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Gangster Squad
Kultur 1 3 Min. 08.01.2013 Aus unserem online-Archiv

Gangster Squad

Gangster Squad

Kultur 1 3 Min. 08.01.2013 Aus unserem online-Archiv

Gangster Squad

„Gangster Squad“ beruft sich auf tatsächliche Ereignisse und zeigt Hollywood auf dem Höhepunkt seiner goldenen Ära.

UTOPOLIS. Originalfassung (F, NL): Mittwoch bis Freitag 12.00, 14.30, 17.00, 19.30, 22.00; Samstag 17.00, 19.30, 22.00, 24.15; Sonntag 14.30, 17.00, 19.30, 22.00; Montag 12.00, 14.30, 17.00, 19.30, 22.00; Dienstag 12.00, 14.15, 16.45, 19.00, 22.00.

CINEBELVAL. Originalfassung (F, NL): Mittwoch bis Dienstag 14.00, 18.00, 19.30, 22.00.

Polizeifilm (USA 2012). Regie: Ruben Fleischer. Mit: Josh Brolin, Ryan Gosling, Sean Penn, Emma Stone, Anthony Mackie, Giovanni Ribisi, Michael Peña, Robert Patrick, Josh Pence, Nick Nolte. Drehbuch: Will Beall. Kamera: Dion Beebe. Musik: Carter Burwell, Steve Jablonsky. 113 Minuten. (Offiziell freigegeben ab 16)

Los Angeles 1949: Der skrupellose Gangsterboss Mickey Cohen aus Brooklyn beherrscht die Stadt und sahnt bei allen illegalen Geschäften ab: Drogen, Waffenhandel, Prostitution. Wenn es nach ihm ginge, würde er auch bei jeder Pferdewette westlich von Chicago seinen Anteil kassieren. Mickeys Imperium gründet sich nicht nur auf die von ihm bezahlte Schlägertruppe – auch die Polizei und die Politik tanzen nach seiner Pfeife.

Das reicht, um selbst die unerschrockensten, mit allen Wassern gewaschenen ehrlichen Cops einzuschüchtern … außer vielleicht eine kleine geheime Einheit von Außenseitern des LAPD unter der Leitung von Sgt. John O’Mara und Jerry Wooters, die Cohen gemeinsam von seinem Thron stürzen wollen.

„Gangster Squad“ beruft sich auf tatsächliche Ereignisse und zeigt Hollywood auf dem Höhepunkt seiner goldenen Ära. Das Jahr 1949 brachte aber auch große Umbrüche in Los Angeles mit sich. Der Gangsterboss Mickey Cohen beherrschte die Stadt und ließ Staatsbeamte selbst auf höchster Ebene nach seiner Pfeife tanzen.

Die Vorlage lieferte das Sachbuch „Gangster Squad“ des früheren „Los Angeles Times“-Journalisten Paul Lieberman, der darin die „Schlacht von Los Angeles“ zwischen der Polizei und Cohens Bande von Mitte der 1940er-Jahre bis zum Ende der 1950er schildert. Laut Lieberman war „L.A. zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur ein staubiges Nest. In den 1920er-Jahren folgte die Prohibition, und während des Zweiten Weltkriegs wurde es zum Zentrum der Luftfahrt- und Rüstungsindustrie. Ende der 1940er-Jahre hatte es sich zu einer riesigen modernen Metropole mit etwa vier Millionen Einwohnern entwickelt – eine reife Frucht, die sich die Mafia von der Ostküste nur noch pflücken musste. Als Chief William Parker (im Film dargestellt von Nick Nolte) die Leitung der Polizei übernahm, war das ein Wendepunkt. Er hatte keinerlei Humor, war extrem diszipliniert und wollte die Korruption mit Stumpf und Stiel ausrotten.“

Weil die Korruption auf praktisch allen Polizeiebenen blühte, konnte Chief Parker nicht mit der geballten Macht des LAPD gegen Mickey Cohen und seine Schlägertrupps vorgehen – selbst in der Öffentlichkeit waren sie unangreifbar. Stattdessen musste sich Parker auf ein kleines Geheimkommando verlassen, um das Imperium des Gangsters auszuhöhlen. Parker ordnete an, dass keine Haftbefehle ausgestellt und keine Verhaftungen vorgenommen werden sollten. Seine Männer sollten anonym, skrupellos und so effektiv wie möglich vorgehen, um Cohens System im Innersten zu treffen – egal mit welchen Mitteln. „Im Grunde gehen die Cops genauso gesetzlos vor wie die Verbrecher, denn anders kann man die nicht schnappen“, sagt Josh Brolin, der den Leiter des Einsatzkommandos, Sgt. John O’Mara, verkörpert. 

Der Film entstand komplett in und um Los Angeles, wobei etliche historische Schauplätze zum Einsatz kamen, während andere so ausgestattet wurden, dass sie berühmten Lokalen aus der Zeit von Mickey Cohens Herrschaft entsprechen. „Gangster Squad“, der in Luxemburg und Belgien vor allen anderen Ländern startet (laut imdb.com) versteht sich aber vor allem als Gangsterfilm der alten Schule, jenes Genre, das einst Hollywoodgrößen wie George Raft, James Cagney und Humphrey Bogart prägten.

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