Die neuen Filme der Woche

Rollenwechsel für Cruise und Co.

Jennifer Lawrence muss in "mother!" einiges erdulden.
Jennifer Lawrence muss in "mother!" einiges erdulden.
Foto: Paramount Pictures

Unter den Kinoneustarts der Woche finden sich einige Rollenwechsel: Tom Cruise wird zum Drogenkurier und Jennifer Lawrence zur psychisch angeknacksten Poetengattin.


American Made

Biopic, Krimikomödie (USA 2017). Regie: Doug Liman. Mit Tom Cruise, Sarah Wright Domhnall Gleeson, Jayma Mays, Jesse Plemons. Drehbuch: Gary Spinelli. Kamera: César Charlone. Musik: Christophe Beck. 115 Minuten. (Ab 12 Jahren)

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In der Mischung aus Komödie und Drogenthriller „American Made“ – nach einer fast schon irrwitzig realen Biografie – arbeitet Tom Cruise in den 1980ern als Pilot für die CIA, schafft dabei aber gleichzeitig illegale Substanzen über die Grenze. Der Plot: Anfang der 80er-Jahre hält sich der sympathi-sche Draufgänger Barry Seal durch raffinierte Schmuggeleien neben seinem Job als Pilot gut über Wasser.

Kompliziert wird es, als er zu seiner eigenen Überraschung von der CIA rekrutiert wird, um an verdeckten Operationen in Südamerika mitzuarbeiten. Schnell stellt Barry fest, dass sich auch mit der Gegenseite durchaus lukrative Geschäfte machen lassen. Schon bald verstrickt er sich über acht Jahre hinweg immer tiefer in dubiose Machenschaften zwischen CIA, FBI, Guerilla-Kämpfern in Nicaragua und dem kolumbianischen Kartell um Pablo Escobar.

 

Good Time

Drama, Crime, Thriller (USA, L 2017). Regie: Ben Safdie, Joshua Safdie. Mit Robert Pattinson, Ben Safdie, Jennifer Jason Leigh, Buddy Duress. 100 Minuten. (Ab 16 Jahren)

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Connie Nikas (Robert Pattinson) raubt gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Nick (Ben Safdie) eine Bank aus, doch der Überfall geht schief, und Nick wird von der Polizei verhaftet und in den Knast gesteckt. Connie will Nick unbedingt gegen Kaution aus dem Gefängnis holen und begibt sich so auf eine abenteuerliche Odyssee durch die Unterwelt von New York. Dabei muss er sich nicht nur mit allerlei Gangstern herumschlagen, sondern befindet sich auch in einem ständigen Wettlauf gegen die Zeit...

Obwohl ihre vorherigen zwei Spielfilme nicht viel einspielten, haben Ben und Joshua Safdie, die hinter dem Streifen stecken, in der amerikanischen Indie-Szene für mächtig Aufsehen gesorgt. Dank eines weitaus höheren Budgets für „Good Time“, ihrem dritten Spielfilm, konnten sie nicht nur den „Twilight“-Star Robert Pattinson verpflichten, sondern haben sie es direkt in den Wettbewerb in Cannes geschafft.

 

Hampstead

Drama, Komödie (GB 2017). Regie: Joel Hopkins. Mit Diane Keaton, Brendan Gleeson, Lesley Manville, James Norton. 102 Minuten. (Ohne Altersbeschränkung)

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Eine verwitwete Amerikanerin bewegt sich antriebslos durch ihr Leben im Londoner Nobelviertel Hampstead, bis sie die Bekanntschaft eines kauzigen Mannes macht, der im nahen Park in einem selbstgebauten Schuppen lebt. Sie unterstützt ihn, als ihm die Zwangsräumung droht, und gerät damit in Konflikt mit ihrem snobistischen Bekanntenkreis. Hampstead, ein wohlhabender Stadtteil im Norden Londons, ist besonders durch seinen großflächigen Park, den Hampstead Heath, bekannt.

Der Film von Joel Hopkins inspiriert sich an der wahren Geschichte des Londoner „Hampstead Hermit“ Harry Holmes. Die romantische Komödie ist die Geschichte vom „einfachen Leben“: Angeln gehen, eigenes Gemüse anbauen, auf klapprigen Sperrmüllstühlen sitzen und Wein trinken. Hopkins lässt diese Pseudo-Lebensrealität wie einen Hipster-Traum für Senioren aussehen.

 

mother!

Thriller, Drama (USA 2017). Regie: Darren Aronofsky. Mit Jennifer Lawrence, Javier Bardem, Ed Harris, Michelle Pfeiffer. 115 Minuten. (Ab 16 Jahren)

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Ein Dichter und seine Ehefrau haben sich in die Abgeschiedenheit eines viktorianischen Landhauses zurückgezogen. Er versucht, seine Schreibblockade zu überwinden. Sie richtet das Haus ein, kocht Essen, wäscht – und wird zunehmend von albtraumhaften Eindrücken geplagt. Plötzlich steht überraschender Besuch vor der Tür: Ein Fremder und wenig später dessen Ehefrau und dann gleich der Rest der Familie tauchen auf, die das Dichterpaar aufnehmen. Doch die „Invasoren“ tragen ihren zunehmend heftigeren Streit im Haus aus…

Darren Aronofsky – Regisseur von „Black Swan“ – meldet sich mit „mother!“ zurück und hat dafür eine edle Besetzung vor der Kamera versammelt: Jennifer Lawrence, Javier Bardem, Ed Harris und Michelle Pfeiffer. Fans können sich auf einen packenden Psycho-Thriller gefasst machen. Lawrence verriet im Gespräch mit der „Vogue“, dass die Dreharbeiten sogar so heftig waren, dass sie sich verletzte.

 

Le redoutable

Biopic (F 2017). Réalisation: Michel Hazanavicius. Avec Louis Garrel, Stacy Martin, Bérénice Bejo, Micha Lescot. 107 minutes. (A partir de 12 ans)

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Paris 1967. Jean-Luc Godard, le cinéaste le plus en vue de sa génération, tourne La Chinoise avec la femme qu'il aime, Anne Wiazemsky, de 20 ans sa cadette. Ils sont heureux, amoureux, séduisants, ils se marient. Mais la réception du film à sa sortie enclenche chez Jean-Luc une remise en question profonde. Mai 68 va amplifier le processus, et la crise que traverse Jean-Luc va le transformer profondément passant de cinéaste-star en artiste- maoiste hors système aussi incompris qu'incompréhensible.

«Le redoutable» est inspiré du livre «Un an après» écrit par l’ex- femme de Jean-Luc Godard et revient sur la période de la sortie du film «La Chinoise» ayant connu un échec cuisant. Mais Michel Hazanavicius ne souhaitait pas réaliser un biopic conventionnel et ainsi, Jean-Luc Godard n’a pas été impliqué dans le processus de création. Le réalisateur confie lui avoir envoyé le scénario, mais Godard, fidèle à lui-même, n'a jamais fait de retours sur le script et ne souhaite pas voir le film.