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Deutscher Filmpreis: Romy-Schneider-Drama räumt ab
Kultur 27.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Deutscher Filmpreis: Romy-Schneider-Drama räumt ab

Marie Bäumer mit ihrer "Lola".

Deutscher Filmpreis: Romy-Schneider-Drama räumt ab

Marie Bäumer mit ihrer "Lola".
Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Kultur 27.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Deutscher Filmpreis: Romy-Schneider-Drama räumt ab

„3 Tage in Quiberon“ wird seiner Favoritenrolle gerecht: Das Romy-Schneider-Drama erhält beim Deutschen Filmpreis die Goldene Lola und sechs weitere Trophäen.

(dpa) - Das Romy-Schneider-Drama „3 Tage in Quiberon“ ist der große Sieger beim 68. Deutschen Filmpreis. Der Film von Emily Atef erhielt die Goldene Lola als bester Film sowie sechs weitere Trophäen. Silber ging an das NSU-Drama „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin und Bronze an „Western“ von Valeska Grisebach.

Die Österreicherin Birgit Minichmayr erhielt die "Lola" für die "Beste weibliche Nebenrolle".
Die Österreicherin Birgit Minichmayr erhielt die "Lola" für die "Beste weibliche Nebenrolle".
Gregor Fischer/dpa

Der Film der deutsch-iranischen Regisseurin Atef handelt vom Leben der legendären Schauspielerin Romy Schneider (1938-1982). Emily Atef erhielt die Lola für die beste Regie. Als beste Schauspielerin wurde Marie Bäumer für ihre Darstellung der Romy Schneider ausgezeichnet. Die Lola für die beste weibliche Nebenrolle erhielt die Österreicherin Birgit Minichmayr, die Romys Freundin Hilde spielt. Für die beste männliche Nebenrolle wurde Robert Gwisdek ausgezeichnet, der in dem Film den „Stern“-Reporter Michael Jürgs spielt. Der Film von Emily Atef erhielt auch die Preise für die beste Filmmusik sowie für die beste Kamera/Bildgestaltung. Er war mit zehn Nominierungen als der große Favorit ins Rennen gegangen.

Die Lola als bester Schauspieler erhielt Franz Rogowski. Der 32-Jährige wurde für seine Rolle in der Liebesgeschichte „In den Gängen“ geehrt. Die Lola für das beste Drehbuch bekamen Regisseur Fatih Akin und sein Co-Autor Hark Bohm für „Aus dem Nichts“.

Die Lola für den besten Kinderfilm ging an „Amelie rennt“. Als bester Dokumentarfilm wurde „Beuys“ von Andres Veiel über den Künstler Joseph Beuys (1921-1986) gekürt. Die Lolas sind die wichtigste Auszeichnung für das deutsche Kino. Durch die Gala führte Schauspieler Edin Hasanovic („Brüder“, „Nur Gott kann mich richten“).

Der 78-jährige Regisseur, Schauspieler und Autor Hark Bohm („Nordsee ist Mordsee“) wurde als Ehrenpreisträger für herausragende Verdienste um den deutschen Film ausgezeichnet. Die undotierte Lola für den „besucherstärksten deutschen Film des Jahres“ ging an Autor und Regisseur Bora Dagtekin für die Komödie „Fack ju Göhte 3“ mit mehr als 6 Millionen Besuchern.


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