteilung des Ministeriums für Kultur heißt es zudem, dass der Konzertsaal, der seit der Fertigstellung der Philharmonie im Jahr 2005 nicht mehr benutzt wird, demnächst wieder kulturellen Aktivitäten zugeführt werden soll. Dazu soll bei den nun anstehenden Renovierungsarbeiten der Villa Louvigny eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Wie der Sprecher des Ministeriums Max Theis betonte, sei es Aufgabe der Architekten, Lösungen zu finden, wie man das Gesundheitsministerium, das sich in der Villa befindet, und das Auditorium zusammenführen kann.

Das RTL-Radio-Orchester in 1983 im Auditorium der 
Villa Louvigny.
Das RTL-Radio-Orchester in 1983 im Auditorium der 
Villa Louvigny.
Foto: Luxemburger Wort Archiv

Der holzvertäfelte Saal hat 400 Sitzplätze und wurde 1952 nach den Plänen des Architekten Nicolas Schmit-Noesen erbaut. Damals entstand auch der markante achtstöckige Sendeturm der Villa Louvigny. Die wurde viel früher, im Jahr 1871, auf den Grundmauern der geschleiften Festungsanlage Louvigny gebaut und war von 1933 bis 1991 Firmensitz und Sendeanstalt der „Compagnie luxembourgeoise de Radiodiffusion“. In dem Auditorium haben außer dem RTL-Radioorchester auch viele namhafte Solisten gespielt; von hier aus wurde zudem 1962 und 1966 der „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ übertragen.

Bei der feierlichen Einweihung des Auditoriums am 18. Mai 1953 in Anwesenheit der Großherzogin Charlotte spielte der französische Pianist Robert Casadesus das vierte Konzert für Klavier und Orchester von Beethoven, die Sopranistin Ana Maria Iriarte sang spanische Volkslieder von Manuel de Falla, derweil Espanita Cortes, erste Tänzerin der Pariser Oper, auf die Klänge „Der Liebeszauber“, ebenfalls von Manuel de Falla, tanzte. Die spanische Musik war eine Reminiszenz an den Festungsingenieur Louvigny, der auch Gouverneur des spanischen Königs war.