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Hingucker: Der kulturelle Lichtblick des Tages

Hingucker: Der kulturelle Lichtblick des Tages

Hingucker: Der kulturelle Lichtblick des Tages

Hingucker: Der kulturelle Lichtblick des Tages


Heute um 12:00

Einen „Kulturellen Lichtblick des Tages“, das braucht es gerade jetzt – und wir liefern ihn täglich frei Haus.

In Zeiten, in denen sich beunruhigende Nachrichten nur so überschlagen, braucht es dringend einen kulturellen Lichtblick des Tages. Weil aktuell das einzig richtige – und wichtige! – ist, daheim zu bleiben, um die Infektionskurve abzuflachen, bieten die LW-Kulturredakteure einen virtuellen Sparziergang zu inspirierenden Bilderwelten an.

31. März: Le bonheur est dans le pré

Les êtres humains sont «enfermés» dans leur quatre murs et tentent bon gré mal gré de s’adapter à cette situation inédite. Les animaux, semble-t-il, eux ne se soucient guère de la situation. N’ont-ils pas, entres autres, l’importante mission «d’aérer leur maîtres» au moins une fois par jour? Au-delà de ce noble service rendu, les bêtes ont le privilège sur nous, les humains, de vivre dans l’insouciance. Et de profiter de la vie, presque si comme de rien n’était. De quoi narguer les plus téméraires confinés.

Les chevaux de cirque profitent du confinement.
Les chevaux de cirque profitent du confinement.
Foto: AFP

Mais, ne serait-ce pas une simple revanche de tous ces quadrupèdes et autres bêtes sur nous, les bipèdes, qui en temps normal ne nous soucions pas toujours de leur bien-être? Ces trois chevaux du cirque Alex, actuellement confinés en Lettonie, profitent eux sans vergogne et en toute liberté du soleil et viennent confirmer un vieil adage: le bonheur est dans le pré. thi  

30. März: Die Ruhe vor dem Sturm 

Winslow Homer ist ein Gigant der amerikanischen Malerei. Sein Aquarellbild „Breaking Storm, Coast of Maine“ aus dem Jahr 1894 zeigt trotz des Hinweises auf bevorstehendes schlechtes Wetter, das sich vom Horizont her nähert, einen Moment der Ruhe vor dem Sturm. Ein Lichtblick, wenn auch nur ein kurzer!  

"Breaking Storm, Coast of Maine" von Winslow Homer.
"Breaking Storm, Coast of Maine" von Winslow Homer.
Foto: Chicago Art Institute

Die türkisfarbene Oberfläche des Wassers ist glatt und ruhig, was der Maler nur anhand transparenter Lavierungen erreichen konnte. Der lockere, abstrakte Umgang mit dem schroffen Ufer im Vordergrund lenkt die Aufmerksamkeit auf die reine Schönheit der Pinselstriche. Homer beschwor mit seiner Nass-in-Nass-Technik die Wirkung von Land, Meer und Himmel, die durch einen Schleier aus Regen dargestellt wird – Grenzen verlaufen ... Wie Henry David Thoreau war auch Winslow Homer (1836-1910) ein Prediger des einfachen Lebens. mt   

28./29. März: Kopfreisen sind voll im Trend

Neuerdings braucht man, um die Bedeutung mancher Worte zu erfragen, nicht einmal mehr auf den guten, alten Duden zurückzugreifen. „Lagerkoller“ dürfte nämlich für so manchen Zeitgenossen langsam zum Alltag geworden sein. Man fühlt sich gefangen – schlimmer noch als in den vier Wänden, in den eigenen Gedanken. Doch dem muss keinesfalls so sein – schließlich gibt es eine Reisebranche, die allen Corona-Virus bedingten Flugstreichungen, Grenzschließungen und Ausgehverboten zum Trotz noch immer zum Schweifen in die Ferne einlädt: Bücher und Filme warten nur auf ihre Passagiere.

Foto: Twentieth Century Fox

Ob mit Jonathan Swift Original-Romanen oder in Begleitung von Jack Black in Rob Lettermans „Gulliver’s Travels“. Nicht nur geht es so auf spannende Kopfreise, wenn man sich vorstellt, dass die kleinen Liliputaner auf dem Bild unsere negativen Gedanken sind, weiß man auch schon genau, wie man sie los wird: einfach ausbrechen! (vac)

27. März: Was für Weibsbilder!

Schillernd und farbenreich, mal auf ganz besondere Art politisch, mal abstrahierend: So manche Ausstellung wie auch die Schau „Fantastische Frauen“ in Frankfurt am Main wird leider nicht in dem Umfang zu sehen sein, wie ihr das eigentlich zu wünschen gewesen wäre. Dieses Selbstporträt von Frida Kahlo ist eines der zentralen Ausstellungsstücke in diesem Rundgang der Kunsthalle Schirn über Künstlerinnen des Surrealismus – oder wie die Kuratoren schreiben: „Keine andere künstlerische Bewegung hatte so viele weibliche Protagonistinnen wie der Surrealismus. Und in keiner anderen leisteten die weiblichen Mitglieder einen so wesentlichen Beitrag. Dennoch sind die meisten von ihnen heute noch immer unbekannt.“

Dieses Selbstporträt von Frida Kahlo ist eines der zentralen Ausstellungsstücke in diesem Rundgang.
Dieses Selbstporträt von Frida Kahlo ist eines der zentralen Ausstellungsstücke in diesem Rundgang.
Foto: Schirn Kunsthalle / Miguletz

 Und genau das macht diese Bilder, Darstellungen und kreativen Ideen auch so reizvoll. Zum Glück lädt die Schirn dazu ein, diese Werke auf andere Art zu entdecken: als Digitorial – sprich digitaler Lerninhalt – der auch Frida Kahlos Kunst erklärt. (dco)

26.März: confinement et isolement

Ce qui ressemble à première vue à une toile contemporaine est d’une actualité brûlante. Le confinement à l’échelle planétaire toucherait selon certains chiffres 1,7 milliard de personnes. Comme cet unique client d’un hôtel de Bangkok. Ce cliché de Mladen Antonov mérite de s’y attarder quelques instants. 

Arrêt sur image à Bangkok.
Arrêt sur image à Bangkok.
Photo: AFP

Dans le flot incessant d’images troublantes, le photographe réussit à capter l’abstrait. Histoire peut-être d’arrêter le temps, la marche du temps pour un bref moment de répit. Hors contexte, cette «belle image» pourrait prendre une signification autre et toutes les libertés d’interprétations seraient permises. Une subtile manière d’échapper à la dure réalité.

Cette liberté est rapidement mise à mal avec la légende accompagnant la photo en question prise lundi soir: «guest sitting in the only occupied room of a hotel in central Bangkok, after Thailand introduced strict measures to limit the spread of the Covid-19 coronavirus». Un rappel à l’ordre aussi pour tous ceux qui refusent l’isolement du confinement plus que jamais vital aujourd’hui. (thi)

25. März: Die Leinwand auf der Mauer

Wenn die Galerien und Museen schon schließen müssen, dann darf eine Kunstform jetzt wenigstens im öffentlichen Raum wie hier in Berlin ein Lächeln auf die Lippen zaubern: der Graffiti-Künstler Eme Freethinker hat sich die bekannte Gollum-Darstellung aus Peter Jacksons Tolkien-Interpretationen um den „einen und mächtigen“ Ring geschnappt. Doch dieser „Schatz“ ist wohl eher ein zeitgenössisches Statement zum Einkaufsverhalten in der Corona-Krise. 

Der Graffiti-Künstler Eme Freethinker hat im Berliner Mauerpark gearbeitet.
Der Graffiti-Künstler Eme Freethinker hat im Berliner Mauerpark gearbeitet.
Foto: AFP

Die Streetart-Künstler machen überall rund um den Globus weiter – und sorgen für bunte Abwechslung im grauen Homeoffice–Kinderbetreuungs-Alltag. Und wer beim Blick aus dem Fenster eben kein solches Bild sehen kann, kann sich an den Hashtags #graffiti, #streetart, #urbanart und #mural ja mal auf Instagram umschauen. Es lohnt! (dco)

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Vincent van Gogh by @sneakart1

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"Lichtblicke" 2020: das Kolumnenarchiv
Die LW-Kulturredakteure bieten einen virtuellen Sparziergang zu inspirierenden Bilderwelten an.


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