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„Frozen 2“ macht Kinder zu kleinen Helden
Kultur 1 4 Min. 29.12.2019

„Frozen 2“ macht Kinder zu kleinen Helden

„Frozen 2“ läuft seit Mitte November in den Kinos. Reicht die Fortsetzung an den zweiten Teil heran?

„Frozen 2“ macht Kinder zu kleinen Helden

„Frozen 2“ läuft seit Mitte November in den Kinos. Reicht die Fortsetzung an den zweiten Teil heran?
Foto: Walt Disney Pictures / Walt Disney Animation Studios
Kultur 1 4 Min. 29.12.2019

„Frozen 2“ macht Kinder zu kleinen Helden

Sophia SCHÜLKE
Sophia SCHÜLKE
Mit den Prinzessinnen Anna und Elsa und dem Schneemann Olaf Abenteuer im Pixel-Schnee erleben: Die Disney-Fortsetzung „Frozen 2“ zieht auch in Luxemburg viele junge Fans in die Kinosäle.

Bunte Animationen, helle Gesangsstimmen und starke Frauenfiguren: Für filmbegeisterte junge Mädchen im Kindergarten- und Schulalter und deren Eltern, führt derzeit der Weg in den Kinosaal, wo offenbar ein unumgänglicher Pflichttermin ansteht. Es gilt, das zweite Abenteuer der Prinzessinnen Anna und Elsa in Augenschein zu nehmen und zu begutachten, welcher der beiden Animationsfilme möglicherweise der bessere ist. 

Nach „Frozen“ aus dem Jahr 2013, das lose auf dem Märchen um die Eiskönigin von Hans Christian Andersen basiert, gibt es nun Neuigkeiten aus dem Königreich Arendelle, das Walt Disney Pictures für die adligen Schwestern erschaffen hat.

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„Ich fand den ersten Teil toll, besonders hat mir gefallen, dass Elsa Zauberkräfte hat“, berichtet Nouria, die mit ihrer Mutter Taiga in den Kinosesseln Platz genommen hat. Als die Elfjährige den Trailer geschaut hat, war ihr klar, dass sie den zweiten Teil „unbedingt sehen“ muss – auch wenn eine Freundin schon etwas über den Inhalt verraten hat und das Fan-T-Shirt vom ersten Teil, welches Elsa, Anna und Olaf ziert, inzwischen zu klein ist. 

Nourias Mutter berichtet während des Werbeblocks vor dem Filmstart, wie die Tochter mit ihrer Ballettgruppe auf die Instrumentalversion von „Let It Go“ eine Choreografie getanzt hat. „Das haben sie, auf Initiative der Tanzlehrerin, toll gemacht“, sagt sie anerkennend. Dann enden die Spots und das Licht wird gedämmt.

„Aufrüttelnd und traurig“

Im zweiten Teil wollen Anna und Elsa das Geheimnis des verwunschenen Waldes lüften und begeben sich dabei auf die Spuren ihrer Eltern. Loukas, der mit seiner fünfjährigen Tochter Nafsika aus dem Kino kommt, ist im Nachhinein froh, dass die jüngere Schwester nicht dabei war. 

„Ich denke, dass der erste Teil für Kinder viel angenehmer ist. Hier gab es aufrüttelnde, traurige und erschreckende Szenen.“ Nafsika erklärt auf Nachfrage zwar, dass sie keine Angst gehabt habe, und verrät, warum ihr der Film gut gefallen hat: „Ich mag Anna und Elsa alle beide, und auch die Musik.“

Mir hat besonders gefallen, dass Elsa Zauberkräfte hat.

Nouria, 9 Jahre

Definitiv keine Angst hatte die neunjährige Mina, die den Film mit ihren Eltern Sandra und Dan geschaut hat. Für das Mädchen steht unterdessen schon beim Verlassen des Kinosaales fest, dass der zweite Teil aus ihrer Sicht besser ist, vor allem aufgrund der neuen Songs. 

„Vom ersten Film habe ich eine ,Sing Along‘-Puppe mit Mikrofon und ein Kleid, das ich zum Karneval anhatte“, erzählt die Neunjährige. Auf die Frage, ob sie sich damit noch verkleiden würde, schüttelt sie aber lächelnd den Kopf. „Dafür ist sie jetzt schon zu groß“, erklärt ihre Mutter und fügt an: „Aber die Lieder aus dem ersten Teil kennt sie immer noch gut.“


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Dem großen Angebot von Fanartikeln stehen ihre Eltern entspannt gegenüber. „Damals gab es die Sachen überall zu kaufen, aber wir waren nicht genervt davon“, sagt Sandra und Dan ergänzt: „Mina weiß, dass sie ein oder zwei der Artikel bekommt und sich entscheiden muss.“

Jene Kritiker jeglicher Couleur und Profession, die in „Frozen“ oder „Frozen 2“ reine Mädchenfilme sehen, verweisen der dreijährige Rodrigo und der achtjährige Lionel auf die Plätze. Die beiden Brüder haben den ersten Teil vor einem Jahr gesehen und sich von der Begeisterung einer Cousine anstecken lassen. „Olaf bringt mich zum Lachen, er ist lustig“, sagt Lionel über den tollpatschigen Schneemann, der die Prinzessinnen im Film begleitet.

Als die Jungen zum Kinosaal rennen, bestätigt ihre Mutter noch den Ohrwurmcharakter von „Let It Go“, einem der Songs aus dem ersten Teil: „Manchmal singt Lionel das Lied zu Hause.“

Erfolg an den Kassen

Die Fortsetzung um Elsa und Anna hat laut Disney einen Rekord für den erfolgreichsten Start eines Animationsfilmes aufgestellt.

Die beiden Prinzessinnen verwiesen dank internationaler Einnahmen aus 37 Territorien in Höhe von 350 Millionen US-Dollar an ihrem Startwochenende „The Lion King“ (269 Millionen US-Dollar), bei weltweit knapp 1,6 Milliarden US-Dollar einer der 15 erfolgreichsten Kinofilme überhaupt, auf den zweiten Platz. 


Gewöhnungsbedürftig präsentiert sich der Anblick der pelzigen Darsteller – hier Victoria (Francesca Hayward, l.) und Munkustrap (Robbie Fairchild) –, denn wo z. B. die Neuauflage der „Planet of the Apes“ mit ihren Computer-Effekten fasziniert, wirkt „Cats“, wohl durch die Kontrastierung von Tanzeinlagen und bizarr wirkender Körperhaltungen, geradezu befremdlich.
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Bei einem Einspielergebnis von 127 Millionen US-Dollar in den USA lohnt auch ein genreübergreifender Vergleich: „The Rise of Skywalker“, der letzte Teil der dritten „Star Wars“-Trilogie, spielte dort jüngst 175,5 Millionen Dollar ein, der Superheldenstreifen „Avengers: Endgame“ im April 350 Millionen Dollar, die Romanze „Fifty Shades of Grey“ im Februar 2015 nur 81,7 Millionen Dollar.

Olaf bringt mich zum Lachen, er ist lustig.

Lionel, 8 Jahre

Nach den USA kommen die besten Ergebnisse von „Frozen 2“ aus China (53 Millionen Dollar), Südkorea (31,5 Millionen Dollar), Japan (18,2 Millionen Dollar) und Großbritannien (17,8 Millionen Dollar). 

Für Luxemburg liegen derzeit noch keine Zahlen vor, doch von Kinepolis heißt es, dass die Nachfrage „größer zu sein scheint als beim ersten Teil“. Jenen hatten 33.500 Zuschauer gesehen und 2013 zum bestbesuchten Film des Jahres gemacht.


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Der erste Streich vor sechs Jahren brachte zum Start 93 Millionen US-Dollar ein und bescherte dem Disney-Konzern am Ende 1,2 Milliarden, womit er zu den weltweit erfolgreichsten Kinofilmen gehört und mit „Iron Man 3“ (2013, 1,2 Milliarden) und „Harry Potter and the Deathly Hallows Part 2“ (2011, 1,3 Milliarden) in derselben finanziellen Liga spielt. 

Hinzu kamen ein Oscar für den besten animierten Spielfilm und ein weiterer Goldjunge für „Let It Go“ als bestem Originalsong.


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