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Die neue Filmwoche: Kino und Knast
Maximilian Jadin in der Rolle des jungen US-Offiziers John E. Dolibois.

Die neue Filmwoche: Kino und Knast

Maximilian Jadin in der Rolle des jungen US-Offiziers John E. Dolibois.
Kultur 2 19.09.2018

Die neue Filmwoche: Kino und Knast

Mit "Ashcan - the Secret Prison" und "Papillon" kommen zwei Filme über Gefangene diese Woche neu ins Kino: Ein Dokumentarstreifen und eine Romanverfilmung.

Die schönste Bezeichnung für das Ausbrechen aus dem Knast kommt aus dem Französischen. Da heißt es nämlich „se faire la belle“. Das Schöne ist in dem Fall die Freiheit, „la liberté“. Zwei Filme über Gefangene laufen diese Woche neu in den Kinos. Zunächst einmal das Remake der Romanverfilmung „Papillon“ von 1973. Henri Charrière schildert in seinem Bestseller das Knastleben in einer französischen Strafkolonie in Französisch-Guyana. Nun hat der dänische Regisseur Michael Noer das Originaldrehbuch noch einmal zur Hand genommen; sein Remake mit Charlie Hunnam und Rami Malek in den Hauptrollen ist allerdings eine halbe Stunde kürzer als das Original mit Steve McQueen und Dustin Hoffman.

„Ashcan – The Secret Prison“, ein Luxemburger Dokumentarfilm, kommt nun nach seiner Premiere beim LuxFilmFest ins Kinoprogramm. Die Geschichte ist spannend, das Thema ernst, die Erzählform innovativ: Produzent Willy Perelstzejn hat mit seiner Dokumentation ein kaum bekanntes Kapitel des Krieges aufgeschlagen und lässt dabei Film und Theater verschmelzen. Im Mai 1945 bringt die US-Armee Nazigrößen nach Bad Mondorf ins Hotel Palace zum Verhör. Codename „Ashcan“ – Ascheeimer.

Und noch einmal Straflager, aber nicht auf der Leinwand: Der in Russland inhaftierte ukrainische Regisseur Oleg Senzow verweigert seit mehr als vier Monaten jegliche Nahrungsaufnahme. Sein Zustand ist kritisch. Senzow wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt. Dem ukrainischen Filmemacher wird vorgeworfen, 2014 auf der Krim eine terroristische Vereinigung gebildet zu haben.

Das komplette Kinoprogramm finden Sie hier.