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Guy W. Stoos verstorben
Kultur 12.01.2022
Künstler und Politiker

Guy W. Stoos verstorben

Der Künstler ist im Alter von 71 Jahren verstorben.
Künstler und Politiker

Guy W. Stoos verstorben

Der Künstler ist im Alter von 71 Jahren verstorben.
Foto: LW-Archiv
Kultur 12.01.2022
Künstler und Politiker

Guy W. Stoos verstorben

Thierry HICK
Thierry HICK
Der Karikaturist war Mitbegründer der satirischen Zeitung „De Feierkrop“.

Der Luxemburger Karikaturist und Grafiker Guy W. Stoos ist im Alter von 71 Jahren verstorben. 

Der gebürtige Ettelbrücker fand bereits sehr früh zur Karikatur, auf der Schulbank, als er seine Lehrer karikierte, war aber zunächst als Buchhalter und Informatiker beschäftigt. Für die Asti hat er seine ersten Karikaturen gezeichnet. Er war bei der „Association de soutien aux travailleurs immigrés“  ein Militant der ersten Stunde und hat auch für sie ein Jubiläumsband zum 40. Jahrestag ihrer Gründung gezeichnet.

Stoos war zudem Mitbegründer der satirischen Zeitung „De Feierkrop“ und veröffentlichte als freier Mitarbeiter zeitweilig Karikaturen im „Lëtzebuerger Land“, im „Tageblatt“ und im „Gréngespoun“, aus dem dann später die „Woxx“ hervorgegangen ist.

Engagiert und pointiert

Der Grafiker illustrierte aber auch viele Bücher und hat selbst eigene Karikaturenbücher im Ultimomondo-Verlag veröffentlicht, 2009 „Geld oder Blut: Karikaturen“ und 2010 „Pomp Fünäber“.

Er hat seinen Blick stets auf die Menschen der Rande der Gesellschaft gerichtet und für sie gekämpft. das würdigte auch Kulturminister Sam Tanson in einem Tweet.

Weniger bekannt ist, dass Guy Stoos auch in der Videoszene aktiv war und einige Zeichentrickfilme erstellte. Der Zeichner war so am Dreh eines Dokumentarfilms über soziale Missstände in den Arbed-Stahlwerken in Brasilien beteiligt, und Filmemacher Andy Bausch hat für seinen Dokumentarfilm „Lost in the '80s“  auf bislang unveröffentlichtes Material des Grafikers zurückgreifen können.  

Der Künstler war zudem politisch aktiv: Von 2003 bis 2006 saß er als Vertreter von Déi Lénk im Gemeinderat der Stadt Luxemburg.

David Wagner (Déi Lénk) erinnert sich an ihn - ebenfalls auf Twitter:


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