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Ein goldenes Klo namens "America"
Kultur 26.01.2018 Aus unserem online-Archiv
Leihgabe des Guggenheim Museums

Ein goldenes Klo namens "America"

Das Museum bot dem Weißen Haus die „America“ betitelte Arbeit des italienischen Künstlers Maurizio Cattelan an.
Leihgabe des Guggenheim Museums

Ein goldenes Klo namens "America"

Das Museum bot dem Weißen Haus die „America“ betitelte Arbeit des italienischen Künstlers Maurizio Cattelan an.
Foto: AFP
Kultur 26.01.2018 Aus unserem online-Archiv
Leihgabe des Guggenheim Museums

Ein goldenes Klo namens "America"

Michel THIEL
Michel THIEL
Das Weiße Haus soll mit Kunstwerken neu geschmückt werden. Doch statt einem Gemälde von Van Gogh bot das berühmte Museum dem weißen Haus eine voll funktionsfähige goldene Toilette als Leihgabe an.

(dpa) - Beim Versuch, die Räume des Weißen Hauses mit einem hochwertigen Kunstgemälde zu schmücken, hat das Guggenheim Museum US-Präsident Donald Trump laut „Washington Post“ eine Absage erteilt - und ihm stattdessen ein goldenes Klo angeboten. Das New Yorker Museum verfügt tatsächlich über eine voll funktionsfähige Toilette aus 18-karätigem Gold: Die „America“ betitelte Arbeit des italienischen Künstlers Maurizio Cattelan war ab September 2016 rund ein Jahr zu sehen und für Besucher auch benutzbar.

Die für Gestaltung im Weißen Haus zuständige Kuratorin hatte beim Guggenheim angefragt, ob das Gemälde „Landschaft im Schnee“ des niederländischen Malers Vincent Van Gogh als Leihgabe verfügbar sei. Das Gemälde von 1888 gehe aber nur in „seltenen Ausnahmen“ auf Reisen, zitierte die „Washington Post“ am Donnerstag aus der Antwort von Guggenheim-Kuratorin Nancy Spector.

Das goldene Klo sei aber verfügbar, „sollten der Präsident und die First Lady ein Interesse daran haben, es im Weißen Haus zu installieren“, schrieb Spector in der E-Mail vom September. Der Künstler wolle es den Trumps als „Langzeit-Leihgabe“ anbieten. „Es ist natürlich sehr wertvoll und etwas zerbrechlich, aber wir würden alle Anleitungen zur Installation und Pflege bieten“, hieß es.

Mit „America“ zielt Cattelan (57) auf die Überfluss-Gesellschaft und Luxusgüter einer kleinen Gruppe von Wohlhabenden. Er spielt auf Exzesse im Kunstmarkt und den vermeintlichen amerikanischen Traum an, in dem selbst die Reichsten durch einfache körperliche Bedürfnisse mit ärmeren Teilen der Gesellschaft verbunden bleiben.


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