e-Lake-Festival in Echternach

Party mal drei

Das e-Lake-Festival hat in Luxemburg eine lange Tradition.
Das e-Lake-Festival hat in Luxemburg eine lange Tradition.
Foto: Julie Gatto

Von Sarah München

Seit Tagen klickt sich Jempi Hoffmann durch zahlreiche Wetteronlineportale. „Die Vorhersagen wechseln täglich und jeder meldet etwas anderes“, klagt er. Das Wichtigste: „Ich hoffe, es gibt kein Unwetter. Dann bin ich überzeugt, dass wir wieder ein tolles Festival haben werden.“

Jempi Hoffmann ist der Pressesprecher des e-Lake-Festivals, dem größten Kostenlos-und-Draußen-Festival Luxemburgs. Und da im Vorfeld keine Tickets verkauft wurden, setzt Hoffmann auf die Spontan-Besucher. Das heißt, nicht nur das musikalische Aufgebot, sondern eben auch das Wetter und das ganze Drumherum muss passen, damit ab Freitag viele an den Echternacher See kommen.

Das Line-Up, da ist Hoffmann überzeugt, zieht ohnehin viele junge Leute an. Musikalisch ist das e-Lake-Festival traditionell streng eingeteilt. Am Freitag gibt es Rock, Pop und Hip Hop auf die Ohren. Auf der zweiten Bühne treten Luxemburger Bands, wie de Läb auf.

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Auch der deutsche Rapper Eko Fresh steht an diesem Abend auf der Bühne. Der Kölner ist ein Urgestein des deutschen Hip Hop. Ekrem Bora, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, schaffte es mit der Single Gheddo auf Platz 15 der deutschen Charts. Kopfnicken, derbe Texte und handgemachter Hip Hop – das ist Eko Fresh.

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Lauter wird es dann mit der Gute-Laune-Rock-Band Royal Republic. Die Jungs aus Schweden erinnern mit ihren eingängigen, energiegeladenen Songs an Mando Diao oder The Kooks.

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„Wir sind froh, dass wir wieder so tolle Musiker verpflichten konnten“, sagt Hoffmann und erklärt: „Wir können leider nicht soviel Gage zahlen wie andere Festivals. Aber wir sind mit verschiedenen Agenten in Kontakt und wenn eine Band in der Gegend ist und wir sie von unserem Konzept überzeugen können, dann passt das oft.“

Am Freitag wird mehr Bier getrunken, am Samstag mehr Red-Bull und Mischgetränke.

Samstag ist DJ-Tag. Dann ist nicht nur die Musik eine andere, sondern auch das Publikum. „Samstags sind schon ein paar verrückte, bunte Gestalten unterwegs“, sagt Hoffmann und lacht. Und nicht nur das: „An beiden Tagen werden auch ganz unterschiedliche Getränke verkauft. Am Freitag wird mehr Bier getrunken, am Samstag mehr Red-Bull und Mischgetränke.“

Einen so großen Namen wie Paul van Dyk, der 2016 auflegte, konnten die Veranstalter in diesem Jahr zwar nicht mehr verpflichten, das Programm liest sich für Technofans trotzdem gut: Hauptakt ist DJ Sander van Doorn. Der Niederländer legt schon seit Anfang der 2000er-Jahre auf.

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Und wer am Sonntag immer noch nicht genug gefeiert hat, oder sich einfach nur ein bisschen auf dem Festivalgelände erholen möchte, der kann das ab 15 Uhr bei Reggae, und Musik der 1970er bis 90er machen.

Die Konzerte beginnen freitags um 19 Uhr und samstags um 15 Uhr. Der letzte Ton wird gegen 3 Uhr in der Nacht aus den Boxen erklingen. Wer dann nicht mehr nach Hause fahren möchte oder kann, nimmt entweder den Shuttlebus oder erholt sich auf dem Campingplatz. Der ist von Donnerstag 14 Uhr bis Montag für die Festivalbesucher geöffnet und kostet 30 Euro für fünf Tage, abzüglich 10 Euro Müllpfand.

Insgesamt 250 freiwillige Helfer sollen dafür sorgen, dass die Tausenden Feierwütigen in Ruhe Party machen können. Bis zu 22 000 Menschen erwartet Hoffmann insgesamt. „Am Sonntag werden es vielleicht etwas weniger sein, aber da wir keinen Eintritt verlangen, können wir die Zahlen ohnehin nur schätzen“, so Hoffmann.

Angst vor Terroranschlägen

Bei so großen Veranstaltungen schwingt neuerdings aber auch immer eine Angst vor möglichen Terroranschlägen mit. „Klar machen wir uns darüber Gedanken, aber ich denke, dass wir alles getan haben, um das zu verhindern.“ Es gibt Katastrophenpläne und bestimmte Sicherheitsvorkehrungen: Um das Festival herum wurden Betonblöcke gegen Anschläge durch Lastwagen aufgestellt. Die Polizei ist vor Ort und ein Notfallteam immer präsent.

Wenn es ein Unwetter geben sollte, werden wir die Besucher sofort informieren.

Und wer sich nun noch Sorgen macht, auf dem Festival vom Regen oder einem Unwetter überrascht zu werden, den kann Jempi Hoffmann beruhigen: „Seit Mittwoch sind wir mit dem Wetterdienst des Flughafens verbunden. Wenn es ein Unwetter geben sollte, werden wir die Besucher sofort informieren.“ Aber von ein bisschen Regen werden sich echte Festivalbesucher ohnehin nicht abschrecken lassen. ww.e-lake.lu

DAS PROGRAMM

Freitag:

Main Stage:

19–19.45: Diario

20.05–20.50: Kontrast

21.05–22: Eko Fresh

22.20–23.15: Montreal

23.35–00.35: Don Broco

00.55–1.55: Royal Republic

2.15–3: District 7

Urban Stage:

19.45–20.25: Lucy Echo

20.45–21.30: No Metal in this Battle

21.50–22.40: Zetta und der Benman mit DJ Schwan und Blazzco (2ZG)

23–23.50: GALV

00.10–00.55: De Läb

1.10–1.40: Ryvage

1:55-2.40: Dillendub

Samstag:

Main Stage:

15–16: House'a'Holics

16–17: IH4xx3R

17–18: Dany Gold

18–19: Double P & Chirs Beck

19–20: Tasso & Manu M

20–21: Yenn

21–22: Waztoo

22–00.00: David Gravell

00.00–1.30: Mark Sixma

1.30–3: Sander van Doorn

Urban Stage:

17–18: Flore

18–19: Packo Gualandris

19–20: Miss Nat-H-Lee

20–21: SAV

21–22: AL-x

22–23: Eastone

23–00.00: Jay Deep

00.00-1.30: Riven b2b Alex Heide

1.30–3 Anna Reusch

Sonntag:

15–18 Uhr: Reggae Time with Plemm Soundsystem

18–20.30 Uhr: Best of 70ies, 80ies, 90ies Time Travel by DJ Arayzona & Funkmaster J

20.30–1 Uhr: Steve R.I.O.T. b2b Dr. Gonzo