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„Fritz Bauer“ ist der große Gewinner
Kultur 2 Min. 27.05.2016 Aus unserem online-Archiv
Der Deutsche Filmpreis

„Fritz Bauer“ ist der große Gewinner

In "Der Staat gegen Fritz Bauer" mit Fritz Klaußner (links) bringt ein Staatsanwalt in den 60er Jahren Nazi-Größen vor Gericht.
Der Deutsche Filmpreis

„Fritz Bauer“ ist der große Gewinner

In "Der Staat gegen Fritz Bauer" mit Fritz Klaußner (links) bringt ein Staatsanwalt in den 60er Jahren Nazi-Größen vor Gericht.
Foto: Alamode / zero one film GmbH / Martin Valentin Menke
Kultur 2 Min. 27.05.2016 Aus unserem online-Archiv
Der Deutsche Filmpreis

„Fritz Bauer“ ist der große Gewinner

Sie ist heiß begehrt und gilt als Pendant zum Oscar: Zum 66. Mal wurde an diesem Freitag die Lola verliehen. Abräumer des Abends: Der Film „Der Staat gegen Fritz Bauer“.

(dpa/mz) - Der Politthriller „Der Staat gegen Fritz Bauer“ von Lars Kraume hat die Lola als bester deutscher Film gewonnen. Das gab die Deutsche Filmakademie am Freitagabend in Berlin bekannt. Die Lola in Silber ging an „Herbert“ von Thomas Stuber, Bronze holte „Vier Könige“ von Theresa von Eltz.

Gleich zwei Preise gab es für die Schauspielerin Laura Tonke - für die Hauptrolle in „Hedi Schneider steckt fest“ und die Nebenrolle in „Mängelexemplar“. Bester Hauptdarsteller wurde Peter Kurth („Herbert“). Der Theaterstar spielt in dem Drama einen Ex-Boxer, der an der unheilbaren Krankheit ALS leidet.

Kraumes Film erhielt gleich sechs Preise. Er setzte sich auch in Kategorien wie Drehbuch, Kostümbild, Szenenbild und Regie durch. Der Film über die zögerliche Aufarbeitung der Nazi-Diktatur war in insgesamt neun Kategorien nominiert und galt als Favorit. Burghart Klaußner spielt darin den Frankfurter Generalstaatsanwalt Fritz Bauer.

Bester Nebendarsteller wurde Ronald Zehrfeld (39), der für seine Rolle im „Fritz Bauer“-Film geehrt wurde. Die Neuverfilmung von „Heidi“ (Regie: Alain Gsponer) gewann die Lola als bester Kinderfilm. Der Preis für die beste Doku ging an „Above and Below“ von Nicolas Steiner. Tom Tykwers Bestsellerverfilmung „Ein Hologramm für den König“ mit Tom Hanks bekam Preise für den Ton und den Schnitt.

Moderator der im Ersten ausgestrahlten Gala war Schauspieler Jan Josef Liefers. Die 1700 Mitglieder der Filmakademie küren die Gewinner der Lola. Zwei Preise standen schon vorher fest: Die Ehrung für die Produzentin Regina Ziegler (72) und die Lola für den Publikumserfolg von „Fack ju Göhte 2“.

Elyas M'Barek mit Karoline Herfurt beim Deutschen Filmpreis

Wer als bester Film geehrt wurde, blieb bis zuletzt spannend: Im Rennen waren neben „Der Staat gegen Fritz Bauer“ auch „4 Könige“ „Ein Hologramm für den König“, „Herbert“, Doris Dörries Drama „Grüße aus Fukushima“ und David Wnendts „Er ist wieder da“.

Auf dem roten Teppich vor dem Palais am Funkturm hatte bereits am Nachmittag das große Schaulaufen der Promis in aufwendigen Roben und eleganten Smokings begonnen - beobachtet von zahlreichen Fans hinter der Absperrung. Zu den strahlenden, in die Kameras lächelnden Stars gehörten die deutsche Hollywoodschauspielerin Diane Kruger, Winfried Glatzeder, Hannelore Elsner, Natalia Wörner, Sunnyi Melles, Martin Wuttke, Robert Stadlober, Christoph Maria Herbst und Milan Peschel.

Diane Kruger auf dem Roten Teppich


Die Gala ist traditionell ein großes Treffen der deutschen Filmbranche. Der Preis wird von der Bundesregierung finanziert. Die wichtigste Auszeichnung für das deutsche Kino ist mit insgesamt drei Millionen Euro dotiert.

Hier einige Gewinner des Abends:

Bester deutscher Film - „Der Staat gegen Fritz Bauer“

Bester Hauptdarsteller -  Peter Kurthe (Film: „Herbert")

Bester Nebendarsteller - Ronald Zehrfeld (Film: "Der Staat gegen Fritz Bauer")

Beste Nebendarstellerin - Laura Tonke (Film: „Mängelexemplar“)

Beste Hauptdarstellerin - Laura Tonke (Film: „Hedi Schneider steckt fest“)

Bestes Drehbuch & Beste Regie - "Der Staat gegen Fritz Bauer"

Besucherstärkster Film - "Fack ju Göhte 2“

Ehrenpreis - Filmproduzentin Regina Ziegler

Bester Dokumentarfilm - „Above and Below“

Bester Kinderfilm - „Heidi“




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