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EU Kommission: Schengen bekommt Europäisches Kulturerbe-Siegel
Die Ortschaft Schengen wurde von einem Komitee von unabhängigen Experten für das Europäische Kulturerbesiegel ausgewählt.

EU Kommission: Schengen bekommt Europäisches Kulturerbe-Siegel

Foto: Guy Jallay
Die Ortschaft Schengen wurde von einem Komitee von unabhängigen Experten für das Europäische Kulturerbesiegel ausgewählt.
Kultur 06.12.2017

EU Kommission: Schengen bekommt Europäisches Kulturerbe-Siegel

Der kleine Winzerort im Dreiländereck soll im kommenden Jahr mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet werden. Schengen sei ein Symbol für die europäische Integration, so das Urteil des unabhängigen Komitees.

(asc/dpa) - Als erster Ort in Luxemburg wird Schengen das Europäische Kulturerbe-Siegel bekommen. Das habe die Europäische Kommission angekündigt, teilte das luxemburgische Kulturministerium mit. Schengen stehe mit der Unterzeichnung des Schengenvertrags (1985) zur Abschaffung von Grenzkontrollen für die europäische Integration. Die Auszeichnung soll dem kleinen Winzerort im Dreiländereck zu Deutschland und Frankreich im Europäischen Kulturerbejahr 2018 verliehen werden.

Das Siegel wird seit 2013 an Orte, Kulturstätten und Denkmäler vergeben, die Meilensteine in der Gestaltung des heutigen Europas sind. Mit der Ehrung soll das Gemeinschaftsgefühl der EU-Bürger gestärkt und der interkulturelle Austausch gefördert werden. Bislang tragen 29 Orte dieses Label. In diesem Jahr hatten 19 EU-Länder 25 Vorschläge gemacht. 

Neben Schengen wurden auch diese Stätten ausgewählt:

  • Die Dohány-Synagoge (Ungarn),
  • die Festung von Cadine (Italien),
  • die Kirche von Javorca (Slowenien),
  • das Konzentrationslager in Natzweiler und dessen Zweigstellen (Frankreich und Deutschland),
  • die Stätten des musikalischen Kulturerbes in Leipzig (Deutschland),
  • die Gedenkstätte von Sighet (Rumänien),
  • der „Bois du Cazier“ (Belgien)
  • und der Maastrichter Vertrag (Niederlande).

Schengen wurde 2013 schon einmal für das Siegel vorgeschlagen. Das Label bekam der Ort damals jedoch nicht. 


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