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Filmfestival in Annecy: Luxemburger Koproduktionen gehen leer aus
Kultur 4 2 Min. 15.06.2019

Filmfestival in Annecy: Luxemburger Koproduktionen gehen leer aus

Looney Tunes Cartoons – Bugs Bunny und seine Freunde sind in Annecy.

Filmfestival in Annecy: Luxemburger Koproduktionen gehen leer aus

Looney Tunes Cartoons – Bugs Bunny und seine Freunde sind in Annecy.
Kultur 4 2 Min. 15.06.2019

Filmfestival in Annecy: Luxemburger Koproduktionen gehen leer aus

Marc THILL
Marc THILL
"J'ai perdu mon corps" von Jérémy Clapin gewinnt den Preis für den besten Langspielfilm beim Festival des Animationsfilms in Annecy. Vier Luxemburger Koproduktionen waren in vier verschiedenen Kategorien selektioniert - sie gingen anders als im Vorjahr diesmal leer aus.

Sechs Tage lang wurden beim Festival des Animationsfilms in Annecy mehr als 500 Filme gezeigt, darunter 214 in offizieller Auswahl. 12.300 Festivalbesucher waren akkreditiert - ein neuer Rekord in Annecy.


Unverkennbar japanisches Anime: „Ride Your Wave“ von Masaaki Yuasa.
Der Live-Blog aus Annecy
Animationsfilme sind exzentrischer und provokanter geworden. Sechs Tage lang werden beim „ Festival international du film d'animation d'Annecy" mehr als 500 Werke gezeigt. Das Wichtigste im Live-Blog.

Das Kristall für den besten Langspielfilm ging am Samstag bei der feierlichen Abschlusszeremonie im Centre Bonlieu an den Film "J'ai perdu mon corps" von Jérémy Clapin. Clapin ist vor allem für Kurzfilme bekannt, "J'ai perdu mon corps", die Geschichte einer abgetrennten Hand, ist das Langspielfilmdebüt dieses Regisseurs. Bei den Filmfestspielen in Cannes hat Clapins Animationsfilm bereits die Auszeichnung der "Semaine de la Critique" gewonnen, in Annecy bekam er zudem noch den Publikumspreis.

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Eine "Mention spéciale der Jury" bekam der Film "Buñuel en el laberinto de las tortugas" von Salvador Simo. Dieser Film erzählt die Geschichte eines Lottoscheins, der es dem spanischen Filmemacher Luis Buñuel einst erlaubt hat, seinen Film "Las Hurdes", "Land ohne Brot", zu drehen.  Aus dieser Geschichte einer beispiellosen Freundschaft hatte der Comicautor  Fermin Solis einen Graphic Novel geschrieben, der 2008 erschien. Zehn Jahre später wurde daraus ein Animationsfilm on Salvador Simo.

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Kristall für den besten Kurzfilm bekam Samstag der Film "Mémorable" von Bruno Collet, eine französische Produktion. Dieser Film setzt sich mit der Alzheimerkrankheit auseinander und wurde ebenfalls mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

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Kristall für den besten Langspielfilm in der neugeschaffenen Kategorie Contrechamp ging an den Film "Away" des lettischen Animators Gints Zilbalodis. Das Besondere an dem Film: Der Anime-Künstler hat den Film vollständig in Eigenregie erstellt, ohne die Mithilfe eines Studios.

Luxemburger Koproduktionen in Annecy

In dieser Kategorie war auch die Luxemburger Koproduktion "Zero Impunity" selektioniert - die Produzenten von a_Bahn und Mélusine Productions hatten sich natürlich etwas Hoffnung auf einen Gewinn gemacht, zumal es sich bei "Zero Impunity" um eine sehr innovative Produktion handelt: Ein Dokumentarfilm, der Animation und Live-Action-Bilder vereint, zudem ein Manifest gegen die Straffreiheit vor allem von Militärs, die sexuelle Gewalt als Kriegswaffe anwenden.


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An diesem Montag beginnt in Annecy das Festival des Animationsfilms. Sechs Luxemburger Koproduktionen sind dabei.

In der Selektion des Langspielfilms befand sich derweil die Luxemburger Koproduktion "Les hirondelles de Kaboul", koproduziert von Mélusine Productions. In der Kategorie TV-Serien war eine Koproduktion des Studios Doghouse Films aus Differdingen im Wettkampf, „Fox and Hare“, bei den VR-Werken war aus Luxemburg a-Bahn mit „Ayahuasaca (Kosmik Journey)“ von Jan Kounen präsent. Bidibul Productions hatte derweil als Zusatzangebot zu „Playmobil The Movie“ die virtuellen Abenteuer mitproduziert und in Annecy außerhalb des Wettbewerbs gezeigt.







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