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Henri Dillenburg, ein Leben für die Kunst
Kultur 08.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Henri Dillenburg, ein Leben für die Kunst

Henri Dillenburg war Mitbegründer der "Iconomaques"-Gruppe.

Henri Dillenburg, ein Leben für die Kunst

Henri Dillenburg war Mitbegründer der "Iconomaques"-Gruppe.
Foto: Armand Wagner
Kultur 08.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Henri Dillenburg, ein Leben für die Kunst

Thierry HICK
Thierry HICK
Die Luxemburger Kulturszene trauert erneut: Nach Ger Maas ist nun auch der Maler Henri Dillenburg verstorben.

Henri Dillenburg  wurde 1926 in Diekirch geboren. Nun ist er mit 94 Jahren verstorben.

Im noch jungen Alter, kommt er in Kontakt mit bekannten Künstlern, Roger Gerson, Théo Kerg, Jean-Pierre Lamboray ... 

Nachdem er sich weigerte der Hitlerjugend-Bewegung beizutreten, schreibt er sich in der damaligen "Ecole des Artisans" ein. 1946 wird er im "Institut supérieur" de la Peinture in Brüssel aufgenommen.

Henri Dillenburg: "Chamâne devant l'art [officiel]", huile sur toile, 1992.
Henri Dillenburg: "Chamâne devant l'art [officiel]", huile sur toile, 1992.
Photo: MTP

1950  stellt Henri Dillenburg zum ersten Mal aus und bekommt später den "Prix de la jeune peinture luxembourgeoise" vom Cercle  artistique Luxembourg.  1954 folgte der "Prix Grand-Duc Adolphe". Im selben Jahr ist er Mitbegründer der Künstlergruppe "Les Iconomaques" die sich als Ziel gesetzt hatte, die abstrakte Malerei in Luxemburg zu fördern.   

Um als freier Künstler weiter arbeiten zu können,  wird Henri Dillenburg "Restaurateur" beim Musée national d'Histoire et d'Art.

In fast 80 Jahren hat Dillenburg eine überraschend abwechslungsreiche Arbeit geleistet, der Künstler konnte stets seine Technik mit neuen Einflüssen bereichern und hat somit die Luxemburger Kulturszene geprägt und beeinflusst.

Und trotzdem war Dillenburg ein sehr bescheidener Mensch, verweigerte Ausstellungen, die nicht seinen künstlerischen Ansprüchen entsprachen. Kunst-Vernissagen mied er ebenfalls, er bevorzugte die Ruhe und die Einsamkeit. 


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