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Drama über Massaker von Srebrenica räumt ab
Kultur 2 Min. 11.12.2021 Aus unserem online-Archiv
Europäische Filmpreise

Drama über Massaker von Srebrenica räumt ab

"Ich hoffe, dass dieser Preis neue Filmemacherinnen und neue Frauengeschichten inspirieren wird. Wir als Filmemacher haben die Verantwortung, unserem Publikum die Wahrheit zu vermitteln. Das mag hart sein und sich nicht lohnen. Aber das ist unsere Pflicht. Ich danke Ihnen sehr." Dies sagte die bosnische Filmemacherin Jasmila Žbanić bei der Vergabe der Europäischen Filmpreise am Samstagabend.
Europäische Filmpreise

Drama über Massaker von Srebrenica räumt ab

"Ich hoffe, dass dieser Preis neue Filmemacherinnen und neue Frauengeschichten inspirieren wird. Wir als Filmemacher haben die Verantwortung, unserem Publikum die Wahrheit zu vermitteln. Das mag hart sein und sich nicht lohnen. Aber das ist unsere Pflicht. Ich danke Ihnen sehr." Dies sagte die bosnische Filmemacherin Jasmila Žbanić bei der Vergabe der Europäischen Filmpreise am Samstagabend.
Foto: AFP
Kultur 2 Min. 11.12.2021 Aus unserem online-Archiv
Europäische Filmpreise

Drama über Massaker von Srebrenica räumt ab

Bester Film, beste Regie, beste Darstellerin: Drei Preise für „Quo Vadis, Aida?“. Luxemburger Koproduzenten gehen derweil leer aus.

(mt/dpa) - Das Drama „Quo Vadis, Aida?“ von Jasmila Žbanić über das Massaker in Srebrenica wurde am Samstag als bester europäischer Film des Jahres ausgezeichnet. Der Film überzeugte gleich drei Mal die Mitglieder der europäischen Filmakademie, die über die ePreise abstimmten: Bester Film, beste Regie und beste Darstellerin. 

Die Filmemacherin Jasmila Žbanić wurde mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Sie bedankte sich in einer Videoschalte und erinnerte unter anderem an die vor Kurzem gestorbene italienische Regisseurin Lina Wertmüller. „Dieser Film ist den Frauen und Müttern von Srebrenica gewidmet. Sie haben einen Weg gefunden, Frieden in einem zerstörten Land zu schaffen. Frauen müssen immer eine Lösung für das von Männern verursachte Chaos finden“. 

Dieser Film ist den Frauen und Müttern von Srebrenica gewidmet.

Jasmila Žbanić

Jasna Đuričic in der Hauptrolle  wurde als beste weibliche Darstellerin geehrt. In dem Film spielt sie eine Frau, die als Übersetzerin in der UN-Schutzzone Srebrenica im Bosnienkrieg arbeitet. Sie kämpft darum, ihre Familie zu retten. Serbische Einheiten hatten 1995 die UN-Schutzzone überrannt und anschließend mehr als 8.000 bosnisch-muslimische Männer und Jungen ermordet.


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Freuen über diesen Erfolg des bosnischen Films darf sich übrigens auch das Team des Luxembourg City Film Festivals. „Quo Vadis, Aida?“ war nämlich  beim LuxfilmFest 2021 programmiert und wurde dort auch als bester Wettbewerbsfilm ausgezeichnet.

Anthony Hopkins bekam derweil den Europäischen Filmpreis als bester Darsteller. Der 83-jährige Hopkins spielt im Drama „The Father“ einen Mann, der an Demenz erkrankt ist.


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Die Luxemburger Filmwelt, die mit zwei Koproduktionen im Rennen war, ging leer aus. Für den besten europäischen Animationsfilm 2021 waren gleich zwei Koproduktionen aus Luxemburg nominiert, „Where is Anne Frank“, koproduziert von Samsa Film, und „Wolfwalkers“, koproduziert von Mélusine Productions. Den Preis gewonnen hat am Ende aber der dänische Film „Flee“ von Jonas Poher Rasmussen. Er erzählt in animierter Form die wahre Geschichte von Amin, Rasmussens enger Freund seit der Highschool, und dessen Flucht als Kind in den 80er Jahren aus Kabul.

Der Europäische Filmpreis zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen der Branche. Die mehr als 4.000 Akademiemitglieder stimmen über viele Preisträgerinnen und Preisträger ab, ähnlich wie bei den Oscars in den USA. Die Auszeichnungen werden dann in der Regel abwechselnd in Berlin und einer anderen europäischen Stadt verliehen.

 

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