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Die Vergessenen des Ersten Weltkrieges

Die Vergessenen des Ersten Weltkrieges

Die Vergessenen des Ersten Weltkrieges

Die Vergessenen des Ersten Weltkrieges


von Vesna ANDONOVIC/ 31.10.2020

Jährlich zieht "The Last Post" in Ypern bis zu 250.000 Besucher an.Getty Images
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Unsere Wanderlust führt uns ins flämische Städtchen, wo seit 1928 täglich - pünktlich um 20 Uhr - 89.880 Soldaten des Ersten Weltkriegs besonders gedacht wird.

Nicht der Zweite Weltkrieg und schon gar nicht die Corona-Pandemie können eine bewegenden Tradition, die 1928 im flämischen Ypern begann Einhalt gebieten: Dort erinnert jeden Tag pünktlich um 20 Uhr der "Last Post" an 89.880 tote britische und Commonwealth-Soldaten des Ersten Weltkriegs, deren sterbliche Überreste verschollen sind.

Es herrscht Totenstille. Buchstäblich. Das diskrete Getuschel der letzten Minuten ist langsam verklungen. Erwartungsvoll andächtige Regungslosigkeit lässt den Anwesenden den Atem stocken und das Herz schneller schlagen. 

So muss es sich auch in den Schützengräben des Ersten Weltkrieges kurz vor dem Angriff angefühlt haben. Und damals entschied allein die Willkür des Zufalls über Leben und Tod: ein regelrecht unvorstellbarer Gedanke. 

Plötzlich weht aus der Ferne der Herbstwind den Klang der Glocken über die Pflastersteine durch die Straßen und Gassen des flämischen Städtchens Ypern ...

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