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Georg-Büchner-Preis geht an Schweizer Lukas Bärfuss
Kultur 2 09.07.2019

Georg-Büchner-Preis geht an Schweizer Lukas Bärfuss

Zu den bekanntesten Werken von Lukas Bärfuss gehören die Romane „Hundert Tage“ und „Koala“.

Georg-Büchner-Preis geht an Schweizer Lukas Bärfuss

Zu den bekanntesten Werken von Lukas Bärfuss gehören die Romane „Hundert Tage“ und „Koala“.
Foto: Paula Ribas/telam/dpa
Kultur 2 09.07.2019

Georg-Büchner-Preis geht an Schweizer Lukas Bärfuss

„Mit hoher Stilsicherheit und formalem Variationsreichtum erkunden seine Dramen und Romane stets neu und anders existentielle Grundsituationen des modernen Lebens.“ Damit begründete die Jury die Verleihung des Georg-Büchner-Preises an den Schweizer Schriftsteller und Dramatiker Lukas Bärfuss.

DPA - Der Schweizer Schriftsteller und Dramatiker Lukas Bärfuss (47) wird mit dem Georg-Büchner-Preis 2019 ausgezeichnet. Das teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt mit. Der mit 50 000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland. Er wird am 2. November in Darmstadt verliehen.

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„Mit Lukas Bärfuss zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung einen herausragenden Erzähler und Dramatiker der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur aus“, heißt es in der Begründung der Jury. 

„Mit hoher Stilsicherheit und formalem Variationsreichtum erkunden seine Dramen und Romane stets neu und anders existentielle Grundsituationen des modernen Lebens.“ 


Itv Ian de Toffoli (Hydre Editions), Foto Lex Kleren
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Es seien Qualitäten, die zugleich Bärfuss‘ Essays prägen, in denen er die heutige Welt mit furchtlos prüfendem, verwundertem und anerkennendem Blick begleite.

Bekannt auf Luxemburger Bühne

Der Dramatiker und Essayist ist auf Luxemburgs Bühnen bereits bekannt, mehrere seiner Werke wurden schon vor Jahren am Kapuzinertheater aufgeführt.

So konnte das Luxemburger Publikum 2005 das von Franz-Josef Heumannskämper inszenierte Stück „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“ erleben, 2006 folgte „Der Bus“ in einer Inszenierung von Marion Poppenborg und 2008 brachte Regisseurin Renate Ourth „Die Probe – Der brave Simon Korach“ auf die Bühne.  

„Wesentlicher Anteil" an Kulturleben

Zu den bekanntesten Werken des vielfach ausgezeichneten Autors gehören die Romane „Hundert Tage“ über den Völkermord in Ruanda und „Koala“ über den Suizid seines Bruders sowie das Bühnenstück „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“. 


2018 gab es keinen Literaturpreisträger, dieses Jahr werden es zwei - übrigens nicht das erste Mal.
Das Jahr mit zwei Literaturnobelpreisträgern
Die Schwedische Akademie vergibt im kommenden Dezember zwei Literaturnobelpreise. Weil die Preisjury nach einem Skandal wichtige Reformen angeschoben hat, darf sie die Vergabe des Vorjahres nachholen.

Die Akademie vergibt die Auszeichnung seit 1951 an Schriftsteller, die in deutscher Sprache schreiben. Die Preisträger müssen „durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten“ und „an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben“.

Bekannte Vorgänger

Zu den Preisträgern gehören Max Frisch (1958), Günter Grass (1965) und Heinrich Böll (1967) sowie zuletzt Jürgen Becker (2014), Rainald Goetz (2015), Marcel Beyer (2016), Jan Wagner (2017) und im vergangenen Jahr die Schriftstellerin Terézia Mora.


Sibylle Lewitscharoff erhiellt den Georg-Büchner-Preis 2013.
Büchner-Preis an Autorin Sibylle Lewitscharoff verliehen
Deutschlands wichtigster Literaturpreis ist  an Sibylle Lewitscharoff vergeben worden. Die 59-Jährgie reiht sich damit in eine legendäre Preisträgerliste mit Namen wie Erich Kästner, Günter Grass und Heinrich Böll ein.

Namensgeber ist der Dramatiker und Revolutionär Georg Büchner („Woyzeck“). Er wurde 1813 im Großherzogtum Hessen geboren und starb 1837 in Zürich.

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Die Auszeichnung wird am 27. Oktober während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt verliehen.  


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