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Drehstart für "Colonia Dignidad": Emma Watson dreht in Luxemburg
Kultur 9 2 Min. 29.09.2014

Drehstart für "Colonia Dignidad": Emma Watson dreht in Luxemburg

Nach Informationen der Online-Plattform von "The Hollywood Reporter" haben die Dreharbeiten für "Colonia Dignidad", ein Film in Koproduktion der Luxemburg Iris Group, begonnen. Unter anderem werden die Topstars Emma Watson und Daniel Brühl nach Luxemburg kommen.

(C./dco) - Nach Informationen der Online-Plattform von "The Hollywood Reporter" haben die Dreharbeiten für "Colonia Dignidad", ein Film in Koproduktion der Luxemburg Iris Group, begonnen. Unter anderem werden die Topstars Emma Watson (bekannt geworden als Hermine Granger der "Harry Potter"-Verfilmungen) und Daniel Brühl, einer der international bekanntesten Schauspieler des jungen deutschen Kinos, für die Arbeiten an dem Projekt nach Luxemburg kommen.

Daneben sind aber auch Drehs in Südamerika und Deutschland vorgesehen. Offizieller Drehstart laut der Produktionsfirma ist der heutige Montag, Drehende der 21. Dezember 2014. Wann und wo genau in Luxemburg gedreht wird, wurde von der Produktionsfirma mit Sitz in Kehlen bisher nicht mitgeteilt.

Der Film des deutschen Regisseurs Florian Gallenberger (bekannt für seinen Film "John Rabe") wird  folgendermaßen von den Machern zusammengefasst: "Der Staatstreich gegen Allende in Chile 1973: Die Straße tobt gegen General Pinochet. Unter den Protestierenden sind auch Daniel und Lena, ein junges deutsches Pärchen, das von den Milizen verhaftet wird. Während Daniel in die mysteriöse Siedlung "Colonia Dignidad", die Paul Schäfer leitet, verschleppt wird, versucht Lena ihren Freund aus den Fängen dieses undurchsichtigen Mannes zu befreien."

Luxemburger im Team

Mit der Maskenbildnerin Claudine Moureaud und dem Tonspezialisten Carlo Thoss sind gleich zwei Luxemburger Vertreter mit zentralen Leitungsfunktionen im Team des Films aktiv.

In einem Pressedossier stellte die Iris Group, die Produktionsfirma von Nicolas Steil, die mit der deutschen Majestic-Filmproduktion in Berlin kooperiert,den finanziellen Aspekt in den Vordergrund: Der Film wird auf breiter Bank von Filmförderagenturen unterstützt, darunter der Luxemburger Filmfund, der FilmFernsehFonds Bayern und das Mediengropramm der EU. Als Partner sind ebenfalls die ProSieben-Gruppe mit dem Bezahlfernsehsender Sky mit dabei, was in der späteren Ausstrahlung und Vertrieb sicher eine Rolle spielen wird.

Der echte Paul Schäfer, Gründer der "Colonia Dignidad" wurde 2005 verhaftet. Er war einer der meist gesuchten Verbrecher in Chile und wurde schließlich wegen Kindesmissbrauch verurteilt.
Der echte Paul Schäfer, Gründer der "Colonia Dignidad" wurde 2005 verhaftet. Er war einer der meist gesuchten Verbrecher in Chile und wurde schließlich wegen Kindesmissbrauch verurteilt.
STRINGER/ARGENTINA

Die Plattform "Filmreporter.de" beschreibt bereits in einem Artikel den historischen Hintergrund des Films und verweist auf einen Start im nächsten Jahr:

"Regisseur Florian Gallenberger hat sich 2008 in "John Rabe" bereits einem gesellschaftsrelevanten Thema angenommen, jetzt wirft er einen Blick auf die Geschichte der berüchtigten Sekte Sociedad Benefactora y Educacional Dignidad, kurz Colonia Dignidad. Die von Auslandsdeutschen errichtete, hermetisch abgeschottete Siedlung wurde 1961 von dem pädophilen Sektengründer Paul Schäfer gegründet. Ihre von der Außenwelt abgeschotteten Anhänger mussten täglich 16 Stunden arbeiten und waren nach Geschlecht und Alter separiert. Palisadenzäune mit Wachtürmen, Stolperfallen und bewaffnete Wachposten sorgten dafür, dass weder Außenstehende in das Gelände eindringen noch deren Bewohner von dem Gelände fliehen konnten. Für die chilenische Putschregierung von Augusto Pinochet wurden in der Colonia Dignidad auch zahlreiche Gegner der Militärregierung gefoltert.2006 wird Schäfer von einem chilenischen Gericht wegen Missbrauchs von Kindern in 25 Fällen zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteilt. Florian Gallenbergers Drama kommt 2015 in die Kinos."